Kurznachrichten

Rote Zahlen: TUI Travel und Hapag-Lloyd drücken TUI in Verlustzone

Europas größter Reisekonzern TUI hat im ersten Quartal trotz leicht höherer Umsätze mehr Geld verloren als im Vorjahr. Ein schwacher Jahresauftakt bei der Tochter TUI Travel und erneut rote Zahlen bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd drückten den Konzern in die Verlustzone.

Die Prognose für den Rest des Jahres bekräftigte TUI-Chef Michael Frenzel, der sein Amt mit Ablauf der heutigen Hauptversammlung an Friedrich Joussen abgibt. Der Umsatz stieg wegen höherer Reisepreise leicht auf knapp 3,5 Milliarden Euro. Analysten hatten hier einen leicht geringeren Anstieg prognostiziert

In den drei Monaten Oktober bis Dezember kletterte der saisontypische Nettoverlust um mehr als die Hälfte auf 137 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem noch größeren Minus gerechnet. Grund für den höheren Fehlbetrag sind negative Sondereffekte bei der Tochter TUI Travel. Zudem hatte TUI im Vorjahr positive Einmaleffekte erzielt, die nun aber fehlen. Die 22prozentige Beteiligung an Hapag-Lloyd trug 8,1 Millionen Euro zu dem Minus bei, das ist etwas weniger, als im Vorjahr.

Die negativen Sondereffekte bei der Tochter TUI Travel resultieren aus veränderten Buchungsvorschriften für Leerflüge. Sie hatten bereits das saisontypische Minus des Auftaktquartals der Tochter erhöht. Den neuen Vorschriften zufolge muss TUI nun Flüge mit einer sehr schwachen Auslastung anders bewerten als in den Vorjahren. Beim Saisonwechsel fliegt TUI traditionell mit fast leeren Maschinen in die Karibik oder auf die Kanaren, nimmt aber auf dem Rückweg viel mehr Urlauber wieder mit nach Hause. Beginnt die nächste Saison für diese Reiseziele, dreht sich das Bild um. Früher verteilte der Reiseveranstalter diese Last gleichmäßig über das Jahr. Nun muss er die Kosten in dem Quartal verbuchen, in dem sie anfallen. Der Thomas-Cook-Konkurrent geht aber davon aus, dass sich der Sondereffekt über das Gesamtjahr ausgleicht.

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Quelle: n-tv.de

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