Kurznachrichten
Dienstag, 31. Januar 2017

Nach Trumps Einreiseverbot: UN: 20.000 Flüchtlinge betroffen

Nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks betrifft der vom neuen US-Präsidenten Donald Trump verfügte 120-tägige Aufnahmestopp für Flüchtlinge UNHCR rund 20.000 Menschen. Die Zahl ergebe sich aus der monatlichen Durchschnittszahl der Resettlement-Einreisen in die USA in den vergangenen 15 Jahren, sagte der Sprecher der UNHCR-Vertretung in Berlin Stefan Telöken.

In dieser Woche sollten nach seinen Worten eigentlich 800 Flüchtlinge über das Resettlement-Programm in die USA einreisen. Als Resettlement wird die dauerhafte Umsiedlung von Flüchtlingen bezeichnet, die weltweit vom UNHCR koordiniert wird. Auf die Frage, wo die Flüchtlinge, für die bereits ein Umzug vorgesehen war, nun verbleiben sollen, gibt es laut Telöken noch keine klare Antwort.

Zunächst müssten sie wohl in ihren jeweiligen Erstaufnahmeländern weiter abwarten. "Für die Betroffenen ist dies oftmals ein Schock", sagte der Sprecher. Das UNHCR hoffe, dass die Aussetzung des Programms in den USA "nur temporärer Natur ist". Trump hatte am Freitagabend das US-Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen für vier Monate ausgesetzt, bis auf weiteres einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien verhängt und die Einreisebedingungen für viele Muslime deutlich verschärft.

In den kommenden 90 Tagen werden Bürger aus Syrien, dem Irak und Iran, Sudan, Jemen, Libyen und Somalia keine Einreisevisa erhalten. Tausende Menschen in den USA demonstrierten gegen den Erlass. Trump sieht darin eine Schutzmaßnahme gegen Terrorismus.

Quelle: n-tv.de

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