Kurznachrichten

Monitoringbericht 2012: Viele Schwächen in deutschen Stromnetzen

Angaben eines Zeitungsberichts zufolge leiden die deutschen Stromnetze unter schwerwiegenden Schwächen. Die Betreiber von Stromübertragungsnetzen hätten häufiger als je zuvor in den Betrieb eingreifen müssen, weil die «Sicherheit und Zuverlässigkeit» der Versorgung «gefährdet oder gestört» gewesen seien.

Das berichtete das «Handelsblatt» am Dienstag unter Berufung auf den sogenannten Monitoringbericht 2012 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts. Die Zahl der angespannten Netzsituationen sei «insgesamt stark angestiegen», zudem seien «insgesamt auch mehr Gebiete» betroffen gewesen.

Laut «Handelsblatt» summierten sich die brenzligen Situationen allein auf einem Leitungsabschnitt zwischen dem niedersächsischen Sottrum und dem hessischen Borken im vergangenen Jahr auf 319 Stunden. Dies sei ein Anstieg um 1242 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als Ursache für die wachsenden Unsicherheiten wird der stetig steigende Anteil erneuerbarer Energien sowie der Wechsel zwischen Überschuss und Flauten bei der Wind- und Sonnenenergie genannt.

Obwohl der Ausbau der Stromnetze eines der dringlichsten Probleme der Energiewende ist, stockt er. Wie das «Handelsblatt» auf dem Monitoringbericht, der am Mittwoch offiziell vorgelegt werden soll, weiter zitiert, wurden von rund 1800 Kilometern, die bereits im Energieleitungsgesetz aus dem Jahr 2009 als vordringlich eingestuft wurden, erst 214 Kilometer realisiert. Bis Ende des laufenden Jahres würden nur 35 Kilometer hinzukommen. «15 der 24 Vorhaben haben  voraussichtlich einen Zeitverzug zwischen einem und fünf Jahren», hieß es.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen