Kurznachrichten

Syrien-Konflikt: Streubomben gegen Kinder eingesetzt

Angaben von Menschenrechtlern zufolge setzt Syrien die weltweit sehr umstrittene Streumunition gegen Kindern ein. Human Rights Watch berichtete am Dienstag, Augenzeugen und Videos zufolge seien am Sonntag Streubomben über einem Spielplatz in einem Vorort von Damaskus abgeworfen worden.

Elf Kinder seien bei dem Angriff getötet worden, viele weitere verletzt. Streumunition wird von vielen Staaten geächtet, weil sie wenig zielgenau ist und weil nicht-explodierte Kleinbomben auch lange nach dem Ende eines Konflikts noch eine Gefahr für Zivilisten darstellen.

Augenzeugen berichten HRW zufolge, dass am Sonntagnachmittag eine MiG-23 der Regierungstruppen über dem Wohnviertel aufgetaucht sei und mindestens drei Bomben abgeworfen habe. «Dann hörte ich Menschen schreien und zum Spielplatz rennen. ... Als ich ihn erreichte, sah ich fünf tote Kinder und viele Verletzte.»

Die Bomben hätten sich als sowjetische RBK-250/275 herausgestellt. Das von Human Rights Watch veröffentlichte Video zeigt Dutzende nichtexplodierte Sprengsätze, sogenannte Bomblets, die etwa so groß wie eine Trinkflasche sind. Zu sehen sind auch tote Kinder, die von ihren Angehörigen betrauert werden.

Quelle: n-tv.de

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