Kurznachrichten

Syrien: Vielzahl Tschetschenen kämpft auf Seite der Rebellen

Informationen aus Expertenkreisen zufolge kämpft eine Vielzahl militanter Tschetschenen aus Russland auf der Seite der syrischen Rebellen. Auch syrische Militärs sprechen von Dutzenden, möglicherweise 100 Islamisten aus dem Nordkaukasus, die sich dem Aufstand gegen den von Russland unterstützten Präsidenten Baschar al-Assad angeschlossen haben.

Neben Koranschülern seien kampferprobte Islamisten in Syrien, die ihre militärischen Erfahrungen in den den beiden Tschetschenien-Kriegen in den 1990er Jahren gesammelt hätten. In Oppositionskreisen ist davon die Rede, dass die Tschetschenen nach Libyern das zweitgrößte Kontingent an ausländischen Kämpfern stellen.

"Sie spielen eine wichtige Rolle. In einigen Gegenden kämpfen sie an vorderster Front, einige von ihnen kommandieren Brigaden", beschrieb ein Oppositioneller die Rolle der Tschetschenen. Die Kämpfer seien sehr erfahren und auch weltanschaulich gefestigt, so dass sie keine Gegenleistung verlangten. In Kreisen der Rebellen hieß es weiter, bei den Kämpfen in der Nähe von Aleppo seien im Februar 17 Männer aus dem Nord-Kaukasus getötet worden.

Eine Ausländer-Brigade wird Kreisen der syrischen Opposition zufolge von einem Tschetschenen mit dem Namen Omar Abu al-Tschetschen geführt. In einem kürzlich aufgetauchten Video erklärte der fast vollständig in schwarz gekleidete Mann, ein islamischer Gottesstaat sei zum Greifen nahe, und rief militante Muslime auf, sich dem Kampf gegen Assad anzuschließen. Der richtige Name des Nord-Kaukasiers ist nicht bekannt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen