Mobilfunkanbieter überrascht mit Zahl der NeukundenAT&T erhöht Gewinn

AT&T kann gleich doppelt punkten: Im ersten Quartal des Jahres melden sich fast 300.000 neue Kunden für die Dienste des US-Mobilfunkanbieters an. Zudem steigt der Gewinn des Unternehmens. Doch die Zwischenbilanz ist nicht durchweg positiv.
Der US-Telekomkonzern AT&T hat im ersten Quartal zwar mehr verdient, doch verfehlte der Umsatz die Analystenschätzungen. Bei der Kundengewinnung läuft es bei dem Platzhirsch auf dem US-Mobilfunkmarkt immer noch nicht rund. Zwar profitierte AT&T davon, dass mehr Kunden zu Smartphones wechselten, doch vergrößerte sich der Abstand zum Mitbewerber Verizon Wireless abermals. Die Aktie von AT&T gab in einer ersten Reaktion im nachbörslichen Handel um 1,4 Prozent nach.
In den drei Monaten per Ende März sank der Umsatz des Konzerns aus Dallas um 1,5 Prozent auf 31,36 Milliarden US-Dollar. Unterm Strich verdiente AT&T 3,7 Milliarden Dollar, das ist ein Plus von 3,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Je Aktie lag das Ergebnis bei 0,67 Dollar. Auf bereinigter Basis betrug das Ergebnis je Aktie 0,64 Dollar und deckte sich damit mit dem Analystenkonsens. Den Umsatz hatten die Analysten im Schnitt auf 31,75 Milliarden Dollar geschätzt.
Der Konzern, der neben Mobil- auch klassische Festnetztelefonie anbietet, konnte zum Jahresauftakt zwar immerhin 296.000 Kunden gewinnen. Der stärkste Wettbewerber Verizon Wireless war da aber viel erfolgreicher: Ihm gelang es, insgesamt 677.000 neue Mobilfunkkunden mit einem Vertrag längerfristig zu binden.
Der Telekommarkt in den USA ist hart umkämpft.
An der Spitze stehen klar AT&T und Verizon, mit deutlichem Abstand dahinter folgen Sprint Nextel, und T-Mobile USA an vierter Stelle. Um den Vorsprung des Duos zu verringern, wollen sich die eher kleineren Rivalen zusammenschließen. T-Mobile USA will mit MetroPCS zusammengehen, und um Sprint bemühen sich Softbank und mittlerweile auch Dish Network.