Wirtschaft
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Schwaches drittes Quartal: Adidas geht mit Prognose runter

Die Untiefen der Weltwirtschaft machen auch vor Adidas nicht halt. Der Herzogenauracher Sportartikelkonzern schlägt sich unter anderem mit Vertriebsproblemen in Russland herum. So muss das Gewinnziel nach unten korrigiert werden.

Ungemach aus dem Osten für Adidas: Wegen Vertriebsproblemen in Russland und anhaltender Wechselkursbelastungen senkte der Sportartikelhersteller seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Nach Angaben des Dax-Konzerns wird nur noch ein Überschuss zwischen 820 und 850 Millionen Euro erreicht. Bisher hatte das Adidas 890 bis 920 Millionen Euro Nettogewinn in Aussicht gestellt. Im vergangenen Monat hatte der Konzern schon seine Umsatzprognose gesenkt, die nun zurückgenommene Gewinnprognose aber noch ausdrücklich bekräftigt.

Der fränkische Konzern teilte mit, das zuletzt noch für möglich gehaltene niedrige zweistellige Umsatzwachstum werde nicht erreicht. Die operative Marge werde nur noch 8,5 Prozent statt erwarteter "annähernd 9,0" Prozent betragen.

Nach Angaben eines Firmensprechers ist Russland der drittgrößte Einzelmarkt des Konzerns. Dort habe die Umstellung auf ein neues Distributionszentrum für einen Vertriebsengpass gesorgt. Auch in der Golf-Sparte mit der Marke TaylorMade gebe es nach wie vor Probleme. Das zuletzt schwache Europa-Geschäft habe bei der Prognosesenkung dagegen keine Rolle gespielt.

Vorstand wird erweitert

Die Probleme beträfen vor allem das dritte Quartal, hieß es. Für das vierte Quartal erwarte das Management, dass sich Umsatz und Gewinn "sehr positiv entwickeln werden". "Trotz der gestiegenen Herausforderungen, mit denen wir uns kurzfristig konfrontiert sehen, sind wir nach wie vor zuversichtlich und fokussiert, was die Erreichung der strategischen Ziele unseres Geschäftsplans Route 2015 angeht", sagte Vorstandschef Herbert Hainer.

Der Sportartikelhersteller teilte außerdem mit, er schaffe für den Vertrieb ein eigenes Vorstandsressort. Roland Auschel werde zum 1. Oktober als fünftes Vorstandsmitglied den Bereich Global Sales übernehmen. Hainer bleibe direkt für den größten Markt der Gruppe, Nordamerika, verantwortlich.

Quelle: n-tv.de

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