Kurznachrichten

UN-Nahrungsmittelausblick: Weltweiter Getreidehandel schrumpft

Die gering ausfallenden Ernteerträge in diesem Jahr setzen dem Weltmarkt zu. Die Auswirkungen würden bis 2013 spürbar bleiben, berichtet die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO).

Die Weltgetreideproduktion wird nach am Donnerstag in Rom veröffentlichten Schätzungen um 2,7 Prozent schrumpfen, verglichen mit der Rekordproduktion des Vorjahres. Damit dürften die Bestände um 25 Millionen Tonnen abnehmen. Beim Weizen werden sich vor allem die Lager der größeren Exporteure spürbar leeren.

Äußerst angespannt ist laut FAO der Markt auch für Grobkorn (Gerste, Hafer, Hirse) und für Ölsaat (Sonnenblumenkerne, Soja, Raps). Bei Grobkorn werde die Produktion in diesem Jahr um 2,5 Prozent zurückgehen. Die Bestände seien damit auf einem historischen Tiefpunkt. Nach einer enttäuschenden Produktion in den USA sei auch bei der Ölsaat nur begrenzt mit einer Entspannung an der Preisfront zu rechnen, so die FAO. Jedoch erwarte Südamerika eine Rekordernte.

Reis und Zucker stehen dagegen vor neuen Rekordmengen. Dank günstiger Anbaubedingungen könnte die Reisernte die Spitzenmenge der vergangenen Saison noch übertreffen und der Handel sich noch weiter ausweiten. Die Weltzuckerproduktion stehe vor einem neuen Rekord, die Menge werde für die weltweite Nachfrage mehr als ausreichen. Beim Fleisch schwächt sich bei stagnierender Nachfrage das Wachstum in der Produktion auf zwei Prozent ab, das gelte auch für den Welthandel.

Quelle: n-tv.de

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