Wirtschaft

Liveticker zu Griechenland: +++ 22:21 Finanzminister verlangen von Athen Nachbesserungen +++

+++ 22:21 Finanzminister verlangen von Athen Nachbesserungen +++
Die Euro-Finanzminister arbeiten an einer Erklärung, die zusätzliche Reformen von Griechenland verlangen soll. Vielen Delegationen reicht die vorgelegte Liste zu Spar- und Reformmaßnahmen noch nicht aus. Es gehe auch um die rasche Verabschiedung von Reformen schon von der kommenden Woche an, um Vertrauen zu schaffen. Das berichten Diplomaten nach rund siebenstündigen Verhandlungen der Euro-Finanzminister. Die Erklärung richte sich an die Staats- und Regierungschefs der Eurozone, die am Sonntag in Brüssel tagen.

+++ 21:23 Schäubles Plan mit Merkel abgestimmt +++
Sollten die Verhandlungen zwischen Griechenland und den Geldgebern über ausreichende Bedingungen für Hilfen scheitern, schlägt das Bundesfinanzministerium einen vorübergehenden Austritt Athens aus dem Euro vor. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen trägt Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Vorschlag von Finanzminister Wolfgang Schäuble mit. "Alles, was Schäuble macht, ist mit der Bundeskanzlerin abgesprochen", sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter. "Alles, was er sagt und tut, ist mit der Kanzlerin koordiniert worden", erklärt ein Vertreter des Finanzministeriums.

Ergänzung: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, war auch SPD-Chef Sigmar Gabriel von den Plänen unterrichtet.

+++ 21:11 Hintze fordert geschlossenes Unions-Votum +++
Erst müssen sich die Euro-Finanzminister einigen, dann die EU-Staats- und Regierungschefs. Dann aber auch noch der Bundestag. Vor einer wahrscheinlichen Sondersitzung entbrennt in der Unionsfraktion ein Streit. Der Vorsitzende der größten NRW-Landesgruppe, Peter Hintze, fordert ein geschlossenes Votum. "Die deutsche Haltung bestimmt nach gründlicher Überlegung und nach den Gesprächen in der Koalition alleine die Kanzlerin", sagt er der "Welt am Sonntag". "Raum für eine abweichende Position der Fraktion sehe ich nicht."

+++ 20:58 Finanzminister-Sitzung wird unterbrochen +++
Griechische Medien berichten, dass die Sitzung der Eurogruppe in Brüssel vorübergehend unterbrochen wurde. Finanzminister Euklid Tsakalotos habe Kontakt mit Regierungschef Alexis Tsipras aufgenommen. Einzelheiten wurden jedoch nicht bekannt.

+++ 20:23 Euro-Minister verlangen weitere Zugeständnisse +++
Neues aus der Sitzung der Euro-Finanzminister: Wie es aus Diplomatenkreisen heißt, verlangen die Minister von Griechenland weitere Zugeständnisse. Nur dann könne man Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm eröffnen, heißt es.

+++ 19:43 Krisengipfel verläuft sehr kontrovers +++
Seit mehreren Stunden sitzen die Euro-Finanzminister in Brüssel zusammen und beraten über die griechischen Reformvorschläge - und dass offenbar hitzig. Die Krisensitzung verlaufe sehr kontrovers, berichteten Diplomaten. Von deutscher Seite werde darauf gedrungen, staatliche Strukturen zu ändern. Neben Deutschland zeigten sich mehr als neun weitere Eurostaaten skeptisch angesichts der Athener Vorschläge. Unterstützung für Griechenland komme vor allem aus Frankreich und einigen anderen Ländern. Völlig offen ist, ob es eine Empfehlung gebe, Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm aufzunehmen.

+++ 19:10 SPD lehnt Schäubles Grexit-Vorschlag ab +++
Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Carsten Schneider weist den Vorschlag des Bundesfinanzministeriums zurück, dass Griechenland für mindestens fünf Jahre die Eurozone verlassen müsse, wenn die Reformvorschläge nicht nachgebessert würden. "Es wird eine Einigung im Euro geben", twittert er. Das Finanzministerium müsse scheinbar seine Rolle an der Seitenlinie kompensieren, fügt er an.

+++ 18:20 Schäuble bringt Grexit auf Zeit ins Spiel +++
Die griechischen Reformvorschläge gingen am Donnerstagabend ein. Heute leitet das deutsche Finanzministerium seine negative Beurteilung den anderen Eurostaaten zu, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "In diesen Vorschlägen fehlen zentral wichtige Reformbereiche, um das Land zu modernisieren und um über lange Sicht Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung voranzubringen", heißt es demnach in dem Positionspapier. Sie seien keine Grundlage "für ein komplett neues, auf drei Jahre angelegtes ESM-Programm". Zwei Wege schlägt das Finanzministerium vor: Griechenland verbessert seine Vorschläge rasch und umfassend, mit voller Unterstützung des Parlaments oder mit Athen wird über eine "Auszeit" verhandelt - das Land verlässt die Eurozone für mindestens fünf Jahre und restrukturiert seine Schulden, bleibt aber EU-Mitglied.

Hier finden Sie die ausführliche Meldung dazu.

Anmerkung: Die ursprüngliche Überschrift "Deutschland schlägt Grexit auf Zeit vor" wurde präzisiert.

 

+++ 22:21 Finanzminister verlangen von Athen Nachbesserungen +++
Die Euro-Finanzminister arbeiten an einer Erklärung, die zusätzliche Reformen von Griechenland verlangen soll. Vielen Delegationen reicht die vorgelegte Liste zu Spar- und Reformmaßnahmen noch nicht aus. Es gehe auch um die rasche Verabschiedung von Reformen schon von der kommenden Woche an, um Vertrauen zu schaffen. Das berichten Diplomaten nach rund siebenstündigen Verhandlungen der Euro-Finanzminister. Die Erklärung richte sich an die Staats- und Regierungschefs der Eurozone, die am Sonntag in Brüssel tagen.

+++ 21:23 Schäubles Plan mit Merkel abgestimmt +++
Sollten die Verhandlungen zwischen Griechenland und den Geldgebern über ausreichende Bedingungen für Hilfen scheitern, schlägt das Bundesfinanzministerium einen vorübergehenden Austritt Athens aus dem Euro vor. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen trägt Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Vorschlag von Finanzminister Wolfgang Schäuble mit. "Alles, was Schäuble macht, ist mit der Bundeskanzlerin abgesprochen", sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter. "Alles, was er sagt und tut, ist mit der Kanzlerin koordiniert worden", erklärt ein Vertreter des Finanzministeriums.

Ergänzung: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, war auch SPD-Chef Sigmar Gabriel von den Plänen unterrichtet.

+++ 21:11 Hintze fordert geschlossenes Unions-Votum +++
Erst müssen sich die Euro-Finanzminister einigen, dann die EU-Staats- und Regierungschefs. Dann aber auch noch der Bundestag. Vor einer wahrscheinlichen Sondersitzung entbrennt in der Unionsfraktion ein Streit. Der Vorsitzende der größten NRW-Landesgruppe, Peter Hintze, fordert ein geschlossenes Votum. "Die deutsche Haltung bestimmt nach gründlicher Überlegung und nach den Gesprächen in der Koalition alleine die Kanzlerin", sagt er der "Welt am Sonntag". "Raum für eine abweichende Position der Fraktion sehe ich nicht."

+++ 20:58 Finanzminister-Sitzung wird unterbrochen +++
Griechische Medien berichten, dass die Sitzung der Eurogruppe in Brüssel vorübergehend unterbrochen wurde. Finanzminister Euklid Tsakalotos habe Kontakt mit Regierungschef Alexis Tsipras aufgenommen. Einzelheiten wurden jedoch nicht bekannt.

+++ 20:23 Euro-Minister verlangen weitere Zugeständnisse +++
Neues aus der Sitzung der Euro-Finanzminister: Wie es aus Diplomatenkreisen heißt, verlangen die Minister von Griechenland weitere Zugeständnisse. Nur dann könne man Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm eröffnen, heißt es.

 

+++ 19:43 Krisengipfel verläuft sehr kontrovers +++
Seit mehreren Stunden sitzen die Euro-Finanzminister in Brüssel zusammen und beraten über die griechischen Reformvorschläge - und dass offenbar hitzig. Die Krisensitzung verlaufe sehr kontrovers, berichteten Diplomaten. Von deutscher Seite werde darauf gedrungen, staatliche Strukturen zu ändern. Neben Deutschland zeigten sich mehr als neun weitere Eurostaaten skeptisch angesichts der Athener Vorschläge. Unterstützung für Griechenland komme vor allem aus Frankreich und einigen anderen Ländern. Völlig offen ist, ob es eine Empfehlung gebe, Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm aufzunehmen.

+++ 19:10 SPD lehnt Schäubles Grexit-Vorschlag ab +++
Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Carsten Schneider weist den Vorschlag des Bundesfinanzministeriums zurück, dass Griechenland für mindestens fünf Jahre die Eurozone verlassen müsse, wenn die Reformvorschläge nicht nachgebessert würden. "Es wird eine Einigung im Euro geben", twittert er. Das Finanzministerium müsse scheinbar seine Rolle an der Seitenlinie kompensieren, fügt er an.

+++ 18:50 Hofreiter: "Gläubiger sind am Zug" +++
Der Grünen Fraktionschef Anton Hofreiter lobt die parteiübergreifende Unterstützung des griechischen Parlaments für die Reformvorschläge der Regierung. "Die griechische Regierung hat sich weit auf die Gläubiger zubewegt", sagt er und fügt an: "Jetzt sind die Gläubiger am Zug." Hofreiter hofft nun auf einen fairen Kompromiss. "Vom heutigen Finanzministertreffen wünsche ich mir ein klares Bekenntnis, dass Griechenland im Euro bleibt. Ich erwarte, dass auch Wolfgang Schäuble dazu beiträgt, dass auf beiden Seiten zerstörtes Vertrauen wieder wachsen und ein fairer Kompromiss gefunden werden kann."

+++ 18:20 Schäuble bringt Grexit auf Zeit ins Spiel +++
Die griechischen Reformvorschläge gingen am Donnerstagabend ein. Heute leitet das deutsche Finanzministerium seine negative Beurteilung den anderen Eurostaaten zu, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "In diesen Vorschlägen fehlen zentral wichtige Reformbereiche, um das Land zu modernisieren und um über lange Sicht Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung voranzubringen", heißt es demnach in dem Positionspapier. Sie seien keine Grundlage "für ein komplett neues, auf drei Jahre angelegtes ESM-Programm". Zwei Wege schlägt das Finanzministerium vor: Griechenland verbessert seine Vorschläge rasch und umfassend, mit voller Unterstützung des Parlaments oder mit Athen wird über eine "Auszeit" verhandelt - das Land verlässt die Eurozone für mindestens fünf Jahre und restrukturiert seine Schulden, bleibt aber EU-Mitglied.

Hier finden Sie die ausführliche Meldung dazu.

Anmerkung: Die ursprüngliche Überschrift "Deutschland schlägt Grexit auf Zeit vor" wurde präzisiert.

+++ 17:24 Faymann: "Sind einer Einigung näher als früher" +++
Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann sieht gute Chancen für eine Einigung Griechenlands mit seinen Geldgebern. Der Tageszeitung "Österreich" sagt er: "Wir sind sicher einer Einigung näher als früher, ich würde sogar sagen: Die Chancen für eine Einigung auf ein Griechen-Hilfsprogramm waren noch nie so gut wie jetzt". Er räumt jedoch ein, dass es Bedenken gibt: "Wir sind vom endgültigen Ja für das Hilfsprogramm dennoch weit entfernt, weil einige Länder das Vertrauen in Griechenland verloren haben." Griechenlands Premier Alexis Tsipras müsse viele Dinge konkretisieren und nachbessern.

+++ 16:48 SPD stellt Bedingung für drittes Hilfspaket +++
Die griechische Regierung soll sich scharfen Kontrollen der zugesagten Reformen unterwerfen - nur dann will die SPD-Bundestagsfraktion einem dritten Hilfspaket zustimmen. Das kündigt Fraktionschef Thomas Oppermann im "Tagesspiegel am Sonntag" an. Ein neues Hilfsprogramm für Griechenland gebe es nur gegen die verbindliche Zusage von Reformen und eigenen Anstrengungen, sagt er. "Finanzielle Unterstützung darf nur Zug um Zug und nur jeweils nach erbrachten Reformleistungen freigegeben werden. Deren Umsetzung muss permanent überwacht werden." Ein drittes Hilfspaket bedarf der Zustimmung des Bundestags.

+++ 16:25 Berlin gegen Schuldenlaufzeit von 60 Jahren +++
Dow Jones meldet unter Berufung auf zwei europäische Vertreter, dass sich Deutschland gegen eine Ausweitung der Laufzeit der griechischen Schulden aus Rettungsmitteln auf 60 Jahre ausgesprochen hat. Die Quellen bezogen sich demnach auf das Treffen der Finanz-Staatssekretäre der Eurozone am Vormittag. Der Internationale Währungsfonds hatte vorgeschlagen, die durchschnittliche Laufzeit von 30 Jahren auf das Doppelte auszudehnen. Dadurch würden die Schulden für das Land tragbarer.

+++ 16:10 Der Taxifahrer nimmt auch Drachmen +++
n-tv Korrespondent Dirk Emmerich berichtet derzeit aus Athen und macht im Taxi eine erstaunliche Entdeckung:

 

+++ 15:58 Schäubles Statement in ganzer Länger +++
Die Äußerungen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor dem Treffen der Finanzminister sind nun auch als Video verfügbar.

 

+++ 15:43 Euro-Finanzminister beginnen ihre Sitzung +++
Die Sitzung der Finanzminister der Eurozone in Brüssel hat begonnen. Sie beraten über die Spar- und Reformvorschläge, die Athen am Donnerstagabend vorgelegt hat. Lehnen die Euro-Minister die Vorschläge ab, wird ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro wahrscheinlicher. Die Finanzminister könnten mit einem "Ja" jedoch auch neue Verhandlungen mit Athen einleiten.

+++ 15:28 Schäuble: "Vorschläge reichen nicht" +++
Jetzt kommt auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble an. Er sieht die neuen Spar- und Reformvorschläge aus Griechenland skeptisch. "Wir werden außergewöhnlich schwierige Verhandlungen haben", sagt er. "Die Vorschläge Athens reichen bei weitem nicht." Einen Schuldenerlass für Euro-Länder hält Schäuble für nicht möglich.

 

+++ 15:12 Dijsselbloem sieht noch großes Vertrauensproblem +++
Auch Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem kommt nun an. Er erwartet ein schwieriges Treffen. Es gebe immer noch viel Kritik an den Vorschlägen aus Athen, sagt er und fügt an: "Wir sind noch nicht am Ende angelangt." Er spricht auch von einem großen Vertrauensproblem, ob Griechenland das umsetzen kann, was die Reformliste verspricht.

+++ 15:00 Wien verlangt Nachbesserungen +++
Nach und nach trudeln die Finanzminister der Euroländer ein - und äußern sich vor den Journalisten. Der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling verlangt von Griechenland deutliche Nachbesserungen an den Reformvorschlägen. Der größte Brocken sei die Frage, welche Garantien es gebe, dass das, was vorgeschlagen worden sei, auch umgesetzt werde, sagt Schelling vor Beginn des Eurogruppen-Treffens.

+++ 14:51 Einige Länder haben Bedenken wegen Reformplänen +++
Nach Angaben der Niederlande haben mehrere Euro-Länder Bedenken gegen ein neues Rettungsprogramm für Griechenland. Die Vorlage von Reformplänen sei zwar "ein Schritt vorwärts", sagt der niederländische Finanzstaatssekretär Eric Wiebes in Brüssel. Zugleich aber hätten "viele Regierungen" einschließlich der niederländischen "ernsthafte Bedenken", ob Griechenland die Vorschläge auch umsetzen wolle und könne.

+++ 14:31 Finnlands Finanzminister kommt - und schweigt +++
Journalisten wundern sich: Finnlands Finanzminister Alexander Stubb kommt zum Eurogruppen-Treffen - und sagt nichts.

Nachtrag: Stubb erklärt sein Schweigen - er wollte sich schnell auf den letzten Stand bringen.

 

+++ 14:16 Hilfe bei Suche nach Geldautomaten mit Cash +++
Griechen brauchen auf der Suche nach gefüllten Geldautomaten nicht mehr umherirren. Eine neue App informiert, wo noch Cash vorhanden ist und ob nur 50-Euro- oder auch 20-Euro-Scheine ausgespuckt werden. 

+++ 13:52 Moscovici: "Umsetzung der Reformen entscheidend" +++
Pierre Moscovici lobt die griechischen Reformvorschläge vor dem Eurogruppen-Treffen in Brüssel. Es sei sehr wichtig, dass das Parlament in Athen seine massive Zustimmung zu den Reformvorschlägen gegeben habe. Alle Seiten müssten jetzt den Willen zeigen, eine Lösung zu finden. Die Umsetzung von Reformen sei dafür entscheidend, ergänzt der EU-Finanzkommissar.

+++ 13:44 Lagarde verbreitet Optimismus +++
Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, zeigt sich vor den Gesprächen der Eurogruppe in Brüssel zuversichtlich. "Ich denke, wir sind hier, um erhebliche weitere Fortschritte zu machen", sagt sie bei ihrem Eintreffen.

+++ 13:31 Presse wartet auf Schäuble +++
Unmittelbar vor dem Krisengipfel der Finanzminister wird Schäuble eine Einschätzung der Lage geben. Ob man Tageslicht wirklich als gutes Omen werten kann?

 

+++ 13:19 Krisengipfel-Marathon: Die Termine am Wochenende +++
Heute ab 15 Uhr wollen die Finanzminister der Eurozone in Brüssel über die Spar- und Reformvorschläge aus Athen beraten. Wenn Wolfgang Schäuble dort eintrifft, will er sich erstmals zu den neuen Plänen äußern. Falls die Antwort der Minister Nein lautet, dürfte ein Grexit die Folge sein. Am Sonntag ist deshalb ein Sondertreffen der 19 Regierungs- und Staatschefs der Euroländer geplant. Stimmen die Finanzminister heute mit Ja, könnte diese Sitzung entfallen. Es wird auf jeden Fall spannend.

 

+++ 12:41 Schäuble will sich vor Euro-Sitzung äußern +++
Finanzminister Wolfgang Schäuble will sich unmittelbar vor dem Krisentreffen der Euro-Finanzminister in Brüssel erstmals zu den neuen Sparvorschlägen aus Griechenland äußern. Der Minister werde bei seinem Eintreffen eine Einschätzung der Lage geben, heißt es. Das Ergebnis der Diskussion im Kreis der Euro-Finanzminister sei völlig offen. Der Krisengipfel der Minister beginnt um 15 Uhr.

+++ 11:11 Wie viel Geld braucht Athen? Institutionen machen die Rechnung auf +++
Nach Berechnung der drei sogenannten Institutionen benötigt Griechenland frische Mittel in Höhe von 74 Milliarden Euro. Dies stellen die Europäische Zentralbank, die EU-Kommission und der Internationale Währungsfonds (IWF) gemeinsam fest. 16 Milliarden Euro würden dabei auf den IWF entfallen, falls dieser sich an einem Hilfspaket beteiligt. Die Euro-Finanzminister treffen sich um 15 Uhr in Brüssel zu einer Krisensitzung, um über neue Hilfen und ein Reformpaket für Griechenland zu beraten.

Mehr zum Thema schwarze Löcher in Athen finden Sie hier

+++ 10:56 Lafontaine für Rückkehr zu Einzelwährungen in Europa +++
Für Oskar Lafontaine ist der Euro gescheitert. Im Interview mit dem "Spiegel" bezeichnet er ihn als "Rückschritt im historischen Projekt der Europäischen Integration." Der ehemalige Chef der Linken fordert deshalb eine Rückkehr zu der sogenannten Währungsschlange, in der eine Bandbreite von Wechselkursen für die verschiedenen europäischen Währungen festgelegt wird.

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+++ 10:31 FT: Tsipras mit dem Rücken zur Wand +++
"Man muss wissen, wann man verloren hat". Tsipras trägt diese Erkenntnis offenbar schon seit Teenager-Tagen mit sich herum, wie der Korrespondent der "Financial Times" schreibt.

Tsipras weiß, dass er mit seinen Wahlversprechen bricht, wenn er auf die Forderungen der Gläubiger eingeht. Das Sparprogramm sei hart und nicht im Einklang mit den Wahlversprechen seiner Partei, sagte er heute Nacht im Parlament. Athen habe aber keine andere Wahl.

+++ 10:18 Athener Presse: Schwere Zeiten für Linksbündnis +++
Nach der Abstimmung im griechischen Parlament über die Spar- und Reformvorschläge der Regierung von Alexis Tsipras sieht die Athener Presse schwere Zeiten auf das regierende Linksbündnis Syriza zukommen. "Syriza steht vor ernsthaften Bedrohungen", titelt die linksliberale Zeitung "Ta Nea".

Bilderserie

+++ 10:02 Österreich: "Sehr lange Laufzeiten" für Kredite denkbar +++
Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann hält eine deutliche Verlängerung der Rückzahlungsfristen für Griechenlands Kredite für denkbar. Wegen der Misere in dem Land seien "sehr lange Laufzeiten" zu rechtfertigen, sagte der Sozialdemokrat am Samstag im Ö1-Morgenjournal. Zugleich sprach er sich gegen einen "klassischen" Schuldenschnitt aus.

+++ 8:55 Geldgeber schicken Bewertung an Eurogruppe +++
Die Geldgeber-Institutionen schicken ihre Einschätzung der griechischen Reformvorschläge an die Euro-Finanzminister. "Bewertung der Institutionen erhalten", schreibt der Sprecher von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem auf Twitter. Zum Inhalt macht er keine Angaben. Zuvor war aber bereits aus Brüsseler EU-Kreisen verlautet, dass die Geldgeber aus EU-Kommission, IWF und EZB im Grundsatz mit den Athener Spar- und Reformplänen zufrieden sind.

Chart

+++ 8:26 Wie der Euro auf den Kurswechsel in Athen reagiert +++
Das griechische Schuldendrama hat den Euro-Kurs zuletzt kräftig schwanken lassen. Erfreulich: Pünktlich zu den Sommerferien steigt der Euro wieder. Grund ist die überraschende Kehrtwende im griechischen Schuldenstreit. Am Freitag legte der Euro von 1,1046 auf in der Spitze 1,1218 Dollar zu. Das war der höchste Stand seit Ende Juni. Heute notiert er allerdings wieder leicht unter dieser Marke.

Was unser Geld im Urlaub wert ist, wo es Wechselkursschnäppchen gibt und der Urlaub sich besonders lohnt, sehen Sie hier.

+++ 7:33 Vorfall zwischen Varoufakis' Sicherheitsleuten und griechischem Reporter +++
Die Zeitung "To Proto Thema" berichtet, ein Reporter der Zeitung sei von einem der Sicherheitsleute Varoufakis' angegriffen worden, als er den Ex-Minister fotografierte. Der Polizist und der Reporter zeigten sich gegenseitig an.

 

+++ 7:28 Varoufakis ist dann mal im Urlaub +++
Der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat - wie wir gestern bereits erfahren haben - nicht an der spätabendlichen Sitzung des Athener Parlaments teilgenommen und damit auch nicht abgestimmt. Aber warum? Hat er sich klammheimlich davon gemacht? Mitnichten. Er hat sich ordnungsgemäß bei Twitter abgemeldet und familiäre Verpflichtungen angeführt.

Würde er an der Sitzung teilnehmen, würde er für ein Abkommen mit den Gläubigern stimmen, schrieb er weiter.

Griechische Medien entdeckten Varoufakis am Freitagabend auf einem Schiff, das zur Insel Egina fuhr, wo er ein Ferienhaus hat. Mit dabei waren seine Frau und seine Tochter aus erster Ehe. Egina liegt unmittelbar vor der Küste Athens.

Dass Varoufakis von der Athener Bildfläche verschwunden ist, bedeutet nicht, dass man sonst nichts von ihm hört. Der Ex-Finanzminister twittert nicht nur gerne. Der "Guardian" hat am Freitag einen Gastkommentar von ihm veröffentlicht, mit der Überschrift "Deutschland wird die Griechen nicht verschonen - es hat ein Interesse daran, uns zu brechen". Hier schreibt Varoufakis: "Nach monatelangen Verhandlungen bin ich der Überzeugung, dass der deutsche Finanzminister will, dass Griechenland aus der Währungsunion gedrängt wird."

Wie Varoufakis Finanzminister Schäuble angeht, lesen Sie hier.

+++ 6:26 Schlechtes Timing für Athen: Schottischer Schiffsfinanzierer zieht sich zurück +++
Die Royal Bank of Scotland dampft das Geschäft in Griechenland ein. Die Sparte für Schifffahrtskredite soll laut Insidern zum Verkauf gestellt werden. Die britische Großbank ist seit Jahrzehnten einer der größten Kreditgeber für die internationale Schifffahrt. Die griechische Filiale mit rund 60 Mitarbeitern spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Kreditportfolio beläuft sich auf fünf Milliarden Dollar. Für Athen kommt die Entscheidung zur Unzeit: Premier Tsipras kämpft derzeit gegen die Staatspleite. Für Griechenland sind Reedereien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

+++ 5:55 Chefvolkswirte: "Grexit"-Gefahr bleibt +++
Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud hält die Gefahr eines "Grexits" auch bei einer Einigung mit den Geldgebern nicht für gebannt. "Sollte der politische Wille am Wochenende siegen, heißt dies noch nicht, dass ein Grexit vollkommen vom Tisch ist", sagt Traud. Die diskutierten Sparmaßnahmen reichten nicht aus, um Hellas dauerhaft auf einen Wachstumspfad zu bringen. Auch der DekaBank-Chefvolkswirt Ulrich Kater glaubt, dass ein neues Hilfsprogramm Griechenland nur einige Jahre Luft verschafft.

Mehr zu den Befürchtungen der Ökonomen und dem "weiteren Siechtum" Griechenlands finden Sie hier.

+++ 4:27 Tsipras sieht sich nach Parlamentsvotum gestärkt +++
Tsipras sieht sich nach dem klaren Parlamentsvotum für seine Sparpläne gestärkt. Er habe "ein starkes Mandat für Verhandlungen bis zu einer wirtschaftlich praktikablen und sozial fairen Vereinbarung".

+++ 2:26 Griechisches Parlament erteilt Regierung Vollmacht +++
Das griechische Parlament hat der Regierung die Vollmacht erteilt, über weitere Spar- und Reformmaßnahmen mit den Gläubigern zu verhandeln und eine Einigung zu unterzeichnen. Noch vor dem Ende der Abstimmung hatten mehr als 151 Abgeordnete im Parlament mit 300 Sitzen mit "Ja" gestimmt, wie das griechische Fernsehen berichtete.

+++ 1:16 Koalitionspartner will Syrizas Vorhaben unterstützen +++

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Der kleinere Koalitionspartner der griechischen Regierungspartei Syriza erklärt, sich bei dem Votum im Parlament ebenfalls hinter die Sparvorschläge von Tsipras stellen zu wollen. Diese Entscheidung habe die Partei allerdings gegen ihr Gewissen und nur "mit schwerem Herzen" getroffen, erklärt Parteichef Panos Kammenos von den Unabhängigen Griechen.

+++ 0:36 Gläubiger-Institutionen bewerten Reformpläne positiv +++
Die Gläubiger-Institutionen bewerten die Reformpläne der griechischen Regierung positiv. Dies sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

+++ 00:24 Tsipras fordert zu Votum der "nationalen Verantwortung" auf +++
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die Parlamentsabgeordneten zu einem Votum der "nationalen Verantwortung" aufgefordert. Sie müssten dafür sorgen, "dass das Volk am Leben bleibe", sagte Tsipras in der Nacht zum Samstag in der Parlamentsdebatte über die Reformvorschläge seiner Regierung in Athen. Zuvor hatte bereits der zuständige Ausschuss im Parlament die Reformvorschläge der linksgeführten Regierung gebilligt.

Video

+++ 23:11 Debatte in Athen begonnen +++
Das griechische Parlament hat seine Debatte über das Spar- und Reformprogramm der Regierung von Ministerpräsident Tsipras begonnen. Der Regierungschef will eine Vollmacht erhalten, eine Vereinbarung mit den Gläubigern darüber abzuschließen. Athen hatte am Vortag den Gläubigern ein rund zwölf Milliarden Euro schweres Sparpaket vorgelegt.

+++ 22:28 Varoufakis: Schäuble will mit Grexit Frankreich "disziplinieren" +++
Varoufakis ist zwar nicht mehr Minister, verschwunden von der politischen Bühne ist er nicht. Im Gegenteil: In einem Artikel für den britischen "Guardian" teilt er wieder kräftig aus gegen seinen Lieblingsgegner Deutschland und vor allem gegen Wolfgang Schäuble. "Deutschland wird Griechenland keine Schmerzen ersparen - es hat ein Interesse daran, uns zu brechen." Über Schläuble schreibt er, dieser habe ein Interesse am Grexit, weil er damit Frankreich finanzpolitisch "disziplinieren" wolle.

Was diese Woche geschah: Zum Liveticker des 5. Juli, 6. Juli, 7. Juli, 8. Juli, 9. Juli und 10. Juli.

Quelle: n-tv.de

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