Geplatzter Deal mit TelekomAT&T zahlt die Zeche

Das abgelaufene Geschäftsquartal ist für den US-Telekomgiganten AT&T eines zum Abhaken. Die gescheiterte Übernahme der Telekom-Tochter T-Mobile USA kommt den Amerikanern teuer zu stehen. So gibt es statt den von Analysten erwarteten Gewinn einen Milliardenverlust.
kommt AT&T teuer zu stehen. Wegen einer Milliarden-Entschädigung an die Deutschen
und anderer Belastungen sei im vierten Quartal unter dem Strich ein Verlust von
6,7 Milliarden Dollar entstanden, teilte der US-Konzern mit. Analysten hatten einen
Gewinn erwartet. Im Vorjahreszeitraum verbuchte der US-Konzern noch 1,1 Milliarden
Dollar Überschuss.
AT&T wollte der Deutschen Telekom eigentlich ihre
kriselnde US-Mobilfunktochter T-Mobile USA für 39 Milliarden Dollar abkaufen. Wegen
des Widerstands der US-Behörden zogen die beiden im Dezember ihre Pläne zurück.
AT&T überwies den Bonnern drei Milliarden Dollar als Entschädigung - das war
vorher vereinbart worden. Zusätzlich musste das US-Unternehmen im Jahresendquartal
noch Pensions-Belastungen sowie hohe Anlaufkosten für das neue Apple-iPhone verkraften.
Die Ausgaben - AT&T subventioniert das teure iPhone
massiv - haben sich gelohnt. Der nach Verizon Wireless zweitgrößte Mobilfunker in
Amerika konnte im abgelaufenen Quartal 717.000 neue Abonnenten locken - Marktexperten
hatten lediglich mit 570.000 gerechnet.
AT&T und die Telekom
hatten den T-Mobile-Deal im März angekündigt. Das amerikanische Justizministerium
sowie der Telekom-Aufsichtsbehörde FCC hatten jedoch große Bedenken gegen eine Fusion
der Nummer zwei und vier auf dem US-Mobilfunkmarkt. Die Transaktion hätte dafür
gesorgt, dass Millionen Bürger im ganzen Land weniger Auswahl gehabt hätten, argumentierten
die Behörden.