Wirtschaft
Bei bis zu 15 Prozent soll der Anteil von Elektroautos bei Neuzulassungen im Jahr 2025 liegen.
Bei bis zu 15 Prozent soll der Anteil von Elektroautos bei Neuzulassungen im Jahr 2025 liegen.(Foto: picture alliance / dpa)

Positive Prognose: Absatz von E-Autos nimmt bald Fahrt auf

Gerade einmal 0,7 Prozent aller in Deutschland verkauften Neuwagen waren 2015 Elektroautos. Um im internationalen Vergleich nicht abgehängt zu werden, muss die Bundesrepublik nachziehen - denn der Markt für Elektromobilität soll bis 2025 gewaltig wachsen.

Der Absatz von Elektro-Autos gewinnt in den nächsten Jahren einer Prognose zufolge deutlich an Dynamik. Ein optimistisches Szenario sei, dass 2025 weltweit rund 15 Prozent beziehungsweise 14 Millionen der Neuwagen elektronische Antriebe haben, geht aus einer Analyse des Center of Automotive Management (CAM) hervor. Unter Annahme eines pessimistischen Szenarios liege ihre Zahl bei sieben Millionen.

Im Jahr 2020 rechnet das CAM in seiner Analyse mit einem Anstieg von E-Autos unter den weltweiten Neuzulassungen auf einen Anteil zwischen 2,5 Prozent und fünf Prozent. 2015 lag der Anteil der alternativ betriebenen Autos weltweit bei 1,7 Prozent.

Zum neuen Leitmarkt für Elektromobilität habe sich China entwickelt, heißt es in der Analyse weiter. Der Absatz von E-Autos hat sich im Reich der Mitte demnach 2015 auf 188.000 verdreifacht. In den USA, dem zuvor größten Markt für Elektro-Fahrzeuge, wurden im vergangenen Jahr 115.000 der Autos verkauft.

"Deutschland droht abgehängt zu werden"

Der größte Markt in Europa ist Großbritannien: Dort wurden demnach im vergangenen Jahr 28.000 E-Autos verkauft. Frankreich folgte dicht dahinter mit 27.000 verkauften Autos, Norwegen lag mit einem Absatz von 25.000 auf Platz drei.

Inklusive sogenannter Plug-in-Antriebe kam Deutschland 2015 nur auf 23.500 verkaufte Elektro-Autos. Ihr Anteil in Höhe von 0,7 Prozent am Gesamtmarkt sei "enttäuschend niedrig", heißt es in der Analyse.

Es brauche eine "konzertierte Aktion" der Automobilindustrie und der Bundesregierung, um mittel- und langfristig die Batteriezelltechnologie als zentralen Wertschöpfungsbaustein der E-Mobilität nach Deutschland zu holen, erklärte Studienleiter Stefan Bratzel. "Wenn nicht massiv gegengesteuert wird, droht Deutschland bei der Elektromobilität abgehängt zu werden. Dies würde dem Automobilstandort Deutschland schwer schaden."

Deutschland soll nach den Plänen der Bundesregierung Leitmarkt und Leitanbieter bei Elektromobilität werden. Bis 2020 sollen eine Million E-Autos auf deutschen Straßen rollen. Bislang ist das Ziel in weiter Ferne.

Quelle: n-tv.de

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