Kampf gegen Kinderpornographie: «Weltweites Bündnis» geplant
Im Kampf gegen Kinderpornographie wollen die 17 EU-Staaten gemeinsam mit den USA und 20 weiteren Ländern ihre Kräfte bündeln. Wie die Europäische Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte, sollen Vertreter der 48 Länder am Mittwoch unter der Schirmherrschaft von Belgiens Königin Paola in Brüssel ein «weltweites Bündnis» gegen den Missbrauch ins Leben rufen.
Das Bündnis hat die Aufklärung der Verbrechen, die Verfolgung der Täter, den Schutz der Opfer und das Erschweren des Zugangs zu Kinderpornos im Netz zum Ziel. Die Teilnehmer wollen hinsichtlich dessen Verpflichtungen eingehen.
Die Initiative für das Bündnis reagiert auf die Schliche der Täter: Zwar besitzt die EU vergleichsweise scharfe Gesetze auf dem fraglichen Feld. Doch oft liegen die Internetserver in den USA oder anderen Ländern, viele der Verbrechen selbst werden in asiatischen Ländern begangen und gefilmt, wie die Kommission erklärte. An dem Bündnis teilnehmen wollen unter anderen Kambodscha, Thailand, Vietnam und die Philippinen. Weitere Länder könnten sich später anschließen.
"Hinter jedem einzelnen Bild eines missbrauchten Kindes verbirgt sich ein hilfloses, ausgebeutetes Opfer», hieß es in der Mitteilung der Kommission. Schätzungen zufolge zirkulierten schon jetzt mehr als eine Million Bilder sexuell ausgebeuteter und missbrauchter Kinder im Internet - und laut Zahlen der Vereinten Nationen kämen jedes Jahr rund 50.000 Bilder hinzu.
Quelle: n-tv.de

