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  • Mittwoch, 01. Oktober 2014
  • Unternehmen
    "New York Times" setzt Rotstift an

    Die "New York Times"  streicht 100 Arbeitsplätze in ihrer aus mehr als 1300 Journalisten bestehenden Redaktion. Damit reagiere das Management auf den Schwund der Anzeigeneinnahmen und den mangelnden Erfolg neuer Angebote, erklärte Chefredakteur Dean Baquet in einem Brief an die Angestellten. Die auf Kommentare spezialisierte App für Mobilgeräte, "NYT Opinion", werde eingestellt, hieß es am Mittwoch auch in einem Artikel in eigener Sache. Das Angebot habe nicht genügend Abo-Kunden für sich gewinnen können. Das für seine Qualität vielfach ausgezeichnete Traditionsblatt gilt als Flaggschiff des US-amerikanischen Journalismus. Es hat wie seine Konkurrenz aber mit der Abwanderung von Werbekunden ins Internet zu kämpfen.

    In Deutschland hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unlängst angekündigt, angesichts rückläufiger Auflagen und Anzeigenerlöse mehr als jede fünfte Stelle zu streichen. Bis zu 200 der insgesamt 900 Arbeitsplätze in Verlag und Redaktion sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren abgebaut werden. Die "NYT" hatte in den vergangenen sechs Jahren nach eigenen Angaben immer wieder Dutzende Stellen gestrichen. Auch wegen der Produktion neuer Online-Produkte sei die Redaktion aber zuletzt auf rund 1330 Mitarbeiter gewachsen, nach 1250 Ende 2013. (rts)

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  • Unternehmen
    Rocket Internet geht bis an die Grenze

    Rocket Internet hat den Preis für seine Aktie am oberen Ende der festgelegten Spanne angesetzt. Die Startup-Schmiede will für ihre Aktie 42,50 Euro. Das teilte das Unternehmen mit. Der Preis liegt damit am oberen Ende der Preisspanne von 35,50 Euro bis 42,50 Euro. Rocket Internet dürfte damit rund 1,6 Milliarden Euro erlösen und zum Börsenstart am Donnerstag rund 6,7 Milliarden Euro wert sein. Rocket Internet hatte den Börsengang um eine Woche vorgezogen, nachdem die Platzierung der Aktien bei Investoren vorzeitig abgeschlossen worden war. Nach Ablauf aller Sperrfristen sollen rund 24 Prozent der Aktien von Rocket Internet an der Börse gehandelt werden. Der Rest gehört den Samwer-Brüdern, die das Unternehmen 2007 gegründet haben, sowie anderen Investoren wie zum Beispiel der schwedischen Kinnevik-Gruppe, United Internet und dem US-Milliardär Len Blavatnik. (dpa)

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  • Unternehmen
    GM will 2016 in Europa auf Gewinnkurs einschwenken

    Der US-Autobauer General Motors (GM) will 2016 in Europa endlich wieder in die Gewinnzone fahren. In Nordamerika peilt die Opel-Mutter 2016 eine operative Gewinnmarge von zehn Prozent an, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Juni hatte GM für Europa die Rückkehr in die Gewinnzone für die Mitte dieses Jahrzehnts angekündigt. Die Amerikaner verlieren hier vor allem mit dem deutschen Autohersteller Opel seit 1999 Geld. An der Börse kamen die Aussagen gut an. Zuletzt legten GM-Titel an der Wall Street um gut zweieinhalb Prozent zu, der Dow Jones verlor zeitgleich ein Prozent. (dpa)

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  • Unternehmen
    Hochtief startet Aktienrückkauf

    Der Essener Baukonzern Hochtief hat ein neues Aktienrückkauf-Programm gestartet. Über die Frankfurter Börse sollen bis zu knapp 6,92 Millionen Aktien zurückgekauft werden, teilte der MDax-Konzern am Mittwochabend in Essen mit. Das entspreche rund zehn Prozent des Grundkapitals. Damit schöpft der mehrheitlich zum spanischen Konkurrenten ACS gehörende Essener Konzern das von der Hauptversammlung genehmigte Volumen voll aus. Nachbörslich zogen Hochtief-Aktien um mehr als zwei Prozent an. Der Rückkauf solle zwischen dem 7. Oktober 2014 und dem 31. Dezember 2015 erfolgen, hieß es. Der Konzern kann die Aktien nun zum Beispiel einziehen und damit endgültig vom Markt nehmen, weiterverkaufen oder auch als Währung bei Firmenübernahmen verwenden. Das Marktumfeld sei für die Transaktion «günstig» sagte ein Sprecher auf Anfrage. Im Dezember 2013 hatte der Konzern ein großes Rückkaufprogramm abgeschlossen. Damals hatte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kritisiert, dass der größte Nutznießer der Großaktionär ACS sei. (dpa)

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  • Konjunktur
    Deutsche kaufen immer mehr E-Books

    Die Zahl der Leser elektronischer Bücher wächst in Deutschland weiter: Der Anteil von E-Books am Umsatz auf dem Büchermarkt stieg im ersten Halbjahr 2014 auf 4,9 Prozent. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. Im Vorjahreszeitraum hatte er noch bei 4,2 Prozent gelegen. Im Jahr 2013 hatten elektronische Bücher noch einen Umsatzanteil von 3,9 Prozent am Publikumsmarkt, der keine Schul- und Fachbücher umfasst. Auf Platz eins bei den E-Books lag im ersten Halbjahr Belletristik mit einem Umsatz-Anteil von 82 Prozent. Kinder- und Jugendbücher haben einen Umsatzanteil von sieben Prozent, Ratgeber von sechs Prozent. (AFP)

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Videos Börse
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