Kurznachrichten

Bundestag: Superschneller Computerhandel an Börsen soll gebremst werden

Der Bundestag hat am Donnerstag Regeln zur Begrenzung des superschnellen computergestützten Börsenhandels beschlossen. Teilnehmer im sogenannten Hochfrequenzhandel - also Kapital- und Investmentgesellschaften - brauchen demnach künftig eine Zulassung. Auch müssen sie dafür sorgen, dass ihre Computersysteme nicht den Handel am Markt stören.  Die Rechte der Finanzaufsicht zum Eingreifen im Hochfrequenzhandel werden zudem klarer gestaltet. Bestimmte Handelsstrategien gelten künftig als Marktmanipulation, was ein scharfes Vorgehen der Behörden erlaubt.

Beim Hochfrequenzhandel kaufen und verkaufen Computer elektronisch automatisiert Wertpapiere nach den Vorgaben ihrer Betreiber. Dies geschieht mittels bestimmter Regeln - sogenannter Algorithmen - binnen Sekundenbruchteilen. In Deutschland macht der Hochfrequenzhandel Schätzungen zufolge mehr als 40 Prozent des gesamten Handelsvolumens aus.

Börsenbetreiber sollen dem Gesetz zufolge künftig zudem dazu verpflichtet werden, Hochfrequenzhändler bei extremer Handelsaktivität Gebühren aufzuerlegen. Die Regelungen sollen dafür sorgen, dass es in Zukunft nicht mehr zu extremen Kursausschlägen an den Börsen innerhalb weniger Minuten kommen kann.

Quelle: n-tv.de

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