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Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 20. November 2014
  • Nuklearenergie
    S&P zweifelt an Areva

    Frankreichs staatlich kontrollierter Atomkonzern Areva erhält von der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) eine schlechtere Bonitätsnote. Die S&P-Experten gaben am Abend bekannt, ihre Bewertung um eine Stufe von "BBB-" auf "BB+" zu senken. Zugleich änderten sie den Ausblick auf "negativ" und signalisierten damit die Möglichkeit einer weiteren Herabstufung. Die Analysten verwiesen zur Begründung auf die Unsicherheit hinsichtlich der Barmittelflüsse und der Geschäftserholung. Zuvor hatte ein Regierungssprecher eine Kapitalerhöhung bei Areva als nicht nötig bezeichnet. Damit reagierte er auf Spekulationen, das seit drei Jahren Verluste schreibende Unternehmen müsse sich ein bis zwei Milliarden Euro am Markt besorgen, um sein Finanzpolster zu stärken. (rts)

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  • Unternehmen
    Siemens - Dresser-Rand-Aktionäre sind für Übernahme

    Die Aktionäre des US-Konzerns Dresser Rand haben den Weg für die geplante Übernahme durch Siemens freigemacht. Sie stimmten mit großer Mehrheit für den umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro schweren Deal, wie das Unternehmen mitteilte. Bis zum Sommer 2015 rechnet Siemens auch mit der Zustimmung der Wettbewerbshüter. Konzernchef Joe Kaeser hatte die Übernahme vor zwei Monaten angekündigt. Sie ist ein zentraler Schritt beim Umbau des Industriekonzerns, den Kaeser stärker auf das Geschäft mit Öl und Gas vor allem in den USA ausrichten will. Dresser Rand stellt Kompressoren, Turbinen und Motoren für diese Industrie her und profitiert von dem jüngsten Fracking-Boom in den USA. Allerdings macht der zuletzt kräftig gesunkene Ölpreis die teuren Bohrungen im unterirdischen Schiefergestein weniger rentabel. (dpa)

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  • Konjunktur
    US-Industrie zieht in Schlüsselregion deutlich an

    Die US-Industrie hat in einer ihrer wichtigsten Regionen überraschend Fahrt aufgenommen. Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia stieg im November auf 40,8 von 20,7 Zählern, wie die Federal Reserve (Fed) am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang auf 18,3 Punkte gerechnet. Der Philly-Fed-Index erfasst die Industrie in der Schlüsselregion im Nordosten und gilt als einer der wichtigsten Früh-Indikatoren für die US-Produktion. (rts)

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  • IT-Panne
    Royal Bank of Scotland muss Millionenstrafe zahlen

    Die Royal Bank of Scotland (RBS) muss umgerechnet 70 Millionen Euro Strafe wegen eines IT-Zusammenbruchs zahlen, der vor zwei Jahren den Zahlungsverkehr von Millionen Kunden massiv behinderte. Die britischen Finanzaufsichtsbehörden warfen der Bank vor, unzureichende Technik unterhalten zu haben, die nicht genug kontrolliert worden sei. RBS-Kunden seien Risiken ausgesetzt worden, die durch Störungen im IT-Bereich entstehen könnten, bei der RBS aber nicht erkannt worden seien. Folge der Systemprobleme war damals, dass Millionen Kunden keine Zahlungen tätigen oder empfangen konnten. Die Bank musste wegen des Vorfalls bereits 175 Millionen Pfund (218 Millionen Euro) Entschädigung an Kunden sowie für Mitarbeiter zahlen, die in Filialen Überstunden machten. (rts)

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  • Zahlen
    SAP-Konkurrent Salesforce enttäuscht

    Der Softwarespezialist Salesforce ist mit dem Ausblick auf sein viertes Geschäftsquartal hinter den hohen Erwartungen von Analysten zurückgeblieben. In den drei Monaten bis Ende Januar werde der Umsatz wohl rund 1,44 Milliarden US-Dollar betragen. Das kündigte der US-Rivale von Europas größter Softwareschmiede SAP an. Der Gewinn vor Sonderposten werde je Aktie zwischen 13 und 14 Cent liegen. Mit den Prognosen lag das Management um Vorstandschef Marc Benioff etwas unter den Schätzungen am Markt, nachbörslich rutschte die Aktie um fast fünf Prozent ab. Auch der Ausblick auf den Umsatz im kommenden Geschäftsjahr fiel mit 6,45 bis 6,5 Milliarden Dollar niedriger aus als von Experten erwartet. Salesforce ist ein Anbieter von Cloud-Software. Seine Programme werden über das Internet angeboten und nicht mehr fest auf dem Rechner von Anwendern installiert. Mit den Erlösen ist der Konzern in diesem Gebiet weltweit die Nummer eins vor SAP. (dpa)

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  • Zahlen
    Raiffeisen Bank rutscht ins Minus

    Die Raiffeisen Bank International ist im dritten Quartal wegen Sonderkosten durch ein neues Kreditgesetz in Ungarn und höherer Vorsorgen für faule Kredite in der Ukraine in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich stand ein Minus von 119 Millionen Euro nach einem Plus von 134 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der zweitgrößte Kreditgeber in Osteuropa am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Verlust von 170 Millionen Euro gerechnet. Für das laufende Jahr geht die Bank unverändert von einem Verlust aus. Die Vorsorgen für faule Kredite würde auf rund 1,8 Milliarden Euro steigen - zuletzt war die RBI hier von einem Wert zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro ausgegangen. Für 2015 rechnet das Institut unverändert mit einem Gewinn im mittleren dreistelligen Millionenbereich. (rts)

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Videos Börse
Ehemalige Bank-of-Cyprus-Kunden machen ihrem Ärger Luft. Demonstranten werfen Steine Proteste bei Ackermann-Wahl

Als Ex-Deutsche-Bank-Chef Ackermann zum Verwaltungsratschef der Bank of Cyprus gekürt werden soll, stören Demonstranten die Veranstaltung. Die Ankunft des zyprischen Finanzministers macht die ehemaligen Bank-Kunden besonders wütend.

Geschäft in Asien brummt: Schaeffler hält Kurs Geschäft in Asien brummt Schaeffler hält Kurs

Der Automobilzulieferer Schaeffler setzt den Wachstumskurs fort: Der Umsatz steigt, über mangelnde Aufträge kann sich das Unternehmen nicht beschweren. Investitionen sollen vor allem nach China fließen.

Achsenmontage im Pekinger Werk des Friedrichshafener Autozulieferers ZF. Pekinger Führung unter Druck Chinas Industrie schwächelt

Trotz geldpolitischer Maßnahmen leidet China weiter an einer Konjunkturschwäche. Der PMI-Einkaufsmanagerindex für die Industrie bleibt im November unter den Erwartungen der Analysten. Somit sind die Verantwortlichen Peking zu weiterem Handeln gezwungen.

Im Außenhandel läuft es besser als erwartet: "Die Daten (...) werden etwas dabei helfen, die Schwäche bei der Inlandsnachfrage wettzumachen." Starke Daten aus Fernost Japans Exporte steigen an

Die Konjunkturdaten aus Japan bereiten Ökonomen ein Wechselbad der Gefühle: Wenige Tage nach dem BIP-Schock - dem unerwarteten Rückfall in die Rezession - sendet der Außenhandel unvermutet kräftige Lebenszeichen.