Marktbericht
Meldungen
Unternehmen: Verdi will Oster-Post bremsen Unternehmen Verdi will Oster-Post bremsen

Die 140.000 Tarifangestellten der Deutschen Post sollen weniger arbeiten. Das fordert zumindest die Gewerkschaft Verdi - und will streiken. Und auch an anderer Stelle setzt sie dem Unternehmen zu.

Burger-Braterei versucht die Wende: McDonald's will bedienen Burger-Braterei versucht die Wende McDonald's will bedienen

Mit mehr Service und dem Gang ins Internet will der US-Konzern McDonald's den Kundenschwund stoppen. Zu betrachten ist dies jetzt schon in Frankfurt am Main. Ab Juni kommenden Jahres soll das neue Konzept auf alle 1400 Filialen ausgeweitet werden.

Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 30. März 2015
  • Unternehmen
    Gazprom erleidet Gewinneinbruch

    Der russische Gasproduzent Gazprom hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch erlitten. Unter dem Strich wies der Weltmarktführer für 2014 nach russischer Rechnungslegung (RAS) einen Rückgang von 70 Prozent auf 189 Milliarden Rubel (umgerechnet rund drei Milliarden Euro) aus. In der Kennzahl seien nicht die Bilanzen der Tochtergesellschaften wie Gazprom Neft enthalten, teilte der Konzern mit. Gazprom kalkuliert auf Basis dieser Kennziffer die Höhe der Dividende. Zuletzt hatten Gazprom der Verfall des Rubel und der Schulden-Streit mit der Ukraine zugesetzt. Die russische Währung stand auch wegen der Sanktionen des Westens gegen Russland seit Monaten unter Druck. (rts)

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  • Unternehmen
    Alno hat neuen Großaktionär

    Der Küchenhersteller Alno hat einen neuen Großaktionär. Die Nature Home Holding Company mit Sitz auf den Cayman Islands werde rund 5,5 Millionen neue Aktien übernehmen, teilte das Unternehmen am Montag in Pfullendorf mit. Diese sollen zuvor im Rahmen einer Kapitalerhöhung von Alno ausgegeben werden. Zudem habe Nature erst kürzlich rund 1,375 Millionen Aktien von Alno gekauft - damit halte das Unternehmen künftig etwas mehr als neun Prozent am Grundkapital, teilte der Küchenhersteller mit.  Das neue Kapital solle vor allem dafür verwendet werden, die Neuausrichtung des Unternehmens voranzutreiben, teilte Alno mit. Der Küchenhersteller will mit einem Umbauprogramm mindestens fünf Millionen Euro einsparen.

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  • Energie
    Erdgasspeicher nur zu einem Drittel gefüllt

    Trotz des milden Winters sind die deutschen Erdgasspeicher einem Zeitungsbericht zufolge nur noch zu einem Drittel gefüllt. Am 12. März habe der Füllstand bei etwa 33 Prozent gelegen, berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Die Regierung könne eine "regionale Engpass-Situation beim Zusammentreffen von erheblichen Lieferunterbrechungen und großer Nachfrage nicht gänzlich ausschließen".

    "Die Heizperiode ist noch nicht vorbei, doch die deutschen Erdgasspeicher sind auf einem Tiefstand", warnte der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen zu Russland forderte er eine nationale Erdgasreserve und mehr Energieeffizienz-Maßnahmen. Krischer bezeichnete es als "verwunderlich", dass sich Union und SPD gegen eine nationale Erdgasreserve stellten. (AFP)

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  • Konjunktur
    Japans Industrie schrumpft

    Japans Industrieproduktion ist im Februar zum ersten Mal seit drei Monaten gesunken. Sie ging nach Angaben des Handels- und Industrieministeriums auf Monatssicht um 3,4 Prozent zurück. Die Kontraktion fiel damit deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Sie hatten im Mittel nur eine Abschwächung um 1,8 Prozent vorhergesagt.

    Jüngste Konjunkturdaten hatten einen lahmenden Konsum sowie einen Rückgang der Inflation in Richtung null gezeigt. Für März erwartet das Ministerium einen weiteren Rückgang der Industrieproduktion um 2,0 Prozent. Im April soll dann mit plus 3,6 Prozent eine Erholung einsetzen. (DJ)

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  • Streik
    Amazon-Mitarbeiter legen Arbeit nieder

    Bei Amazon in Bad Hersfeld haben Beschäftigte erneut ihre Arbeit niedergelegt. "Der Streik hat mit der Nachtschicht begonnen", sagte Mechthild Middeke von Verdi Hessen. Auch in Leipzig traten Amazon-Beschäftigte in den Ausstand. In der Frühschicht sollten ihnen Kollegen an den Standorten Koblenz (Rheinland-Pfalz) sowie Rheinberg und Werne (beide NRW) folgen. Das Unternehmen sichert seinen Kunden eine pünktliche Zustellung bis Ostern zu, wenn bis Dienstagabend bestellt wird. Die Gewerkschaft Verdi will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen - zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiere. Weil Amazon nicht einlenkt, kommt es seit dem Frühjahr 2013 immer wieder zu Streiks. In Bad Hersfeld wurde zuletzt Mitte März gestreikt. (dpa)

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  • Entwicklungsbank
    Südkorea will bei AIIB einsteigen

    Die von China angestoßene neue Entwicklungsbank für Asien findet einen weiteren Interessenten. Südkorea kündigte an, Gründungsmitglied der Asiatischen Infrastruktur-Bank (AIIB) werden zu wollen. Der Anteil des Landes werde wohl vier bis fünf Prozent betragen, sagte der stellvertretende Finanzminister Choi Hee-nam im Radio. Die Aufteilung auf die einzelnen Länder stehe allerdings noch nicht fest und müsse anhand von verschiedenen Faktoren noch bestimmt werden, fügte er hinzu. Damit geraten die USA in die Isolation. Sie stehen der AIIB kritisch gegenüber. Am Wochenende hatten mehrere Länder ihren Willen bekundet, sich an dem Projekt zu beteiligen. Dazu gehören Österreich, Brasilien, Russland, Australien und die Niederlande. Auch Dänemark stellte einen Antrag auf Mitgliedschaft. Vor wenigen Tagen hatten auch Deutschland, Frankreich und Italien angekündigt, Gründungsmitglieder werden zu wollen. Das AIIB-Projekt war im vergangenen Jahr von China aus der Taufe gehoben worden. Ziel der Bank ist es, mehr Investitionen in die Infrastruktur - Straßen, Telekommunikationsnetze und andere Bereiche - nach Asien zu leiten. Die neue Entwicklungsbank könnte damit in Konkurrenz zur Weltbank und Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) treten, in denen die USA jeweils eine starke Stellung haben. (rts)

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Videos Börse
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Bauern können ab April wieder so viel Milch produzieren, wie sie wollen - ohne Strafe zu zahlen. Milchseen und Butterberge sind Relikte aus einer anderen Zeit. Heute lockt die unternehmerische Freiheit - mit allen Risiken. Von Diana Dittmer

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Der Einbruch des Ölpreises lässt die Wirtschaft Venezuelas tief in die Krise abrutschen, Alltagsdinge wie Toilettenpapier oder Duschgel sind Mangelware. Ein Ausweg aus der Misere ist nicht in Sicht – trotz der Milliardenhilfen aus China. Von Egmond Haidt