Kurznachrichten

Beschäftigte im Einzelhandel: Verdi fordert in NRW 6,5 Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaft Verdi will für die Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel 6,5 Prozent mehr Lohn durchsetzen, mindestens solle es aber 140 Euro mehr Lohn und Gehalt im Monat geben.

Das beschloss die Tarifkommission des größten Verdi-Landesbezirks am Donnerstag. Die Laufzeit eines neuen Tarifvertrags für die 450.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sowie die 250.000 "Minijobber" der Branche in NRW solle demnach zwölf Monate betragen. "Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung des Einzelhandels ausgesprochen gut", begründete Verhandlungsführerin Silke Zimmer die Forderung. 

Die Gewerkschaft hatte bereits deutlich gemacht, dass sie mit schwierigen Verhandlungen rechnet. "Wir stellen uns auf eine harte Tarifrunde ein", hatte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger gesagt. Eine schnelle Lösung sei nicht zu erwarten. Die Kündigung der Manteltarifverträge durch den Branchenverband HDE sei ein "Generalangriff" auf die rund drei Millionen Beschäftigten im deutschen Einzel- und Versandhandel. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte erklärt, die Tarifverträge "modernisieren" zu wollen. Ziel sei es, sie für die Unternehmen attraktiver zu machen. Verdi forderte in NRW, der Manteltarifvertrag müsse unverändert wieder eingesetzt werden.  

Aktuell verabschieden die einzelnen Landesbezirke der Gewerkschaft ihre Forderungen für die Tarifrunde der Branche mit Konzernen wie Metro, Douglas, Rewe oder Edeka. Ab Ende April soll es dann erste Verhandlungen mit den Arbeitgebern geben. 

Quelle: n-tv.de

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