Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Atemschutzmaske Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Grundsätzlich gilt es in Atemmasken zu unterscheiden, die dem Schutz im Alltag dienen, und denen, die im Beruf nötig sind. Die Masken, die Feuerwehrleute im Einsatz tragen, die Lackierer aufziehen und die, die Ärzte und Pflegepersonal tragen, sollten mit dem bestmöglichen Filter ausgestattet sein, um größtmöglichen Schutz zu bieten.
  • Alltagsmasken können – je nach Risikogruppe und der individuellen Alltagsgestaltung – selbst genäht sein, aus Stoff und Baumwolle bestehen oder ein Einwegmodell aus Vlies sein. Grundsätzlich sind mehrfach verwendbare Masken langfristig günstiger als Einmalmodelle.
  • Seit dem Jahr 2020 sind viele Atemschutzmasken aus Deutschland erhältlich, weil durch die Corona-Pandemie viele Fertigungsbetriebe ihre Produktion angepasst haben. Gefertigt werden Atemschutzmasken aus Deutschland ebenso mit verschiedenen Filter-Typen.

Atemschutzmaske Test

Atemschutzmasken sind – nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie, die im Jahr 2020 ausbrach – immer stärker in den Fokus gerückt. Dabei sind sie mitnichten ein Novum, sondern Teil der Berufskleidung. Das waren sie schon vor der Zeit, in der das Corona-Virus die Welt in Angst und Schrecken versetzt hat, und werden es auch danach noch bleiben. Während jedoch Fachpersonal, das beruflich auf eine Atemschutzmaske angewiesen ist, um die speziellen Bezeichnungen weiß, die es zu beachten gibt, sind viele Privatpersonen beim Kauf einer Atemmaske schlichtweg überfordert, weil sie einerseits ohne nähen auskommen wollen, andererseits die Informationsflut jedoch groß und mitunter recht schwer nachzuvollziehen ist. Die Redaktion von n-tv.de hat die wichtigsten Faktoren zusammengefasst, um die beste Atemschutzmaske zu finden, die auch zum jeweiligen Einsatzbereich passt.

1. Kaufberatung 2020 / 2021: Welche Arten von Schutzmasken gibt es?

Im Zuge der Covid-19-Pandemie wurden diese Maskentypen, deren Wirkung Sie in der folgenden Tabelle nachlesen können, besonders stark nachgefragt:

Art der Maske schützt den Träger der Maske schützt das Umfeld
Halstuch, Schal (als Mund-Nasen-Bedeckung getragen)

Atemschutzmaske Vergleich

schützt mäßig schützt mäßig
Atemschutzmaske aus Baumwolle, aus Stoff (selbstgebastelte Mund-Nasen-Bedeckung)

Atemschutzmaske Vergleich

schützt mäßig schützt etwas
Einmal-Mund-Nasen-Schutz aus Papier oder Vlies

Atemschutzmaske Vergleich

schützt mäßig schützt etwas
Atemschutzmaske mit 3-cm-Schutzlage (OP-Maske nach EN 14683)

Atemschutzmaske Vergleich

schützt etwas schützt
Atemschutzmaske FFP2-/FFP3 (P2/P3) mit Ventil

Atemschutzmaske Vergleich

schützt schützt nicht
Atemschutzmaske FFP2-/FFP3 ohne Ventil

Atemschutzmaske Vergleich

schützt schützt

Fazit der n-tv.de-Redaktion: FFP2- und FFP3-Atemschutzmasken ohne Ventil sind mit Abstand die sicherste Variante, um den Träger selbst und sein Umfeld zu schützen. FFP3-Atemschutzmasken filtern 99 Prozent der Atemluft. Nötig sind sie jedoch nicht in jeder Situation und für jedermann. Deswegen gilt es individuell abzuwägen, ob eine Atemschutzmaske mit 3-cm-Lage vielleicht auch einen ausreichenden Schutz bieten könnte.

1.1. Wann sind die FFP2- oder FFP3-Atemschutzmasken die richtige Wahl?

Atemmaske

Eine Atemmaske der Klasse FFP2 ist die richtige Wahl, wenn Sie zu den Corona-Risikopatienten zählen.

Diejenigen, die einer hohen Virenlast ausgesetzt sind – also beispielsweise Personal in Krankenhäusern oder Arztpraxen – brauchen maximalen Schutz. Deswegen sollten sie FFP3-Atemschutzmasken ohne Ventil tragen, um einer Infektion aktiv vorzubeugen.

Wer darüber hinaus zu den Risikogruppen zählt und befürchtet, eine Infektion mit dem Corona-Virus könnte aufgrund von etwaigen Vorerkrankungen besonders schwer verlaufen, könnte in diesen Situationen eine FFP2- oder FFP3-Atemmaske aufsetzen:

  • wenn besonders viele Menschen aufeinander treffen
  • wenn die Gefahr besteht mit anderen Infizierten in Kontakt zu kommen
  • wenn Abstandsregelungen nur schwer einzuhalten sind

Bitte bedenken Sie: FFP2- und FFP3-Atemmasken fallen in die Kategorie der Atemschutzmasken mit größtmöglichem Schutz – und diesen brauchen vor allem Menschen, die einer hohen Virenlast ausgesetzt sind oder ein hohes Risiko haben, dass eine Infektion mit Covid-19 sie stark gefährden könnte. Wer nicht zu diesen Gruppen gehört, kann sich an den Alternativen bedienen.

1.2. Wann reicht der Schutz einer Atemschutzmaske aus Baumwolle, aus Papier oder aus Vlies?

Mundschutz

Eltern sollten ihren Kindern einen Mundschutz zum Wechseln mit in die Schule geben.

Atemmasken der Klasse FFP2 oder FFP3 schützen nicht nur, sondern erschweren auch das Atmen, weswegen Sie nur in den eingangs erwähnten Fällen wirklich eine gute Wahl sind. Eine Alternative, die der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gerecht werden lässt, ist der Einweg-Mund-Nase-Schutz sowie selbstgemachte Atemmasken aus Stoff, die selbst genäht sind oder bei Discountern wie Aldi oder Lidl gekauft werden können.

Fakt ist: Diese Masken bieten sowohl dem Träger als auch dem Umfeld weniger Schutz, der allerdings in manchen Alltagssituationen durchaus ausreichen kann. Das Halstuch, der Schal und die selbstgenähte Atemschutzmaske für Kinder schützen beispielsweise das Umfeld vor großen (infizierten) Tröpfchen. Winzig kleine Partikel könnten hingegen durch das dünne Geflecht dringen. Diese Gefahr wird nochmal größer, wenn der Mundschutz vom Sprechen oder Atmen durchfeuchtet ist. Eine Atemschutzmaske aus Plastik birgt dieses Problem nicht, jedoch dringen Aerosole bei einer mehrfach verwendbaren Atemschutzmaske aus Plastik (oder auch bei Schutzschilden) meist an den Seiten heraus.

Tipp der n-tv.de-Redaktion: Eltern, die Ihren Nachwuchs mit Atemschutzmasken für Kinder ausstatten, um den Unterricht an der Schule besuchen zu können, sollten einen Mundschutz zum Wechseln mitgeben. Dabei kann es sich um eine weitere, selbstgenähte Schutzmaske handeln oder um eine Einweg-Atemschutzmaske ohne Nähen. Einweg-Atemschutzmasken sind der günstigste Atemschutz, den es aktuell gibt, denn Einweg-Atemschutz gibt es in großen Mengen. Für all jene, die täglich eine neue Maske benötigen, sind Masken, die mehrfach verwendet werden können, langfristig günstiger. Die Stiftung Warentest rät bei Do-it-yourself-Alltagsmasken dazu, einen festen Stoff zu verwenden, weil dieser die Aerosole, die Viren tragen könnten, besser zurückhält.

2. Welche Auflagen zum Thema Atemschutz gibt es eigentlich in bestimmten Branchen?

Schutzkleidung

Welche Schutzkleidung bei der Arbeit zu tragen ist, ist im Arbeitsschutzgesetz sowie in speziellen Unfallverhütungs- und Hygienevorschriften geregelt, die branchenabhängig variieren.

In diversen Branchen war das Tragen einer Atemschutzmaske bereits lange vor der Corona-Pandemie gang und gäbe. Hier fungieren die Atemmasken als Bestandteil des Atemschutzes, der mitunter gesetzlich vorgeschrieben sein kann. Gibt es ein Gesetz, nach dem die Arbeit nur mit einer Atemmaske ausgeführt werden darf, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, geeignete Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen.

Schutzmaske

Atemschutzmasken für Feuerwehrleute schützen die Einsatzkräfte.

  • Die Mitglieder der Feuerwehr tragen häufig Atemschutzmasken von Dräger, wenn sie in Aktion sind. Bei den Dräger-Atemschutzmasken handelt es sich in der Regel um Atemschutz-Vollmasken, die die Feuerwehrleute im Einsatz schützen und ihnen gleichzeitig bestmögliche Sichtverhältnisse ermöglichen. Obgleich die Feuerwehr-Atemschutzmasken als Vollmasken konstruiert sind, ermöglichen sie es den Feuerwehrleuten dennoch, Funk und Sprachverstärker zu bedienen, was im Einsatz von großer Bedeutung ist. Neben Dräger gibt es auch andere Marken, die sich auf Atemschutzmasken für die Feuerwehr spezialisiert haben.
  • Auch Lackierer sollten zu ihrem eigenen Schutz spezielle Atemschutzmasken zum Lackieren tragen. Die Atemschutzmaske zum Lackieren tragen die Fachkräfte in einem Lackierbetrieb dann, wenn sie den zu lackierenden Untergrund vorbereiten, wenn sie schleifen und spachteln, wenn sie den Lack anmischen und wenn sie den Lack aufbringen. Je nach Arbeitsgang kann eine Staubmaske oder eine Halbmaske vollkommen ausreichend oder eine spezielle Gasmaske nötig sein. In diesem Bereich ist der Hersteller Mecafer führend.

2.1. Welche Kennwerte sind für Atemschutzmasken bei der Arbeit entscheidend?

Halbmaske

Für eine Schutzmaske für Lackierer ist der MAK-Wert entscheidend.

Der sogenannte MAK-Wert ist eine entscheidende Größe, wenn Atemschutzmasken im Arbeitsalltag getragen werden müssen. Der MAK-Wert ist die Abkürzung für maximale Arbeitsplatzkonzentration – und zwar mit Blick auf die Gefahrenstoffe, die am Arbeitsplatz herumschwirren.

Die besten Atemschutzmasken überschreiten den MAK-Wert um das 30-Fache und sind dann in der Regel FFP3-Masken (oder Atemschutzmasken der Klasse P3), was sie auch zum Testsieger in diversen Atemschutzmasken-Vergleichen macht. FFP2-Atemschutzmasken überschreiten den MAK-Wert in der Regel um das Zehnfache. Mit Blick auf die Filter und Schutzklassen der Atemschutzmasken gilt:

  • Die Schutzklasse FFP1 gibt an, dass die Atemschutzmaske laut Tests vor ungiftigem Staub und Gerüchen schützt.
  • Die Schutzklasse FFP2 gibt an, dass die Atemschutzmaske laut Tests vor Staub, Rauch und Aerosolen schützt.
  • Die Schutzklasse FFP3 gibt an, dass die Atemschutzmaske laut Tests vor Staub, Rauch, Aerosolen, radioaktiven sowie krebserregenden Stoffen und vor Sporen, Bakterien und Viren schützt.

2.2. Welche Ausstattung braucht eine Atemschutzmaske laut diversen Tests im Internet?

Diverse Tests zu Atemschutzmasken im Internet zeigen: Nasenbügel und Ventil haben die meisten Modelle. Während der Nasenbügel für einen festen Sitz der Atemmaske sorgt, lässt sich über das Ventil regeln, wie (und ob) der Austausch mit der Umgebungsluft stattfinden soll. Bei den meisten Schutzmasken, die in der Arbeit genutzt werden, handelt es sich um Mehrwegmodelle, die sich nach dem Gebrauch gut reinigen lassen.

Grundsätzlich haben Mehrwegmodelle mehr Vorteile als Nachteile:

    Vorteile
  • lassen sich reinigen und wiederverwenden
  • bieten oft mehr Schutz als Einwegmasken
  • können individualisiert werden (beispielsweise als Atemschutzmaske für Brillenträger)
    Nachteile
  • müssen extra gereinigt werden

3. Wichtige Fragen und Antworten rund um Atemschutzmasken aus der n-tv.de-Redaktion

  • 3.1. Gibt es Atemschutzmasken auf Rezept?

    Laut Auskunft der Krankenkassen in diversen Tests zu Atemschutzmasken gibt es Atemschutzmasken nicht auf Rezept. Allerdings wurden aus den Reihen der Politik bereits Stimmen laut, die Atemschutzmasken auf Rezept begrüßen würden – zumindest für Risikogruppen. Eine Krückenlösung gibt es beispielsweise für Menschen, die eine Pflegestufe haben und ein spezielles Finanzkontingent in Hilfsmittel anlegen können. Sie könnten sich hierfür Atemschutzmasken kaufen und sogar liefern lassen.
  • 3.2. Gibt es spezielle Atemschutzmasken für Brillenträger?

    Es gibt die Möglichkeit, die Sehstärke direkt in das Visier einarbeiten zu lassen, wenn es sich bei der Atemmaske um eine Vollmaske mit Atem- und Sichtschutz handelt. Mit Blick auf den Infektionsschutz raten Betroffene dazu, eng anliegende Masken mit Nasenbügel zu tragen. Diese seien auch besonders gut geeignet als Atemschutzmaske für Brillenträger.
  • 3.3. Ergibt es Sinn, eine Atemschutzmaske in der Mikrowelle zu desinfizieren?

    Experten raten davon ab, die Atemschutzmaske in der Mikrowelle zu desinfizieren. Ist die Atemschutzmaske mit einem Nasenbügel ausgestattet, kann das mitunter sogar gefährlich werden. Atemschutzmasken aus Plastik lassen sich besser abwischen; Stoffmasken sollten in der Waschmaschine gereinigt werden.

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