Marktbericht
Dax-Vorschau: Stay in May 23.05.2015 11:04 Uhr Dax-Vorschau Stay in May

Sommerrally statt Sommerloch: Der Dax könnte sich in den nächsten Wochen zu neuen Höhen aufschwingen. Vor allem der schwächelnde Euro dürfte nach Einschätzung von Experten den Leitindex nach oben treiben. Wenn Athen nicht den Spielverderber macht.

Meldungen
Voutsis glaubt nicht an IWF-Zahlung: Schäuble sieht "noch viele Anstrengungen" Voutsis glaubt nicht an IWF-Zahlung Schäuble sieht "noch viele Anstrengungen"

Bis hierhin und nicht weiter. Das ist das Versprechen des griechischen Regierungschefs Tsipras an seine reform- und sparmüde Partei Syriza. Das sieht Bundesfinanzminister Schäuble deutlich anders. Der griechische Innenminister Voutsis sieht sein Land derweil erneut nicht in der Lage, die anstehenden IWF-Rate zu zahlen.

"Europa ist am Zug": Tsipras hat alles getan "Europa ist am Zug" Tsipras hat alles getan

In der griechischen Schuldenkrise sieht die Athener Regierung sich nicht mehr in der Bringschuld. "Wir haben getan, was wir tun mussten, jetzt ist Europa dran", sagt der griechische Regierungschef Alexis Tsipras. Das könnte Europa anders sehen.

Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 23. Mai 2015
  • Verkehr
    Bahnstreik treibt Spritpreise

    Die Benzinpreise sind während des Lokführer-Streiks an vielen Tankstellen offenbar stärker gestiegen als üblich. Das zumindest berichtet die "Bild"-Zeitung mit Verweis auf Daten für mehrere deutsche Großstädte. Demnach schwankten die Benzinpreise während der Streiktage in der Spitze um bis zu 22 Cent innerhalb eines Tages. Normal seien dagegen lediglich Tagesschwankungen von bis zu 18 Cent je Liter. Die Lokführergewerkschaft GDL hatte ihren jüngsten Streik am Donnerstag beendet, nachdem sich die Gewerkschaft kurzfristig mit der Deutschen Bahn auf eine Schlichtung im aktuellen Tarifkonflikt verständigt hatte. Es war bereits der neunte Streik in dem Tarifstreit. (AFP)

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  • Freitag, 22. Mai 2015
  • Staatsausgaben
    Brasilien zieht die Sparbremse

    Die brasilianische Regierung hat für das laufende Jahr Etatkürzungen in Höhe von rund 70 Milliarden Reais angekündigt. Umgerechnet entspricht das einem Volumen von knapp 21 Milliarden Euro. Einschnitte gibt es vor allem beim Konjunkturprogramm PAC, durch das auch wichtige Infrastrukturprojekte finanziert und beschleunigt werden sollten, wie Planungs- und Haushaltsminister Nelson Barbosa in Brasília mitteilte. Aber auch die Ministerien für Bildung sowie Gesundheit müssen Milliarden-Beträge einsparen. Durch die Budgetbremse soll das Ziel eines Haushaltsüberschusses von 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erreicht werden. Die siebtgrößte Volkswirtschaft erlebt derzeit eine Wirtschaftskrise. Die Regierung erwartet laut Barbosa 2015 einen BIP-Rückgang von 1,2 Prozent und das bei einer Inflation von über 8 Prozent. Um die öffentlichen Kassen zu füllen, erwägt die Regierung auch Abgabenerhöhungen. Am Freitag wurden eine Anhebung der Steuern auf Gewinne von Banken von 15 auf 20 Prozent verkündet. (dpa)

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  • Rating
    Fitch lobt Ungarn

    Die Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für Ungarn von "stabil" auf "positiv" angehoben, hält zunächst aber der Ratingnote von "BB+" für die Kreditwürdigkeit ungarischer Staatspapiere fest. Zur Begründung verwiesen die Fitch-Analysten auf die positive Wirtschaftsentwicklung des Landes seit dem Jahr 2010. Im vergangenen Jahr habe Ungarn beim Leistungsbilanzüberschuss sogar einen Rekordwert von 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erzielt. Auch hätten sich die Auslandsschulden der Banken am Ende des Jahres 2014 auf 20 Prozent des BIP reduziert. In der Spitze habe dieser Wert im Jahr 2008 bei 39 Prozent gelegen. Die Nettoverbindlichkeiten befänden sich zwar weiter auf einem hohen Niveau, hätten sich aber seit dem Höchstwert von 90 Prozent des BIP im Jahr 2009 auf 56 Prozent im vergangenen Jahr reduziert. (DJ)

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  • Unternehmen
    OTE baut Hunderte Stellen ab

    Der griechische Telekom-Marktführer OTE will die Zahl seiner Mitarbeiter deutlich reduzieren. Rund 700 Beschäftigte sollten das Unternehmen per Abfindung verlassen, teilte der von der Deutschen Telekom geführte Konzern mit. Per Ende 2014 beschäftigte OTE der Firmen-Webseite zufolge rund 6900 Menschen. Das Angebot zum freiwilligen Ausscheiden solle vor allem solchen Mitarbeitern gemacht werden, die kurz vor der Rente stünden, erklärte OTE. Das Vorhaben werde 85 Millionen Euro kosten. Durch den Stellenabbau wolle man die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Die Deutsche Telekom ist mit 40 und der griechische Staat mit 10 Prozent an OTE beteiligt. Im ersten Quartal war der Gewinn von OTE um 40 Prozent auf rund 40 Millionen Euro gesunken. Der Umsatz fiel um knapp drei Prozent auf etwa 940 Millionen Euro. Der Konzern, der auch in Rumänien und Albanien aktiv ist, leidet unter der Rezession in Griechenland. (rts)

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Videos Börse
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