Kurznachrichten

Kongolesische Offziere abberufen: Vorwurf der Massenvergewaltigung

Wegen ihrer mutmaßlichen Verstrickung in Massenvergewaltigungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Armee des Landes zwölf Offiziere abberufen.

Dies teilte der Sprecher der UN-Friedensmission im Kongo (MONUSCO), Kieran Dwyer, am Donnerstag mit. Den Offizieren wird eine Beteiligung an 126 Fällen von Vergewaltigung vorgeworfen.

Die MONUSCO hatte die Regierung in Kinshasa am 25. März aufgefordert, bis Anfang April wegen der Vergewaltigungen etwas zu unternehmen. Nach der Bekanntgabe der Abberufungen sagte Dwyer, dies sei ein «Zeichen des Engagements» der Behörden. Allerdings müsse noch dafür gesorgt werden, dass die Verantwortlichen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. Die Massenvergewaltigungen ereigneten sich nach den Erkenntnissen der UNO nach dem 20. November in der Gegend von Minova.

Die Armee der Demokratischen Republik Kongo ist auf die materielle Unterstützung der MONUSCO angewiesen. Immer wieder werden Klagen über die Brutalität der Armee-Einheiten im Umgang mit der Zivilbevölkerung laut. Die Kontrolle über den Osten Kongos ist wegen der dort reichen Bodenschätze umkämpft.

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Quelle: n-tv.de

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