Dienstag, 08. Dezember 2009
Rückzahlung von Staatshilfen: Ärger für Citigroup
(Foto: AP)
Zudem seien sich beide Seiten uneinig, wie der Staat sich von seinen etwa 7,7 Milliarden Citigroup-Aktien trennen soll. Das entspricht etwa einem Drittel der Anteile der Bank. Mitte des Jahres hatte die US-Regierung zehn Großbanken erlaubt, die Staatshilfen zurückzuzahlen. Damals flossen mehrere Milliarden Dollar an das Finanzministerium, unter anderem von JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Goldman Sachs. Zuletzt gab auch die Bank of America einen Plan zur Rückzahlung der Gelder bekannt.
Die Geldhäuser wollen die Hilfen aus dem TARP-Programm möglichst rasch zurückgeben, um den Einfluss der Regierung auf Managergehälter und Dividendenzahlungen zu beenden.
Geld für Haushaltskonsolidierung
Die US-Regierung erwägt, Geld aus dem Bankenhilfsprogramm auch zur Haushaltskonsolidierung einzusetzen. Da die 700 Milliarden Dollar aus dem TARP-Programm nicht ausgeschöpft worden seien, könnte das Geld auch zum Abbau des Haushaltdefizits und der Arbeitslosigkeit verwendet werden, sagte US-Präsident Barack Obama. Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen, erklärte ein Sprecher des US-Präsidialamts.
Obama will heute in Washington eine Rede zur Wirtschaft halten. Es wird erwartet, dass er zusätzliche Maßnahmen zum Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit ankündigen wird. Die Arbeitslosenquote lag im November bei zehn Prozent.
Dass die Rettung der Banken nicht so viel Geld verschlungen hat wie erwartet, war am Sonntagabend bekanntgeworden. Das Hilfsprogramm TARP werde mindestens 200 Milliarden Dollar weniger kosten als veranschlagt, sagte ein Vertreter des US-Finanzministeriums.
wne/rts
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