Kurznachrichten

Deutsche Exporteure: Stärkste Preissenkung seit vier Jahren

Die deutschen Exporteure wurden im Dezember aufgrund einer Flaute bei wichtigen Handelspartnern dazu gezwungen, ihre Preise so stark zu senken wie zuletzt vor vier Jahren. Somit fielen sie um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

"Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt im Dezember 2008." Bereits im September und Oktober 2012 waren die Exportpreise leicht gefallen, im November stagnierten sie. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) führt die Entwicklung auf die Rezession in vielen europäischen Ländern zurück.

"Das ist kein Umfeld, in dem Preiserhöhungen durchsetzbar sind", sagte DIHK-Außenhandelsexperte Ilja Nothnagel. In vielen Euro-Ländern gebe eine extreme Zurückhaltung bei Investitionen. Einige Unternehmen hätten deshalb Zugeständnisse beim Preis gemacht. "Oft gilt dann die Devise: Besser ein Geschäft als kein Geschäft." Auch nach Angaben des Markit-Instituts, das jeden Monat Hunderte Unternehmen befragt, haben die deutschen Industriebetriebe im Januar ihre Verkaufspreise weiter reduziert.

Trotz des lahmen Welthandels rechnet der DIHK in diesem Jahr mit einem robusten Exportwachstum. Unter Herausrechnung von Preisschwankungen werden die deutschen Ausfuhren demnach real mit vier Prozent genauso stark zulegen wie 2012.

Im Gesamtjahr 2012 stiegen die Exportpreise um 1,7 Prozent, nachdem es 2011 noch ein Plus von 3,7 Prozent und 2010 von 3,4 Prozent gegeben hatte. Die Importe nach Deutschland verteuern sich unterdessen stärker, weil vor allem Öl und andere Rohstoffe viel mehr kosten. So zogen die Einfuhrpreise 2012 um 2,1 Prozent an. 2011 waren es noch acht Prozent.

Quelle: n-tv.de

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