Kurznachrichten

Portugal: Standard & Poor's hebt Ausblick auf stabil

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) schätzt die finanziellen Perspektiven Portugals besser ein, nachdem dem Land von den internationalen Gläubigern Erleichterungen in Aussicht gestellt worden sind.

Die Kreditwächter änderten den Ausblick für das Rating auf stabil von negativ. Damit wird signalisiert, dass in den nächsten Monaten keine Herabstufung der Kreditwürdigkeit mehr droht. Die Bonitätsnote von BB wurde bestätigt, diese Bewertung liegt im oberen Bereich der Spekulationsklasse.

Die Ratingagentur rechnet damit, dass die Laufzeit der Kredite aus dem Euro-Rettungsfonds verlängert wird. Zudem dürfte die Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank dem Land auf der iberischen Halbinsel angesichts der schwächeren Wirtschaft größere Flexibilität zugestehen, um die Defizitziele zu erreichen.

"Nach unserer Ansicht wird der Anpassungsprozess Portugals damit nachhaltiger, sowohl in ökonomischer als auch in sozialer Hinsicht, und das Risiko kleiner, dass Portugal das Hilfsprogramm nicht einhalten kann", erklärte S&P.

Im Februar hatte S&P bereits den Ausblick für Irland auf stabil angehoben. S&P verwies damals auf den Umtausch der Schuldscheine in Staatsanleihen mit langer Laufzeit, was die Schuldenlast Irlands über einen langen Zeitraum streckt. Einige Beobachter rechnen damit, dass auch andere Ratingagenturen zu Portugal und Irland agieren werden.

Quelle: n-tv.de

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