Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Fondssparplan Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Fondssparplan ist eine sehr flexible Sparvariante, die Ihnen insbesondere bei einer langfristigen Einzahlung hohe Renditen ermöglichen kann.
  • Gestalten Sie Ihren Anlagemix aus einem Aktienindex, dessen Anteil sich nach Ihrem Alter richten sollte, und nach weiteren Fondsformen, wie etwa Mischfonds, Geldmarktfonds, Indexfonds und anderen.
  • Achten Sie auf Depotgebühren, Ordergebühren, den Ausgabeaufschlag und auf etwaige Boni, um den Fondssparplan zu finden, der Ihnen die bestmöglichen Renditechance offeriert.

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Die Zinsen, die Sie auf Ihrem Sparbuch für Ihr Erspartes erhalten, sind mau. Und das Festgeld ist Ihnen zu unflexibel? Wenn Sie vor diesen beiden Herausforderungen stehen, ist das Investment in einen Fondssparplan eine gute Idee.

Da es sich bei dieser Sparvariante nicht etwa um ein Produkt von der Stange oder von Discountern wie Aldi oder Lidl handelt, beantworten wir Ihnen in diesem Ratgeber die wichtigsten Fragen rund um den Fondssparplan.

1. Zu Erklärung: Wie funktioniert ein Fondssparplan?

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Ein Fondssparplan ist eine spezielle Form der Geldanlage.

Ein Fondssparplan ist per Definition eine Sparvereinbarung mit einer Bank oder einer Fondsgesellschaft und fällt damit in die Kategorie der Geldanlage. Vereinbart wird ein monatlicher, viertel- oder halbjährlicher Sparbetrag, der in den Fonds fließt. Die Mindestsparrate kann bereits bei 25 Euro monatlich beginnen. Die kleinste Mindestrate liegt im Fondssparplan-Vergleich bei 10 Euro.

Gekauft wird nicht etwa mit Blick auf die Kurse, sondern stets im vereinbarten Zeitrahmen. Das bietet Ihnen vor allem dann einen Vorteil, wenn Sie nur über marginales Wissen in puncto Börse und Aktien verfügen.

Einen Fondssparplan einzurichten, bedeutet für Sie einen einmaligen Aufwand, der so aussieht:

  • Sie wählen einen Fonds, der zu Ihren Vorstellungen passt. Dabei können Sie zwischen deutschen, europäischen oder gar weltweiten Fonds wählen. Zudem können Sie Ihren Fokus beispielsweise auf Dividendenaktien oder alternativ auf Wachstumswerte richten.
  • Nun wählen Sie eine Depotbank oder eine Fondsgesellschaft, die Sie mit der Verwaltung Ihres Fondssparplans betrauen. Bei diesem Verwalter legen Sie den Sparbetrag sowie die Sparfrequenz fest.

Tipp der n-tv.de-Redaktion: Grundsätzlich sind Fondssparpläne dazu geeignet, langfristig und regelmäßig zu sparen. Der Vorteil beim Fondssparen liegt jedoch auch in der Flexibilität der Anlageform, denn: Feste Laufzeiten gibt es nicht. Wenn Ihnen also eine finanzielle Schieflage droht, können Sie Ihre Fondsanteile schnell zu Bargeld machen. Bedenken Sie jedoch, dass ein Fondssparplan nur dann eine gute Rendite erzielen kann, wenn Sie langfristig sparen. Je länger Sie in den Fondssparplan einzahlen, desto größer ist die Rendite.

2. Zur Abwägung: Wann ist ein Fondssparplan sinnvoll?

Wir raten Ihnen zu einem Fondssparplan, wenn Sie sukzessive Rücklagen für Ihre Altersvorsorge bilden möchten, Ihren Kindern ein finanzielles Polster für deren Ausbildung zurücklegen möchten oder planen, eine Immobilie zu erwerben.

Ein Fondssparplan birgt Vorteile und Nachteile, die Sie kennen müssen, bevor Sie einen Fondssparplan kaufen bzw. eröffnen:

    Vorteile
  • gute Fondsparplan Rendite bei kontinuierlicher, langer Einzahlung
  • hohe Flexibilität mit Blick auf die Sparrate
  • langfristiges Sparen gleicht Schwankungen aus (Stichwort: Cost-Average-Effekt)
    Nachteile
  • wer nicht auf die Gebühren achtet, riskiert hohe Kosten (Stichwort: Fondssparplan ohne Ausgabeaufschlag, Depotgebühr, Ordergebühr, Verwaltungsgebühr)
  • Kursschwankungen lassen sich nur langfristig ausgleichen

3. Zu den Typen: Welche Arten gibt es in diversen Fondssparplan-Tests im Internet?

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Ein Fondssparplan birgt Vorteile und Nachteile. Langfristig sind die Renditen meist gut, allerdings können Risiken und Gebühren auch hoch sein.

In der Praxis müssen Sie sich die Abläufe bei Ihrem Fondsverwalter so vorstellen, um zu verstehen, warum in diversen Fondssparplan-Tests im Internet auch unterschiedliche Investmentfonds beschrieben werden:

Die Fondsmanager Ihres Anbieters verwalten Ihre Anlagegelder und die von anderen Fondsparern. Je nach Vertrag mit Ihrem Fondsanbieter können Sie aus den unterschiedlichen Fondsvarianten selbst wählen oder Sie kaufen einen Fondssparplan als Rundum-Sorglos-Paket.

Das bedeutet in den meisten Fällen, dass der Fondsverwalter Ihr Geld flexibel in verschiedene Fonds streuen kann. So bekommen Sie unterm Strich den besten Fondssparplan, quasi als Fonds-Mix.

Bezeichnung des Investmentfonds Vorteile/Nachteile Empfehlung …
Aktienfondssparplan
(Investment in Aktien)
+ hohe Renditen
- starke Kursschwankungen
… für langfristige Anleger, die sich dem Risiko eines Aktienfondssparplans bewusst sind und hohe Erträge erwarten
Rentenfonds
(Investment in Anleihen und Wertpapiere)
+ risikoarm
- geringere Renditen
… für mittelfristige Geldanlagen mit geringerem Risiko
Mischfonds
(Mix aus Aktienfonds und Rentenfonds)
+ breite Risikostreuung
- großes Know-how des Beraters nötig
… für langfristige Anleger, deren Berater in Aktien investieren, wenn die Börse stabil ist, und in Anleihen investieren, wenn das Risiko an der Börse zu groß ist
Geldmarktfonds
(Investment in Tagesgeld, Termingeld, Rentenpapiere)
+ risikoarm
+ höhere Renditen als bei herkömmlichen Sparformen (Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld)
… für die kurzfristige, risikoarme Geldanlage
Dachfonds
(Anlage in andere Investmentfonds)
+ hohe Risikostreuung
- hohe Kosten (Verwaltung, Management, auch für Investmentfonds unter Dachfonds)
… für Einsteiger mit geringen Marktkenntnissen
Indexfonds
(Investment nach Aktienindex)
+ günstige Gesamtkosten, da Transaktionen und Analysen entfallen
- schlechtere Bewertung als Aktienfonds in diversen Fondsangebots-Tests (u.a. wegen Verwaltungskosten)
… Anleger, die sich Transparenz, Objektivität und Nachvollziehbarkeit wünschen
offene Immobilienfonds
(Investment in Wohn- und Gewerbeimmobilien und Grundstücke)
+ einfach in der Abwicklung
- mindestens 15 Objekte im Portfolio
… langfristige Anleger, die von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen profitieren möchten

Tipp der n-tv.de-Redaktion: Sie müssen nicht zwingend fundierte Kenntnisse der jeweiligen Branche haben, sollten jedoch wissen, worin Ihr Investmentberater Ihr Geld investiert.

4. Kaufberatung: Worauf kommt es bei der Wahl von Fondssparplänen an?

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Anlagedauer, Alter, Risikobereitschaft und Kosten sind entscheidende Parameter bei der Wahl eines Fondssparplans.

Bitte beachten Sie grundsätzlich: Fondssparpläne sind eine gute Idee, um Kapital aufzubauen, allerdings können Sie mit einem Fondssparplan nicht die Risiken des Lebens absichern (Unfall, Tod, Krankheit). Dafür brauchen Sie stattdessen eine Versicherung.

Die Fondsangebote sollten Sie prüfen – und zwar mit Blick auf die folgenden Parameter.

4.1. Anlagedauer: Wie lang soll der Fondssparplan bespart werden?

Aktien- und Mischfonds sind eine gute Wahl, wenn Sie langfristig investieren wollen. Renten- und Geldmarktfonds empfehlen wir Ihnen, wenn Sie kurzfristig investieren wollen.

Um erfolgreich in spezielle Nischenfonds zu bestimmten Themen oder Branchen investieren zu können, brauchen Sie viel Know-how, denn schließlich boomt eine Branche nur selten über Jahrzehnte hinweg.

4.2. Ihr Alter: Welcher Fondsmix ist wann ratsam?

Ihren Anlagemix sollten Sie mit Blick auf Ihr Alter auswählen. Da vor allem Aktien nur über viele Jahre hinweg rentabel sind, sollte der Anteil an Aktien mit zunehmendem Alter geringer werden.

Als Faustformel gilt der Rat: Die Zahl 100 minus Ihr Alter ergibt den Anteil, den Aktien an Ihrem Anlagemix haben sollten. Den Rest sollten Sie mit Geldmarkt-, Immobilien- oder Rentenfonds auffüllen.

4.3. Risiko: Wie risikobereit sind Sie?

Verlustrisiko

Grundsätzlich gilt: Eine breite Streuung der Fondsanlage, minimiert das Verlustrisiko. Achten Sie bei der Wahl auf ein breites Fondsangebot.

Passen Sie Ihre Fondsauswahl Ihrem persönlichen Risikoempfinden an. Möchten Sie das Risiko möglichst gering halten, sind Geldmarktfonds die richtige Wahl. Misch- und Rentenfonds sind eine gute Option, wenn Sie ein paar Schwankungen gut wegstecken. Für Aktienfonds brauchen Sie hingegen die besten Nerven.

Auch Land und Branche des Fondssparplans haben einen Effekt auf Ihre Risikobereitschaft: Mit Standartwerten großer Unternehmen setzen Sie eher auf Sicherheit; mit exotischen Ländern und einzelnen Branchen können Sie eine bessere Rendite erzielen.

4.4. Fondssparplan Kosten: Was kostet ein Fondssparplan?

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Depotgebühren, Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühren schlagen für jeden Fondsparplan zu Buche. Prüfen Sie die einzelnen Gebührensätze genau.

Ein Fondssparplan bringt Ihnen nicht nur Rendite, sondern kostet auch Geld. In puncto Gebühren raten wir Ihnen zu einem Blick in den Fondsparplan-Vergleich 2020 und zur Nutzung eines Fondssparplan-Rechners.

So können Sie die folgenden Kostenfaktoren direkt vergleichen, die Kosten für den Fondssparplan berechnen und den Fondssparplan-Testsieger ausmachen, der zu Ihrem Anlageverhalten passt.

  • Die Depotgebühren können nach der Höhe des Investments oder nach der Anzahl der Fonds variieren. Unser Tipp: Wählen Sie einen Broker, der Ihnen ein kostenloses Depot anbietet.
  • Der Agio, der sogenannte Ausgabeaufschlag, ist die Gebühr, die Ihr Fondsvermittler erhebt. Für Sie als Anleger ist der Ausgabeaufschlag ein Ärgernis, das bei jeder Sparrate zu Buche schlägt, denn der Ausgabeaufschlag wird von jeder Sparrate abgezogen. Unser Tipp: Wählen Sie einen Fondssparplan ohne Ausgabeaufschlag oder einen Indexfonds. Für einen ETF Fondssparplan fällt diese Gebühr grundsätzlich nicht an.
  • Die Gebühren, die Sie für die Verwaltung Ihres Fondssparplans berappen müssen, variieren je nach Anlage: Die Gebühren liegen zwischen 1,5 und 2,5 Prozent bei Fonds, die ein aktives Management erfordern, und bei nur 0,3 bis 0,4 Prozent bei Indexfonds (ETF Fondssparplänen). Mit einem Fondssparplan-Rechner kommen Sie schnell und effektiv zum günstigsten Fondssparplan.

4.5. Anbieter: Welche Marken sind die besten in Fondssparplan-Tests im Internet?

Unter den Anbietern finden sich Vermittler, namhafte Banken und Sparkassen sowie Direktbanken. Zu den bekanntesten Größen zählen der Fondssparplan der DKB (eine Tochter der Bayern LB), der Deka-Fondssparplan (das Wertpapierhaus de Sparkasse) sowie der Comdirect-Fondssparplan, die mittlerweile eine der größten Direktbanken im Land ist. Hinzu kommen Fondsangebote der Targobank und der ING.

Auch die Stiftung Warentest liefert zum Thema Fondssparpläne wertige Informationen in Form von regelmäßigen Bewertungen gängiger Fondssparpläne wie dem DKB-Fondssparplan, dem Deka-Fondssparplan, dem Comdirect Fondssparplan sowie von anderen Anbietern.

5. Wichtige Fragen und Antworten rund ums Thema Fondssparplan aus der n-tv.de-Redaktion

5.1. Was ist ein Riester-Fondssparplan?

Ein Riester-Fondssparplan ist ein klassischer Fondssparplan mit einer kleinen Besonderheit: Die gesparten Beiträge sind garantiert. Für einen Riester-Fondssparplan stehen nicht alle Fonds zur Auswahl. Die gängigsten Modelle namhafter Hersteller sind die Aktienfondsvariante, die zwar über die Laufzeit hinweg große Schwankungen hinnehmen wird, am Ende jedoch eine große Rendite bringen kann.
Beim Lebenszyklusmodell wird in Abhängigkeit vom Alter des Anlegers investiert, was bedeutet, dass der Anteil an Aktienfonds mit dem Alter sinkt. Die Ein-Fonds-Variante bietet nur geringe Chancen auf eine hohe Rendite, weil nur in einen Fonds (mit geringer Aktienquote) investiert wird.
Bei dynamischen Konzepten kann flexibel agiert werden. Der Riester-Fondssparplan kann eine Ergänzung zur Rentenversicherung darstellen.

5.2. Gibt es auch Fondssparpläne für Kinder?

Es gibt Fondssparpläne, die speziell für Kinder geeignet sind, allerdings nur namentlich ihnen zugedacht werden. Es gibt eine Auswahl an Banken, die Depots für Minderjährige ermöglichen. Diese können Eltern, Großeltern oder Paten dann beispielsweise besparen, um später den Führersein, die Ausbildung oder das Studium zu finanzieren.

Bildnachweise: FondsSuperMarkt/Logo, Shutterstock.com/Wright Studio, Shutterstock.com/garagestock, Shutterstock.com/Zadorozhnyi Viktor, Shutterstock.com/SmartPhotoLab, Shutterstock.com/fendyrodzi (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)