Kurznachrichten

Malischer Übergangspräsident: Traoré will bis Ende Juli Neuwahlen

Addis Abeba, 29. Januar (AFP) - Der malische Übergangspräsident Dioncounda Traoré strebt für sein Land bis Ende Juli Neuwahlen an. Er habe «die Absicht, so schnell wie möglich Wahlen zu organisieren», möglichst «vor dem 31. Juli».

Das sagte Traoré am Dienstag bei einer internationalen Geberkonferenz für sein Land in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Die Wahlen sollten «transparent und glaubwürdig» ablaufen.

Die malische Regierung war im März 2012 durch einen Militärputsch gestürzt worden. Tuareg-Rebellen brachten daraufhin gemeinsam mit Islamisten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Anschließend vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen jedoch aus den wichtigsten Städten. Seit zweieinhalb Wochen kämpfen die französische und die malische Armee gemeinsam mit Truppen der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS gegen die Islamisten.

Bei der Geberkonferenz in Addis Abeba waren Vertreter afrikanischer und europäischer Staaten sowie von UNO, EU, den USA und Japan anwesend. Nach Angaben der Afrikanischen Union wurden rund 455,5 Millionen Dollar (etwa 338,6 Millionen Euro) für militärische und humanitäre Zwecke zugesagt. Die Bundesregierung sagte 20 Millionen Dollar zu und kündigte die Entsendung einer dritten Transportmaschine vom Typ Transall der Bundeswehr an.

Quelle: n-tv.de

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