Kurznachrichten

Kritik an französischer Arbeitsmoral: Titan-Chef Taylor legt nach

Der Chef des US-Reifenkonzerns Taylor hat mit seiner Kritik an Frankreich nachgelegt. Nachdem Industrieminister Arnaud Montebourg Taylors Äußerungen als  «extremistisch» bezeichnet hatte, schrieb Taylor am Donnerstag in einem neuen Brief: «Extremistisch, Herr Minister, ist Ihre Regierung und das mangelnde Wissen, wie man ein Unternehmen aufbaut.»

Er selbst müsse «verrückt» gewesen sein, daran gedacht zu haben, «Millionen Dollar» für den Kauf einer Reifenfabrik in Frankreich auszugeben und einige der höchsten Löhne in der Welt zu zahlen». Die französische Regierung lasse es zu, dass «die Spinner der  kommunistischen Gewerkschaft» die bestbezahlten Jobs zerstörten.

Trotz seiner scharfen Worte gibt es für Taylor auch positive Dinge an Frankreich: «Frankreich hat schöne Frauen und großartigen Wein», schrieb Taylor in seinem jüngsten Brief. Er selbst sei zudem nach dem berühmten Franzosen Maurice Chevalier benannt. «Meine Großmutter nannte meinen Vater nach dem französischen Entertainer Maurice Chevalier.» Als ältester Sohn habe er den Namen dann geerbt.

Taylor ist Chef des US-Reifenkonzerns Titan. In einem ersten Brief hatte er sich über die französische Arbeitsmoral ausgelassen und erklärt, die «sogenannten Arbeiter» in einem französischen Reifen-Werk arbeiteten höchstens «drei Stunden» am Tag. Montebourg hatte den US-Konzern gebeten, eine Übernahme des von der Schließung bedrohten Werks des US-Konzerns Goodyear im nordfranzösischen Amiens zu prüfen. Der Titan-Chef erteilt dem Ansinnen eine unverblümte Absage: «Was glauben Sie eigentlich, wie dumm wir sind? « Montebourg nannte Taylors Äußerungen daraufhin extremistisch.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen