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Ökonomen-Barometer: Die Stimmung wird besser Ökonomen-Barometer Die Stimmung wird besser

Zum Jahresende werden die führenden deutschen Ökonomen zuversichtlicher. Sie blicken nun so optimistisch in die Zukunft wie seit vergangenen Sommer nicht mehr. Von Wolfgang Ehrensberger

Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 20. Dezember 2014
  • Streik
    Amazon-Streik geht weiter

    Mitten in der Schlussphase des Weihnachtsgeschäfts dauert der Streik beim Online-Versandhändler Amazon an mehreren Standorten an. Unklar blieben am Samstag die Auswirkungen des mehrtägigen Arbeitskampfes, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Amazon verneinte, dass es bei den Auslieferungen zu Verspätungen komme. "Unsere Mitarbeiter sind stolz, daran mitzuwirken, dass die Kunden ihre Weihnachtspäckchen pünktlich bekommen", sagte eine Sprecherin am Firmensitz in München. Im hessischen Versandzentrum Bad Hersfeld sagte eine Verdi-Vertreterin dagegen, Amazon-Mitarbeiter berichteten von einem Rückstau an Bestellungen. Die Gewerkschaft erhalte auch E-Mails von Kunden, dass die Lieferzeiten länger dauerten als üblich. Die Online-Ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlichte dagegen schon am Freitag eine nicht repräsentative Leserumfrage. Sie deutet darauf hin, dass Amazon tatsächlich in den meisten Fällen pünktlich liefern kann. Der Ausstand in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) soll bis Heiligabend dauern. In dem seit Jahren laufenden Konflikt will Verdi erzwingen, dass Amazon nach dem Tarif des Einzelhandels zahlt, nicht nach dem niedrigeren Logistiktarif. (dpa)

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  • Milliarden-Investitionen
    China bietet Nachbarstaaten Finanzhilfen an

    China bietet fünf Nachbarstaaten Milliarden-Hilfen zum Ausbau der Infrastruktur und zur Armutsbekämpfung an. "Wir sind bereit, mit diesen fünf Staaten neue Rahmenvereinbarungen für eine vertiefte Partnerschaft zu treffen", sagte Ministerpräsident Li Keqiang nach einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua in einer Rede auf dem Gipfel der Staaten der Mekong-Region in Bangkok. Das Gesamtpaket umfasst Darlehen und Zuschüsse im Volumen von über drei Milliarden Dollar. China werde Projekte durch Lohnzuschüsse, bilaterale Währungsgeschäfte und durch die Zulassung privater Unternehmen finanzieren, kündigte Li an. Mit chinesischen Anlagen sollten in Kambodscha, Vietnam, Myanmar, Thailand und Laos die Produktionskapazitäten in den Bereichen Elektrizität, Telekommunikation, Stahl und Zement ausgebaut werden. Allein dafür stünden Sonderkredite über 1,6 Milliarden Dollar zur Verfügung. In den Ausbau der Infrastruktur wolle China eine Milliarde Dollar in den fünf Ländern investieren. China und die USA ringen derzeit um Einfluss in Südostasien, das als Wirtschaftsregion immer größere Bedeutung gewinnt. (rts)

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  • Fusionsgerücht
    Japaner schmieden Raffinerieriesen

    In der japanischen Raffinerie-Industrie bahnt sich eine Milliardenfusion an: Der Konzern Idemitsu Kosan will nach Angaben von Insidern den kleineren Rivalen Showa Shell Sekiyu übernehmen. Der Deal habe ein Volumen von mehr als vier Milliarden Dollar und könnte Anfang nächsten Jahres besiegelt werden, heißt es aus dem Umfeld der beteiligten Unternehmen. Durch die Übernahme würde der zweitgrößte Anbieter auf dem japanischen Ölraffineriemarkt entstehen mit einem Anteil von 30 Prozent. Marktführer ist JX Holdings. (rts)

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  • Währungseffekt
    Henkel leidet unter dem Rubel

    Der Dax-Konzern Henkel bekräftigt seine Jahresprognose eines operativen Gewinns von 16 Prozent, obwohl der Absturz des Rubel dem Konzern schwer zusetzt. "Wir halten an unserer Prognose für 2014 fest, obwohl wir auch viel Gegenwind haben", sagte Vorstandschef Kasper Rorsted in einem Gespräch mit der "Rheinischen Post" laut Vorabbericht. "Tatsächlich trifft uns die Abwertung des Rubels erheblich. Von den 600 Millionen Euro, die wir in den ersten neun Monaten durch die negativen Wechselkurseffekte an Umsatz verloren haben, kommt ein maßgeblicher Anteil aus der Abwertung des Rubels. Mit einem Jahresumsatz von rund 1,1 Milliarden Euro ist Russland unser viertgrößter Markt." (rts)

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Bescherung für die Bundeswehr: Deutschlands erster A400M Bescherung für die Bundeswehr Deutschlands erster A400M

Es ist das bislang teuerste Rüstungsprojekt Europas überhaupt. Pünktlich zu Weihnachten kann die Bundeswehr ihren ersten Militär-Airbus in Empfang nehmen. 39 weitere sollen folgen. Auf dem A400M ruhen große Hoffnungen. Wie stark wird das Flugzeug die deutsche Außenpolitik verändern?