Urteil im Yukos-Fall

Russland soll einer Gruppe ehemaliger Aktionäre des zerschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos des früheren Oligarchen Chodorkowski eine Entschädigung von 50 Milliarden US-Dollar (37,2 Mrd. Euro) zahlen. Das entschied der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag.

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Start in Lissabon: TAP-Piloten fürchten die Privatisierung. Hält Airbus Jets zurück? TAP Portugal sagt Flüge ab

Die Lage der staatlichen Fluggesellschaft Portugals ist offenbar heikler als bislang bekannt. Kurzfristig müssen die Airline-Planer vor dem Wochenende mehr als drei Dutzend Flüge absagen. Angeblich fehlt es an Maschinen. Die Piloten drohen mit Streik.

Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 28. Juli 2014
  • Anlagenbau
    Gea trotzt den Deviseneffekten

    Der Anlagenbauer Gea ist im zweiten Quartal trotz der ungünstigen Wechselkursbedingungen weiter gewachsen und hat auch beim Gewinn unerwartet deutlich zugelegt. Vor allem das Geschäft mit Anlagen für die Landwirtschaft und das Segment Kühlanlagen wiesen eine solide Entwicklung auf. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte die GEA Group AG. Der Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche legte im Zeitraum von April bis Juni um 5 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro zu, was leicht über den Markterwartungen lag. Dabei wurden die Erlöse durch widrige Wechselkursbedingungen mit 3 Prozent belastet. Der Auftragseingang war rückläufig, was vor allem dem außergewöhnlich starken Ordereingang im Vorjahreszeitraum geschuldet war. Insgesamt kamen Auftrage im Wert von 1,17 Milliarden Euro ins Haus, 4,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
    Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives EBITDA) stieg um 8,1 Prozent auf 128 Millionen Euro, die Rendite kletterte damit auf 11,5 Prozent. Das Konzernergebnis legte um 7,2 Prozent auf 80,8 Millionen Euro zu, Analysten hatten mit 76 Millionen Euro gerechnet. (DJ)

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  • Unternehmen
    Bose verklagt Apple-Übernahmeziel Beats

    Der Audio-Spezialist Bose legt der milliardenschweren Übernahme der Kopfhörerfirma Beats durch Apple Steine in den Weg. Bose wirft Beats Patentverletzungen vor und reichte Klagen vor einem US-Gericht sowie der Handelskommission ITC ein. In den am Wochenende veröffentlichten Klagen geht es um fünf Patente für die Technologie zur aktiven Geräuschunterdrückung, die in Beats-Kopfhörern verwendet wird. Apple will Beats für insgesamt drei Milliarden Dollar übernehmen. Dabei soll der iPhone-Konzern vor allem an dem Musik-Streamingdienst interessiert sein, der ebenfalls zu Beats gehört. Die Kopfhörer sind zugleich ein lukratives Geschäft und könnten Apple stärker die Zielgruppe jüngerer Nutzer öffnen. (dpa)

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  • Baubranche
    Gewinneinbruch für Leighton

    Die australische Hochtief-Tochter Leighton hat im ersten Halbjahr mit höheren Kosten gekämpft. Vor allem die Ausgaben für Subunternehmen zogen deutlich an. Der Gewinn brach in den ersten sechs Monaten unter anderem deshalb um 20 Prozent auf 291 Millionen australische Dollar (203 Mio Euro) ein, wie der Konzern in Sydney mitteilte. Zudem fehlte Leighton dieses Mal ein Sondererlös aus einem Spartenverkauf wie im Vorjahr. Der Umsatz legte um 3 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar zu. Leighton bestätigte die Prognose für das laufende Jahr. Hochtief hatte seinen Anteil an Leighton zuletzt auf knapp 70 Prozent erhöht. Hochtief wird wiederum vom spanischen Konzern ACS kontrolliert. (dpa)

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  • Cash-Systeme
    Wincor Nixdorf senkt den Ausblick

    Internationale Krisen belasten den Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf. Wegen schwacher Geschäfte auf wichtigen Märkten wie Russland und der Türkei kappte das im MDax notierte Unternehmen seine Prognose. Statt eines Wachstums von 4 Prozent erwarten die Paderborner im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr nur noch stabile Erlöse. Im Vorjahr hatte Wincor Nixdorf einen Umsatz von 2,47 Milliarden Euro erzielt. Auch beim operativen Gewinn (Ebita) ist der Vorstand vorsichtiger geworden. Das Ergebnis soll zwar weiter um 17 Prozent auf 155 Millionen Euro steigen, allerdings gehört dazu nun auch ein positiver Sondereffekt. Bis Ende dieses Quartals will das Unternehmen ein nicht mehr benötigtes Firmengebäude in Singapur verkaufen. Nach neun Monaten liegt der Umsatz mit 1,8 Milliarden Euro zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn blieb mit 92 Millionen Euro stabil - allerdings steht für das dritte Quartal ein Rückgang von 12 Prozent zu Buche. Unter dem Strich verdiente Wincor in den ersten neuen Monaten 61 Millionen Euro, genauso viel wie ein Jahr zuvor. (dpa)

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  • Luftfahrt
    Ryanair verbessert die Prognose

    Europas größter Billigflieger Ryanair hebt nach einem starken Jahresstart sein Gewinnziel an. Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März 2015 soll der Überschuss nun 620 bis 650 Millionen Euro erreichen, wie das irische Unternehmen mitteilte. Bisher hatte Ryanair-Chef Michael O'Leary 580 bis 620 Millionen angepeilt. Im ersten Geschäftsquartal von April bis Juni stieg der Überschuss dank eines starken Ostergeschäfts um das Anderthalbfache auf 197 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 11 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu, nachdem die Osterreisezeit ein Jahr zuvor in den März gefallen war. Im laufenden Geschäftsjahr will Ryanair die Zahl der Fluggäste um 5 Prozent auf 86 Millionen steigern. Das Unternehmen hat dazu seine Strategie verändert: Mit fest zugeordneten Sitzplätzen, gesenkten Preisen für aufgegebenes Gepäck und einem vereinfachten Internet-Auftritt will der Billigflieger mehr Geschäftsreisende, ältere Kunden und Familien anziehen. (dpa)

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  • 37 Milliarden Euro Zuwachs pro Jahr
    Deutschland ist Gewinner des EU-Markts

    Kein Gründungsmitglied des EU-Binnenmarktes hat mehr vom Zusammenwachsen Europas profitiert als Dänemark und Deutschland. Nach Berechnungen der Prognos AG im Auftrag der Bertelsmann Stiftung ließ das Zusammenwachsen Europas das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland zwischen 1992 und 2012 in jedem Jahr um durchschnittlich 37 Milliarden Euro steigen.

    Das entspreche einem jährlichen Einkommensgewinn von 450 Euro pro Einwohner, heißt es in der Studie. Nur Dänemark (plus 500 Euro pro Kopf) habe höhere Zuwächse erzielt. Der EU-Binnenmarkt trat 1993 in Kraft. Sein Fundament ist der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Untersucht wurde die Entwicklung von 14 der 15 Gründungsstaaten (außer Luxemburg).

    Südeuropa profitierte weniger

    Diese europäische Integration habe sich für alle Gründungsländer positiv ausgewirkt, allerdings mit starken Unterschieden, heißt es in der Studie. Der EU-Binnenmarkt habe besonders jenen Ländern geholfen, die wirtschaftlich sehr eng mit den anderen EU-Ländern verflochten seien.

    So hatten die südlichen EU-Länder deutlich geringere Zuwächse als Dänemark, Deutschland oder Österreich (280 Euro). Der durchschnittliche jährliche Einkommenszuwachs, der dem EU-Binnenmarkt zugerechnet werden könne, liege in Italien bei 80, in Spanien und Griechenland bei 70 und in Portugal bei 20 Euro pro Einwohner.

    Griechenland ist hier ein Sonderfall. Im Durchschnitt der Jahre habe Griechenlands BIP durch die Integration zwar zugelegt, aber nur bis zur Schuldenkrise 2008/2009. Danach sei Griechenland praktisch vom EU-Binnenmarkt abgekoppelt worden.

    Forscher: Europäischer Arbeitsmarkt ist ausbaufähig

    Ausbaufähig sei vor allem der europäische Dienstleistungs- und Arbeitsmarkt, stellt die Studie fest. "So machen Dienstleistungen gegenwärtig rund 70 Prozent des europäischen Bruttoinlandsprodukts aus, aber nur 20 Prozent des grenzüberschreitenden Handels zwischen den EU-Ländern."

    Um dem entgegenzuwirken schlagen die Autoren der Studie vor, Dienstleistungen in der EU besser zu standardisieren und die Dienstleistungsrichtlinie vollständig umzusetzen. Zudem könnten eine schnelle und unbürokratische Anerkennung von Qualifikationen und Abschlüssen, bessere grenzüberschreitende Informationen über Stellenangebote und eine erleichterte Mitnahme von Ansprüchen in der Sozialversicherung die Arbeitsmobilität innerhalb der EU erhöhen.

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Videos Börse
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