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Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 31. Juli 2015
  • Konjunktur
    Einzelhandel setzt im ersten Halbjahr mehr um

    Die Kauflaune der Verbraucher lässt im deutschen Einzelhandel die Kassen klingeln. Im ersten Halbjahr 2015 setzte die Branche real (preisbereinigt) 2,5 Prozent mehr um als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein kräftiges Plus von 5,1 Prozent brachte der Juni den Händlern ein. Allerdings hatte der Monat in diesem Jahr auch zwei Verkaufstage mehr als 2014. Besonders stark legte der Internet- und Versandhandel mit 16,8 Prozent zu. Der Sommerschlussverkauf, der Ende Juli begann, spielte für die Halbjahresbilanz noch keine Rolle. Allerdings hatten viele Händler schon in den Wochen davor den Rotstift angesetzt. Der Schlussverkauf oder "Final Sale" wird immer häufiger ergänzt durch einen "Pre-, Mid- und End-Season-Sale" - also durch Rabatte zum Beginn, in der Mitte und zum Ende der Saison. Im Vergleich zum Mai 2015 sank der Einzelhandels-Umsatz im Juni um 2,3 Prozent. (dpa)

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  • Unternehmen
    ArcelorMittal meldet Umsatzeinbruch

    ArcelorMittal hat im zweiten Quartal zwar mehr verdient als erwartet. Der Umsatz brach allerdings ein und der Stahlkonzern warnte davor, dass ein höherer Wettbewerb im Stahlsektor ausgehend von Importen aus Russland und China zunehmend Probleme bereite. Das Nettoergebnis steigerte der Konzern auf 179 Millionen nach 52 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Analysten hatten lediglich mit 30 Millionen Dollar gerechnet. ArcelorMittal führte den deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr auch auf geringere Devisen-Aufwendungen zurück. Der Umsatz sank unterdessen mit 18 Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar massiv. Grund ist der starke Rückgang der Eisenerz- und Stahlpreise infolge des erhöhten Wettbewerbsdrucks. "Wir sind weiter besorgt über die hohen Importe", klagte ArcelorMittal-Chef Lakshmi Mittal bei Vorlage der Geschäftszahlen. (DJ)

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  • Unternehmen
    Hochtief legt deutlich zu

    Der Baukonzern Hochtief fährt die Früchte seines Umbaus ein. Die Essener steigerten im zweiten Quartal den operativen Vorsteuergewinn auf 163 (Vorjahr: 132) Millionen Euro, wie Hochtief mitteilte. Der Konzerngewinn kletterte auf 68,4 (53,3) Millionen Euro, der Auftragseingang legte auf sieben Milliarden Euro zu. Dabei verdiente Hochtief im Baugeschäft in Nordamerika sowie Australien deutlich mehr. Im Europa-Geschäft konnte der Konzern das Ruder herumreißen - der Bereich verdiente im Halbjahr vor Steuern 10,1 Millionen Euro, im Vorjahr stand ein Verlust von 5,2 Millionen Euro in den Büchern. Der vom Mehrheitseigner ACS entsandte Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hatte dem Traditionsunternehmen einen tiefgreifenden Umbau verordnet und zahlreiche Beteiligungen verkauft. Er will Hochtief auf das klassische Baugeschäft konzentrieren. Seine Jahresprognose bekräftigte er: Für 2015 erwartet Hochtief weiter einen operativen Konzerngewinn von 220 bis 260 Millionen Euro. (rts)

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  • Konjunktur
    Japans Preise steigen kaum

    In Japan sind die Verbraucherpreise im Juni nur minimal gestiegen. In der Kernrate lag der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 0,1 Prozent, wie veröffentlichte Regierungsdaten zeigen. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Niveau gerechnet. Die Kernrate berücksichtigt Ölprodukte, lässt aber die - üblicherweise stark schwankenden - Preise frischer Lebensmittel außen vor. In Tokio fielen die Verbraucherpreise im Juli sogar um 0,1 Prozent. Es war der erste Rückgang seit April 2013. Die Teuerung in Japan liegt weiter deutlich unter dem Ziel der Zentralbank von zwei Prozent. Die Ausgaben der Haushalte sanken im Juni um zwei Prozent, da schlechtes Wetter die Verbraucher von Einkäufen abhielt. Im Mai hatte es noch einen Anstieg von 4,8 Prozent gegeben. Ökonomen gehen davon aus, dass die japanische Wirtschaft im vergangenen Quartal deutlich abgekühlt hat. Nach Einschätzung einiger Experten ist das Bruttoinlandsprodukt sogar geschrumpft. (rts)

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