Wirtschaft

Ehrgeizige ZieleAIG verdient Milliarden

04.05.2012, 08:36 Uhr
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Staatsmilliarden bewahrten AIG vor dem Zusammenbruch. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Dem vom Staat geretteten US-Versicherer AIG geht es wieder besser: Der Gewinn legt in den ersten drei Monaten des Jahres kräftig zu - allerdings auch wegen einer höheren Bewertung eines Aktienpakets.

Beim einstigen Primus der Versicherungsbranche geht es weiter aufwärts. Dank besserer Ergebnisse im Kerngeschäft hat sich bei der AIG der Gewinn im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt – auf 3,2 Mrd. US-Dollar. Im vergangenen Jahr hatte das verheerende Erdbeben in Japan das Ergebnis allerdings stark belastet. Beflügelt wurde der Gewinn von der um mehr als 1,8 Mrd. Dollar höheren Bewertung des Minderheitsanteils an der asiatischen Lebensversicherung AIA Group.

AIG war einst Weltmarktführer unter den Versicherern. Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt brachten den Konzern jedoch an den Rand des Ruins. Der Staat sprang mit 182 Mrd. Dollar ein und wurde größter Anteilseigner. Es war die teuerste Rettungsaktion während der Finanzkrise. Einen guten Teil seiner Schulden gegenüber dem Steuerzahler hat AIG inzwischen wieder zurückgezahlt.

"Die Gewinne in diesem Quartal belegen die Gesundheit unseres Geschäfts", zeigte sich Konzernchef Robert Benmosche zuversichtlich. Die besseren Ergebnisse seien wichtig, um die im vergangenen Jahr vorgegebenen Ziele zu erreichen. Der Wettbewerber der Allianz will unter anderem bis 2015 eine Eigenkapitalrendite von mehr als 10 Prozent schaffen. Zudem sollen die Schulden weiter sinken. Außerdem will der immer noch zu 70 Prozent staatliche Versicherungskonzern bis zu 30 Mrd. Dollar für Aktienrückkäufe, Dividenden oder Zukäufe ausgeben.

Quelle: ntv.de, jga/rts/DJ