Wirtschaft
Donnerstag und Freitag werden die Germanwings-Maschinen am Boden bleiben.
Donnerstag und Freitag werden die Germanwings-Maschinen am Boden bleiben.(Foto: picture alliance / dpa)

Piloten im Ausstand: 900 Flüge von Germanwings-Streik betroffen

Bei der Deutschen Lufthansa wird wieder gestreikt. Diesmal trifft es das Tochter-Unternehmen Germanwings. Nur etwa die Hälfte der Maschinen soll abheben, rund 900 Flüge sind von den Auswirkungen des Streiks betroffen.

Die Lufthansa-Tochter Germanwings will während des zweitägigen Pilotenstreiks am Donnerstag und Freitag etwa die Hälfte der betroffenen Flüge durchführen. Die Flüge würden durch eigene Piloten oder gecharterte Maschinen anderer Fluggesellschaften abgedeckt, so Germanwings am Mittwoch. Von dem Streik, zu dem die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit aufgerufen hat, sind insgesamt 900 Flüge betroffen. Der Ersatzflugplan soll am Mittwochnachmittag veröffentlicht werden.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder bei der Lufthansa-Tochter Germanwings aufgefordert, die Arbeit am Donnerstag und Freitag ganztägig niederzulegen.

Der Flugbetrieb bei der Lufthansa wurde vergangenes Jahr immer wieder durch Streiks gestört. In dem seit Monaten schwelenden Streit um höhere Gehälter und insbesondere über eine Vorruhestandsregelung hat die Pilotengewerkschaft 2014 zu zehn Arbeitskämpfen aufgerufen. Die Lufthansa hat den wirtschaftlichen Schaden daraus auf rund 200 Millionen Euro beziffert.

"Ende letzten Jahres hatte die VC das Lufthansa Management aufgefordert, eine nachhaltige Befriedung des Tarifkonfliktes herbeizuführen", teilte die Pilotengewerkschaft mit. Der Konzern habe alle Vorschläge, wie etwa eine Gesamtschlichtung, ausgeschlagen, und beharre auf einer deutlichen Verschlechterung bis zur Abschaffung der Übergangsversorgung für die jungen Piloten. Das sei für die VC nicht akzeptabel.

Von der Lufthansa hieß es, dass man der Gewerkschaft wiederholt eine Schlichtung in Bezug auf Vergütungsfragen angeboten habe. Die Streikdrohung zeige jedoch, das die Gewerkschaft kein Interesse habe, den Streit beizulegen.

Quelle: n-tv.de

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