Wirtschaft

Liveticker Zypern: +++ 21.57 Uhr Zypern billigt Teile des Rettungspakets +++

Zypern läuft die Zeit davon: Unter Hochdruck arbeitet die Regierung an einem neuen Rettungsprogramm. Die Lage ist dramatisch. Während Russland Hilfe verweigert, bleibt ungewiss, ob die Troika die neuen Pläne Zyperns akzeptieren wird.

+++ 21.57 Uhr Zypern billigt Teile des Rettungspakets +++
Das Parlament in Nikosia stimmt mehrheitlich für Einschränkungen im Kapitalverkehr und den von der EU kritisierten Solidaritätsfonds zur Rettung der Banken. Über die Zwangsabgabe auf Bankeinlagen wird am Samstag entschieden. Das ist auch die wichtigste Voraussetzung für weitere Hilfen aus der EU.

+++ 21.45 Uhr  Parlament in Zypern stimmt für Kapitalverkehr-Begrenzung +++

Das zyprische Parlament billigt den Plan der Regierung, den Kapitalverkehr begrenzen zu können. Das gilt für Überweisungen, Auszahlungen und Scheckeinlösungen.

+++ 21.40 Uhr EU verschiebt wegen Zypern Gipfeltreffen mit Japan +++

Die Europäische Union verschiebt ihr Gipfeltreffen mit Japan wegen Zypern. Das Treffen hätte am Montag in Tokio stattfinden sollen. Allerdings ist immer noch keine Lösung für die Probleme Zyperns gefunden.

+++ 21.20 Uhr Wall Street schließt mit Gewinnen +++

Auch von der nach wie vor unsicheren Lage in Zypern lassen sich die US-Anleger nicht von ihrer Kauflaune abbringen und bescheren der Wall Street einen positiven Wochenabschluss. Der Dow-Jones-Index geht mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 14.512 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 0,7 Prozent auf 1557 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq legt 0,7 Prozent auf 3245 Stellen zu.

+++ 21.00 Uhr Moody's stuft Rating griechischer Banken herab +++

Die US-Ratingagentur Moody's stuft die Bonität von drei zyprischen Banken auf "Caa3" von "Caa2" herab. Betroffen sind die Bank of Cyprus, die Cyprus Popular Bank und die Hellenic Bank. Eine weitere Herabstufung werde geprüft. Als Grund nennt Moody's die Gefahr von Verlusten bei Einlagen sowie die Unsicherheiten bei der Rekapitalisierung des maroden Bankensystems.

+++ 20.45 Uhr Griechische Neonazis demonstrieren vor deutscher Botschaft +++

Etwa tausend Anhänger der griechischen Neonazi-Partei Chryssi Avghi ("Goldene Morgenröte") demonstrieren vor der deutschen Botschaft in Athen gegen den Umgang mit dem finanziell angeschlagenen Zypern. Sie tragen bei der Kundgebung Plakate mit Aufschriften wie "Deutschland raus" und "Merkel raus". Die meisten Teilnehmer erschienen mit rasierten Köpfen und in schwarzer Kleidung. Die Partei war im vergangenen Sommer erstmals ins griechische Parlament eingezogen und lehnt die internationalen Sparauflagen für Griechenland ab. Auch etwa 200 linke Demonstranten demonstrieren in der Innenstadt von Athen. Sie rufen Sprüche wie "Griechenland und Zypern - gemeinsam gegen den Euro".

+++ 20.30 Uhr Piräus Bank übernimmt Filialen zyprischer Banken in Griechenland +++

Die griechische Piräus Bank übernimmt die Niederlassungen zweier zyprischer Banken. Das teilte die Piräus Bank mit. Den Besitzer wechseln werden die Filialen der beiden Institute Cyprus Popular Bank und Bank of Cyprus. Zum Rettungsplan für den am Abgrund stehenden Inselstaat gehört der Verkauf des Auslandsgeschäfts seiner Banken, denn der Finanzsektor soll nach dem Willen der Europäer deutlich schrumpfen.

+++ 20.00 Uhr TV: Zwangsabgabe von 15 Prozent im Gespräch +++

 Zur Vermeidung des Staatsbankrotts in Zypern ist nach Informationen des zyprischen Fernsehens nunmehr eine Zwangsabgabe von 15 Prozent auf Guthaben von mehr als 100.000 Euro im Gespräch. Das zyprische Fernsehen berichtet, dass diese Abgabe zu dem jüngsten Konzept der Regierung in Nikosia gehöre, um den in der kommenden Woche drohenden Bankrott zu vermeiden.

+++ 19.25 Uhr Zyperns Ex-Zentralbankchef greift Deutschland an +++

Der frühere Zentralbankchef Zyperns, Athanasios Orphanides, wirft den großen EU-Ländern, allen voran Deutschland, vor, die Wirtschaft seines Landes zu zerstören. "Wenn die deutsche Regierung weiter darauf beharrt, dass jede Lösung derart ist, dass sie das Wirtschaftsmodell (Zyperns) zerstört, lautet meine Frage: Wer ist der nächste? Luxemburg? Malta?", sagt Orphanides der Nachrichtenagentur AFP. Er glaube nicht, dass das "europäische Projekt unter diesen Bedingungen Überlebenschancen hat". Die Regierung Zyperns tue dagegen, was sie könne, um die Krise zu meistern.

+++ 19.00 Uhr Zyprisches Parlament berät Rettungspaket +++

Das zyprische Parlament berät über das Rettungspaket - und soll es auch billigen. Nach Informationen des staatlichen Rundfunks (RIK) läuft die Debatte seit 19.00 Uhr. Zuvor hatten sich die Chefs aller Parteien erneut mit Staatspräsident Nikos Anastasiades getroffen.

+++ 18.20 Uhr Zypern hofft auf Lösung in nächsten Stunden +++

In nur wenigen Stunden soll sich die Zukunft Zyperns entscheiden. Obwohl die Situation undurchsichtig ist, hofft der Fraktionschef der Regierungspartei Disy auf einen baldigen Durchbruch: "Wir arbeiten sehr hart daran, eine Lösung für unser Problem zu finden. Ich denke, wir können noch heute zu einem Ergebnis kommen", sagt Averof Neophytou. Das Parlament soll noch im Laufe des Abends zusammenkommen und über die von der Regierung geplanten Kapitalverkehrskontrollen und die Bankenrestrukturierung entscheiden.

+++ 17.40 Uhr Griechenland kauft Töchter zyprischer Banken +++
Griechenland schirmt sich von der Finanzkrise in Zypern ab. Der ebenfalls hoch verschuldete Mittelmeerstaat kündigte an, die heimische Piraeus-Bank werde die griechischen Töchter der von der Pleite bedrohten Bank of Cyprus und der Cyprus Popular Bank übernehmen. Voraussetzung sei die Zustimmung durch die EU-Wettbewerbsbehörden, erklärte der griechische Bankenrettungsfonds. Neben der Piraeus-Bank war zuvor auch die Alpha Bank als Käufer im Gespräch gewesen. Piraeus-Papiere gewannen mehr als 20 Prozent. Mit den Übernahmen ermöglicht Griechenland Zypern, seinen völlig überdimensionierten Bankenapparat zu schrumpfen. Die Abtrennung der griechischen Filialen war eine Bedingung für internationale Hilfen. Im Gegenzug sollten die Tochterunternehmen von einer umstrittenen einmaligen Abgabe auf Spareinlagen ausgenommen werden.

+++ 16.40 Uhr Eurogruppe wartet auf Alternativplan +++
Die Eurogruppe hat noch keine neuen Vorschläge aus Zypern zum europäischen Rettungspaket empfangen. "Die Situation ist sehr unsicher, wir warten auf die Alternativen, die Zypern vorschlägt", sagte der Eurogruppen-Vorsitzende Jeroen Dijsselbloem dem niedländischen Radio. Dijsselbloem bekräftigte, dass ein Beitrag der zyprischen Banken unvermeidlich sei. "Die Euroländer legen einen hohen Beitrag auf den Tisch. Zypern muss auch seinen Beitrag liefen." Auf Spekulationen über einen möglichen Austritt des Inselstaates aus der Eurozone wollte Dijsselbloem nicht eingegen. Die Euroländer strebten nach wie vor eine "gemeinsame" Lösung an, sagte er.

+++ 16.20 Uhr Bank of Cyprus fordert Zwangsabgabe +++
Der Chef der größten zyprischen Bank, der Bank of Cyprus, Andreas Artemis, hat die zyprische Regierung aufgerufen, "ohne weitere Verzögerungen den Vorschlag der Eurogruppe (wieder) einzuführen." Anderenfalls könnten nach einem Zusammenbruch des Banksystems die Geldeinlagen aller Menschen verloren gehen. Tausende Menschen würden ihren Arbeitsplatz verlieren. Zunächst hatte die Regierung eine solche Zwangsabgabe auf Geldeinlagen abgelehnt, signalisiert der Troika nun jedoch Entgegenkommen zu "Plan A".

+++ 15.40 Uhr Regierungspartei: Rettung nach Plan A möglich +++
Die zyprische Regierungspartei hält eine Lösung der Krise im Rahmen des jüngst ausgehandelten Rettungspakets binnen weniger Stunden für möglich. "Es gibt vorsichtigen Optimismus, dass wir in den nächsten Stunden eine Einigung erzielen könnten, die das Parlament billigen könnte", sagte der stellvertretende Parteichef Averof Neophytou. Diese besonderen Maßnahmen stünden im Einklang mit dem Rettungspaket, dass die Regierung mit Zyperns Euro-Partnern ausgehandelt habe. Bisher hatten zyprische Politiker dieses Paket, das einen Eigenbeitrag von Bankkunden zur Sanierung der Staatsfinanzen vorsieht, strikt abgelehnt.

+++ 15.30 Uhr Krisengipfel am Sonntag oder Montag möglich +++
Die Finanzminister der Euro-Staaten könnten an diesem Sonntag oder Montag zu einem Krisentreffen in Brüssel zusammenkommen, um ein revidiertes Hilfspaket für Zypern zu beschließen. Das berichteten EU-Diplomaten in Brüssel. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem werde aber nur ein Treffen einberufen, wenn es einen belastbaren Vorschlag aus Zypern gebe.

+++ 15.20 Uhr Zypern-Sorgen an Märkten schwinden +++
An den Finanzmärkten entspannt sich die Furcht vor einer dramatischen Entwicklung in Zypern. Der Euro steigt in rascher Bewegung über die Marke von 1,30 Dollar, auch die Aktienmärkte in den USA und Deutschland verzeichnen - wenn teils auch übersichtliche - Kursgewinne. Der Markt klammere sich an die Hoffnung, dass Zypern in den kommenden drei Tagen eine Lösung für seine Probleme finden werde, sagt Thu Lan Nguyen, Analyst bei der Commerzbank. Selbst wenn der Extremfall einträte und Zypern die Eurozone verließe, wäre die Ansteckungsgefahr ungleich geringer, als die Menschen im Fall von Griechenland befürchtet hätten.

+++ 13.20 Uhr EU prüft Zyperns Pläne +++
Die EU-Kommission hat neue Vorschlägen aus Zypern für ein Hilfspaket noch nicht bewertet. "Wir prüfen das noch im Detail", sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn. Dabei geht es insbesondere um den Plan, mit einem neuen Fonds 5,8 Mrd. Euro zusammenzubringen. Die Eurogruppe fordert von der Inselrepublik einen Eigenbeitrag in dieser Höhe, um das Hilfspaket von 10 Mrd. Euro aufzulegen. Eine Zwangsabgabe auf Bankkonten war zu Wochenbeginn im Parlament in Nikosia durchgefallen.

+++ 13.10 Uhr Zyperns größte Bank warnt vor Euro-Aus +++
Die größte zyprische Bank warnt vor einem Austritt aus der Eurozone und wirbt für die von der EU vorgeschlagene Sonderabgabe auf Bankeinlagen über 100.000 Euro. "Weil deutlich wurde, dass es keine alternative Lösung gibt, darf es keine weitere Verzögerung bei der Annahme des Rettungspakets geben", teilte die Bank of Cyprus mit. Dabei sei eine Zwangsabgabe auf Bankguthaben das geringere Problem: Sollte das Bankensystem zusammenbrechen, wären alle Einlagen verloren. Ein Austritt aus der Euro-Zone sei keine Lösung: "Schließlich wollen wir deutlich machen, dass jede Rückkehr zum zyprischen Pfund einen deutlichen Verlust bei Vermögenswerten sowie einen Teufelskreis aus Abwertung und Hyperinflation nach sich zieht."

+++ 12.55 Uhr Zypern in "harten Verhandlungen"+++
In der Zypern-Krise rückt die Entscheidung über Rettung oder Pleite des Landes näher. Die zyprische Regierung stehe in "harten Verhandlungen" mit der Gläubiger-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds, sagte Regierungssprecher Christos Stilianides. "In einigen Stunden sind wir aufgerufen, große Entscheidungen zu treffen." Die Beschlüsse, die das Parlament am Freitag zu treffen habe, würden zweifelsohne "schmerzhafte Aspekte" enthalten. "Aber das Land muss gerettet werden", sagte der Regierungssprecher.

+++ 11.40 Uhr Zyperns Zentralbankchef mahnt zur Eile +++
Der Chef der zyprischen Zentralbank, Panikos Demetriades, hat zur Eile bei der Rettung des Landes und seiner Banken vor der Pleite gemahnt. "Wenn wir keinen Plan vorlegen, dann wird die europäische Zentralbank unseren Banken am Montag den Geldhahn zudrehen und das Land geht Bankrott", sagte er. Demetriades bekräftigte den Plan, die zyprische Popular Bank (Laiki Bank) durch eine Aufspaltung vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

+++ 11.20 Uhr Parlament stimmt erst am Nachmittag ab +++
Zyperns Parlament lässt sich bei der Entscheidung über den "Plan B" zur Rettung der Banken und des Landes vor der Pleite weiter Zeit. Wie das staatliche Fernsehen berichtet, soll das Parlament entgegen ersten Planungen erst am Nachmittag tagen. Eine Zeit wurde nicht genannt. Am Donnerstagabend hatten die Abgeordneten die Abstimmung auf Freitag verschoben. Zunächst hatte es geheißen, die Sitzung beginne am Morgen.

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+++ 10.40 Uhr Merkel akzeptiert Zyperns Plan nicht +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt einen Zugriff auf den zyprischen Pensionsfonds zur Sanierung der Bankenbranche ab. Die EU dürfe auf keinen Fall ihre Prinzipien aufgeben, sagte Merkel in einer Sitzung der FDP-Fraktion. Sie betonte, die Eurogruppe werde weiter darauf hinweisen, was für Zypern auf dem Spiel stehe. "Wir wollen, dass Zypern in der Eurozone bleibt", bekräftigte sie zugleich.

+++ 10.25 Uhr Zypern-Krise lässt deutsche Sparer kalt +++
Bei Deutschlands Sparern ist die Sorge um ihre Guthaben trotz der Diskussion und die ursprünglich geplante Zwangsabgabe zur Beteiligung von Anlegern an der Rettung Zyperns nicht gewachsen. Nur jeder Zweite (48 Prozent) sei derzeit besorgt um seine finanziellen Rücklagen, wie aus veröffentlichten Daten des ARD-"DeutschlandTrends" hervorgeht.

+++ 9.55 Uhr Parlament verschiebt Sitzung +++
Der Beginn der Sondersitzung des Parlaments in Zypern, das sich mit dem neuen Rettungsplan für das Land beschäftigen soll, verzögert sich. Die Sitzung sollte um 10.00 Uhr Ortszeit (09.00 Uhr MEZ) beginnen. Medienberichten wurde sie aber verschoben, weil sich der Finanzausschuss erneut mit der Gesetzesvorlage für den geplanten "Nationalen Solidaritätsfonds" beschäftigte. Wann die Sitzung beginnen sollte, blieb zunächst unklar.

+++ 9.50 Uhr Merkel warnt Zypern +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das finanziell angeschlagene Zypern davor gewarnt, die Geduld der Euro-Partner im Ringen um ein Rettungspaket auszureizen. Es könne nicht sein, dass Nikosia die Grenzen der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds testen wolle, sagte Merkel nach Teilnehmerangaben in einer Sondersitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Finanzminister Wolfgang Schäuble wird mit den Worten zitiert, Zypern könne von der Troika nicht verlangen, dass alles so bleibe wie es ist.

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+++ 8.40 Uhr Russland lässt Zypern abblitzen +++
Russland verweigert Zypern neue Finanzhilfen. "Die Verhandlungen sind beendet", sagte Finanzminister Anton Siluanow. Es gebe kein Interesse an den Vorschlägen des zyprischen Finanzministers Michalis Sarris. Die Regierung der Mittelmeerinsel habe Russland unter anderem vorgeschlagen, den Zugang zur Gasförderung vor Zypern zu ermöglichen. "Unsere Investoren haben sich die Frage angesehen. Ein Interesse gab es nicht", sagte Siluanow.

+++ 8.15 Uhr Unionsfraktion lehnt Zyperns Vorschlag ab +++
Unionsfraktionschef Volker Kauder hält nichts von Zyperns Plan, für einen Solidaritätsfonds auch die Rentenkassen heranzuziehen. "Ich glaube nicht, dass das ein Vorschlag ist, der zielführend wird", sagte der CDU-Politiker in der ARD. Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble habe darauf hingewiesen, dass er diesen Punkt nicht akzeptieren könne. Ohne Zustimmung des Bundestags kann sich Deutschland nicht an einem Hilfspaket für Zypern beteiligen.

+++ 8.05 Uhr Russland hilft Zypern nicht +++
Zyperns Finanzminister Michalis Sarris kehrt mit leeren Händen nach Zypern zurück. Medienberichten zufolge wird Russland Zypern keine neue finanzielle Hilfe gewähren. "Die Lage ist ernst", wird Sarris zitiert.

+++ 7.45 Uhr Finanzminister reist aus Moskau ab +++
Nach mehreren Gesprächsrunden mit Vertretern der russischen Führung ist Zyperns Finanzminister Michalis Sarris am Morgen wieder aus Moskau abgereist. Unklar war zunächst, ob ein Abkommen zwischen beiden Seiten zur Unterstützung des vor der Pleite stehenden Landes vereinbart wurde.

+++ 7.30 Uhr Asiens Börsen schließen schwächer +++
An Asiens Aktienmärkten trübt die drohende Pleite Zyperns die Stimmung. Zusätzlich belastet von einem wieder etwas stärkeren Yen führt der Nikkei-Index mit einem Minus von 1,5 Prozent die Liste der Verlierer an.

+++ 06.35 Uhr Rehn gibt sich zuversichtlich +++
EU-Währungskommissar Olli Rehn zeigt sich nach einer Telefonkonferenz der Eurogruppe vorsichtig optimistisch. "Wir scheinen einen ausgeprägteren Geist der Kooperation auf Seiten der zyprischen Behörden zu sehen", sagte sein Sprecher. Besonders begrüßenswert sei es, dass Zypern seinen Rettungsplan nun der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds vorlegen wolle. "Unsere Leute werden diesen Vorschlag sorgfältig prüfen", so der Sprecher. Damit solle am Freitagmorgen begonnen werden.

+++ 6.25 Uhr Schäuble sieht Zyperns Plan skeptisch +++
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich einem Zeitungsbericht zufolge kritisch zu Zyperns Rettungsplan geäußert. Im Koalitionsausschuss sagte Schäuble, er habe massive Zweifel, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet. Mit "Kosmetik alleine ist es nicht getan", zitierten Sitzungsteilnehmer den Bundesfinanzminister. Zypern müsse sich "bewegen und ernsthaft sparen."

+++ 4.40 Uhr EZB will Kapitalflucht stoppen +++
Die Europäische Zentralbank bereitet laut "Handelsblatt" Schritte zur Verhinderung einer massiven Kapitalflucht aus dem Krisenland Zypern vor. Demnach sollen Zyperns Bürger nach dem Willen der EZB für eine längere Zeit nur einen begrenzten Betrag an Bargeld an Geldautomaten abheben können. Zusätzlich sei im Gespräch, die Spareinlagen vollständig einzufrieren und Überweisungen nur mit einer vorherigen Genehmigung der nationalen Zentralbank zu erlauben. Wie lange die Gelder auf den Sparkonten gesperrt werden, sei noch nicht entschieden.

Das Protokoll der Zypern-Krise

Quelle: n-tv.de

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