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Eine Stunde des "zivilen Ungehormsams": Ungarns Lehrer protestieren gegen Orban

In Ungarn sind hunderte Lehrkräfte aus Protest gegen die Bildungspolitik von Ministerpräsident Viktor Orban auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten vor allem gegen die Einschränkung der Autonomie der Schulen durch die von der rechtskonservativen Regierung 2012 beschlossenen Maßnahmen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich am Morgen landesweit mehr als 200 Schulen an dem einstündigen "zivilen Ungehorsam". Andere Aktionen gab es demnach an weiteren Schulen.

Die sozialen Medien berichteten über die Protestbewegung und veröffentlichten unter anderem Bilder von Lehrkräften und Schülern, die Menschenketten um die Schulen bildeten. Katalin Torley, eine an den Protesten in Budapest beteiligte Französischlehrerin, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sollte es keine Reaktion seitens der Regierung geben, werde "der Druck nach und nach erhöht".

Die Demonstranten kritisieren insbesondere, dass Schulen das Lehrmaterial nicht länger selbst wählen dürfen, sich selbst kleine Ausgaben genehmigen lassen müssen und kaum noch Schulausflüge unternehmen dürfen. Gegen die Bildungsmaßnahmen der Regierung Orban gab es bereits in den vergangenen Monaten wiederholt Protestaktionen.

Quelle: n-tv.de

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