Kurznachrichten

Fukushima: Tepco erhält mehr Geld zur Entschädigung der Opfer

Der Betreiber des 2011 havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima bekommt nach eigenen Angaben weitere 5,5 Milliarden Euro vom Staat zur Entschädigung der Opfer der schlimmsten Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl.

Das Wirtschaftsministerium in Tokio habe die Summe freigegeben, teilte der Energiekonzern Tepco am Montag mit. Insgesamt sollen damit etwa 25,6 Milliarden Euro für Geschädigte bereitstehen. Hinzu kommen allerdings noch weitere Kosten, etwa für notwendige Dekontaminierungsmaßnahmen. Im November hatte Tepco gewarnt, dass am Ende insgesamt umgerechnet etwa 80 Milliarden Euro anfallen könnten.

Ein heftiges Erdbeben und ein Tsunami hatten die Anlage im März 2011 teilweise zerstört und eine Kernschmelze ausgelöst. Etwa 160.000 Menschen wurden aus dem Katastrophengebiet in Sicherheit gebracht. Tepco hat eingeräumt, es sei unzureichend auf Naturkatastrophen vorbereitet gewesen.

Tepco teilte am Montag auch mit, dass in den neun Monaten bis Dezember ein Verlust von 2,22 Milliarden Yen angefallen sei. Im Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem dreimal so hohen Verlust wie bislang: 120 Milliarden Yen.

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Quelle: n-tv.de

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