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Internet Video Sport Freizeit Ratgeber: Legal und kostenlos: Fußball-Zusammenfassungen im Netz

Berlin (dpa/tmn) - Wer Zusammenfassungen wichtiger Fußballspiele sehen will, ist nicht zwingend auf Fernsehsendungen angewiesen. Im Internet gibt es verschiedene Seiten, auf denen Fans die Tore und andere Highlights noch einmal anschauen können - gratis und ganz legal.

Unter www.dfl.de stellt die Bundesliga zum Beispiel selbst kurze Zusammenfassungen der Partien vom aktuellen Spieltag ins Netz - legal und kostenlos. Der Bezahlsender Sky hat einen eigenen YouTube-Kanal mit Zusammenfassungen von Spielen aus Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League. Die europäische Königsklasse ist auch in der Mediathek des ZDF zu sehen. Spiele mit deutscher Beteiligung gibt es dort sogar in voller Länge. Auch die Tore eines Länderspiels tauchen meist in der Mediathek des übertragenden Senders auf.

Die Zusammenfassungen gibt es aber in der Regel nicht sofort nach dem Spiel online zu sehen. Meistens vergehen ein oder zwei Tage, bis die Highlights im Netz stehen.

Die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf, TV-Bilder von Großereignissen wie der Europa League zu sehen - das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschieden. Deshalb dürfen Fernsehkanäle in Nachrichtensendungen Kurzzusammenfassungen wichtiger Fußballspiele und anderer Großereignisse zeigen, auch wenn ein anderer Sender für viel Geld Exklusivrechte an der Ausstrahlung erworben hat. Hintergrund des Urteils ist ein Rechtsstreit des Fernsehsenders Sky Österreich, der mehrere Millionen Euro für Exklusivrechte an der Europa League zwischen 2009 und 2012 ausgegeben hatte, mit dem öffentlich-rechtlichen ORF. Der Pay-TV-Sender scheiterte mit einer Klage gegen die Pflicht, anderen Sendern praktisch kostenlos Bilder zu überlassen.

In Deutschland wird das auf Nachrichtensendungen beschränkte Recht auf Kurzberichterstattung praktisch nicht umgesetzt. Stattdessen werden von den Fernsehsendern, die Exklusivrechte erworben haben, über Sublizenzen Bilder an andere Sender weiterverkauft.

Quelle: n-tv.de