Kurznachrichten

Ohne iPhone geht es nicht: T-Mobile USA verliert massenhaft Vertragskunden

Die Deutsche Telekom bekommt den Exodus lukrativer Vertragskunden bei der Mobilfunktochter T-Mobile USA nicht in den Griff. Im dritten Quartal kehrten dem Unternehmen in Amerika 492.000 Vertragskunden den Rücken - seit Jahresanfang waren es damit 1,56 Millionen, wie die Telekom am Donnerstag mitteilte.

Ende September telefonierten zwar 33,3 Millionen Amerikaner mit T-Mobile, und damit 160.000 mehr als Ende des zweiten Quartals. Das Plus ist aber ausschließlich auf Prepaid-Kunden zurückzuführen, die zur Telekom-Tochter wechselten. Der Verlust von Vertragskunden ist besonders schmerzlich, da diese Kunden üblicherweise mehr Geld für das Telefonieren ausgeben als Prepaid-Kunden.

Einer der Gründe für die Abwanderung ist das iPhone - T-Mobile USA ist der einzige der vier landesweiten US-Mobilfunkkonzerne, der den Handy-Bestseller von Apple nicht im Angebot hat. Mitte September stellte Apple die neueste Version seines Smartphones vor. Viele Kunden hatten den Kauf eines neuen Telefons deshalb aufgeschoben und gewartet, bis das iPhone 5 erhältlich ist. Der Telekom dürften damit im vierten Quartal weitere Vertragskunden abhandenkommen, erwarten Experten.

Der Bonner Konzern will der Entwicklung aber nicht länger untätig zusehen: Vor kurzem ließ Telekom-Chef Rene Obermann durchblicken, dass mit Apple über das iPhone auch für US-Kunden verhandelt wird.

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Quelle: n-tv.de

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