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Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 28. August 2015
  • Devisen
    Schweiz will den Franken drücken

    Der Schweizer Franken ist nach Einschätzung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) immer noch deutlich überbewertet. Das Zusammenspiel von Negativ-Zinsen und möglichen Interventionen am Devisenmarkt dürfte aber über die Zeit für eine Abschwächung der Währung sorgen, sagte SNB-Präsident Thomas Jordan beim informellen Treffen der Notenbanker in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Der Franken hatte nach der Aufgabe der Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Franken im Januar massiv zugelegt. Zu den Verbraucherpreisen, die im Juli auf den tiefsten Stand seit 2007 gefallen waren, sagte Jordan, negative Teuerungsraten könnten bei stark anziehenden Währungen nicht immer vermieden werden. Mittelfristig dürfte die Geldpolitik der SNB aber die Preisstabilität sicherstellen können. (rts)

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  • Konjunktur
    Brasilien rutscht in die Rezession

    Die neuesten Daten aus Brasilien belegen das Ausmaß des Konjunktureinbruchs in der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt. Im zweiten Quartal brach die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 1,9 Prozent ein, wie die brasilianische Statistikbehörde mitteilte. Im ersten Quartal 2015 war Brasiliens Bruttoinlandsprodukt bereits um 0,7 Prozent geschrumpft. Das zweite Quartal war damit das schwächste zweite Quartal seit 1996 und markiert zugleich den tiefsten Einbruch seit 2009. Schrumpft die Wirtschaftsleistung eines Landes in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, sprechen Ökonomen nach gängiger Definition formell von einer Rezession. Das rohstoffreiche Land leidet unter dem niedrigen Ölpreis, einer Inflation von fast zehn Prozent, schwachem Konsum und steigender Arbeitslosigkeit. Hinzu kommt der Korruptionsskandal bei Petrobras. (dpa)

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  • Konjunktur
    Großbritannien hängt Euro-Wirtschaft ab

    Die britische Wirtschaft wächst schneller als die drei großen Länder in der Euro-Zone. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte zwischen April und Juni um 0,7 Prozent, wie das nationale Statistikamt ONS in London mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte. Für Schwung sorgten der auf der Insel besonders wichtige Dienstleistungssektor und das Produzierende Gewerbe. Zudem kurbelten die Exporte das Wachstum so stark an wie seit vier Jahren nicht mehr. Damit läuft es wie schon seit längerem so gut wie in fast keinem anderen großen Industrieland - außer den USA. Die deutsche Wirtschaft - die Nummer eins im Euro-Raum - legte im zweiten Quartal um 0,4 Prozent zu, Frankreich stagnierte und Italien schaffte ein Plus von 0,2 Prozent. (rts)

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Der Wettbewerbsstreit zwischen Google und der Eu-Kommission geht in die nächste Runde. Wettbewerbsstreit geht weiter Google schlägt gegen EU zurück

Der EU-Kommission ist Googles Dominanz bei Preissuchmaschinen ein Dorn im Auge. Weil er den Wettbewerb verzerren soll, läuft ein Verfahren gegen den US-Konzern. Nun wehrt sich der Internetriese gegen die Vorwürfe und präsentiert sich als Verbraucherschützer.

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