Marktbericht
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Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny will die EZB-Nothilfen für Griechenlands Banken am 20. Juli einstellen. Nowotny stellt Athen Ultimatum "EZB muss den Geldhahn zudrehen"

Erstmals spricht ein Notenbanker Klartext: In zwei Wochen müsse die EZB ihre Nothilfen für griechische Banken einstellen, fordert Österreichs Zentralbankchef Nowotny - das würde den Grexit bedeuten. Ein Notfallplan wird bereits diskutiert. Von Hannes Vogel

Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 07. Juli 2015
  • IPO
    German Startups Group vor Gang aufs Parkett

    Der Wagniskapitalfinanzierer German Startups Group will mit seinem Börsengang noch im Juli rund 62 Millionen Euro einnehmen. Die Preisspanne für bis zu 22,1 Millionen Aktien sei auf 2,70 bis 3,60 Euro festgelegt worden, teilte das Unternehmen mit. In der Mitte der Preisspanne flössen dem Investor damit 61,6 Millionen Euro zu. Den Löwenanteil davon will German Startups in den Kauf weiterer Anteile an jungen Firmen stecken. Die Aktien können von Mittwoch an bis zum 16. Juli gezeichnet werden, am 17. Juli sollen sie zum ersten Mal im schwach regulierten Entry Standard der Frankfurter Börse gehandelt werden. Begleitet wird der Börsengang federführend von der Commerzbank. Bekommt das Unternehmen alle Aktien los, sind nach dem Börsengang 77 Prozent der Anteile im Streubesitz. (rts)

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  • Unternehmen
    Großaktionär verlässt Vossloh

    Der französische Großaktionär Edouard Carmignac ist bei dem Verkehrstechnikkonzern Vossloh ausgestiegen. Seine Firma Carmignac Gestion habe ihren rund fünf-prozentigen Anteil veräußert, teilte Vossloh mit. Offen blieb, ob Gestion sein Aktienpaket über die Börse verkauft hat oder an Großaktionär und Aufsichtsratschef Heinz-Hermann Thiele. Thiele hatte Vossloh im Frühjahr übernehmen wollen, war aber bei den meisten Anteilseignern mit seinem Angebot aber abgeblitzt. Thiele hatte im Februar den Vossloh-Aktionären 48,50 Euro je Aktie geboten mit dem Ziel, zumindest die 50-Prozent-Hürde zu nehmen. Wohl in der Hoffnung auf Mehr hatte Carmignac daraufhin ein Aktienpaket von fünf Prozent erworben. Knorr-Bremse-Eigner Thiele legte allerdings nicht nach. Er hielt nach Ablauf der Angebotsfrist rund 30 Prozent an Vossloh. (rts)

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  • Handel
    Große Motorräder: USA sind Exportmacht

    Beim Import schwerer Motorräder nach Deutschland dominieren die US-Hersteller. Mit 15.900 Maschinen standen Harley Davidson und Co. im vergangenen Jahr für fast die Hälfte aller aus dem Ausland eingeführten Motorräder mit einem Hubraum oberhalb von 800 Kubikzentimetern, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Weitere wichtige Lieferländer waren Japan mit 9600 und Großbritannien mit 4200 Maschinen. Insgesamt stieg die Zahl der importierten schweren Motorräder zum Vorjahr um 7 Prozent auf 35.500 Stück. Bei den kleineren Bikes zwischen 500 und 800 Kubikzentimetern waren die Japaner größter Importeur. Marktführer in Deutschland ist die heimische Marke BMW, die 2014 nach Zahlen des Branchenverbands IVM knapp 23.000 Motorräder und Roller verkauft hat. (dpa)

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  • Konjunktur
    Produktion deutscher Unternehmen stagniert

    Die Produktion der deutschen Unternehmen hat im Mai nur stagniert. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellten unterm Strich genau so viel her wie im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Ökonomen hingegen hatten mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet, nach plus 0,6 Prozent im April. Das Ministerium betonte dennoch, dass sich der Aufwärtstrend fortsetze. "Die Industriekonjunktur scheint sich zu festigen." Denn allein die Industriebetriebe fuhren ihre Produktion um 0,4 Prozent hoch, während die Erzeugung im Baugewerbe um 0,5 Prozent fiel und bei den Energieversorgern um 3,1 Prozent nachließ. Die jüngsten Auftragsdaten für die Industrie waren zuletzt besser ausgefallen als erwartet. Im Mai schrumpften die Bestellungen zwar um 0,2 Prozent, aber nicht so stark wie von Experten befürchtet.

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  • Unternehmen
    Air Berlin befördert weniger Passagiere

    Airberlin hat im ersten Halbjahr weniger Passagiere befördert als im Vorjahr. Die Passagieranzahl verringerte sich seit Beginn des Jahres um 4,1 Prozent auf insgesamt 14,04 Millionen Fluggäste im Jahresvergleich, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Die Auslastung stieg leicht um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 82,6 Prozent.

    "Das erste Halbjahr steht im Zeichen der ersten Initiativen zum Umbau des Streckennetzes und Steuerung auf rentablere Destinationen", sagte Stefan Pichler, CEO Airberlin Group. Dies spiegele sich auch in einem leicht verbesserten Ergebnis im Kurzstreckensegment wieder. (DJ)

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Trotzdem reichen sich Schäuble und der griechische Finanzminister immer wieder die Hände. Ein besonderer Schal sorgt bei Varoufakis für einen schicken Stil. Yanis Varoufakis Der Rebell im Ministerium wirft hin

Er ist eines der bekanntesten und umstrittensten Gesichter der griechischen Krise: Yanis Varoufakis. Der Ökonom kämpft gegen die Euro-Sparpolitik, die "Demütigung" des griechischen Volkes und allzu "technische" Diskussionen mit seinen Geldgebern. Am Ende jedoch eckt er allzu oft an.

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