Wirtschaft
Air France kostete der Pilotenstreik viel Geld.
Air France kostete der Pilotenstreik viel Geld.(Foto: Reuters)

Trotz ungelösten Konflikts: Air-France-Piloten beenden Streik

Die Air France hält ihren Plänen für die Billigflugtochter Transavia fest. Die Airline kommt ihren streikenden Piloten auch keinen Schritt näher. Dennoch entscheidet sich die Pilotengewerkschaft SNPL zum Ende des Ausstandes.

In Frankreich hat die Pilotengewerkschaft SNPL das Ende des Streiks bei der Fluggesellschaft Air France bekannt gegeben. SNPL-Sprecher Guillaume Schmid sagte, diese Entscheidung sei getroffen worden, obwohl die Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen der Piloten weiterhin festgefahren seien. Die Gewerkschaft wolle die Diskussionen in einem "ruhigeren Rahmen" fortsetzen, hieß es. Sie übernehme "Verantwortung", indem sie den Arbeitskampf beende.Der Streik hatte vor zwei Wochen begonnen und zu massiven Einschränkungen bei den Flügen geführt.

Zuvor hatte das Air-France-Management im Streit um die Billigflugtochter Transavia France die Forderung der Piloten nach einem Schlichter abgelehnt. Ein solcher Schritt sei nicht notwendig, sagte der Vizechef von Air France, Eric Schramm, dem französischen Fernsehsender BFM. Auch Premierminister Manuel Valls wies die Forderung der Pilotengewerkschaft SNPL zurück.

Die Piloten von Air France befanden sich seit rund zwei Wochen im Ausstand. Sie fordern, dass ihre Kollegen beim Tochterunternehmen Transavia France das gleiche Geld und die gleichen Arbeitsbedingungen erhielten. Das Management lehnt dies strikt ab. Der Streik der Piloten kostet das Unternehmen täglich bis zu 20 Millionen Euro.

Das Management wollte Transavia eigentlich europaweit ausbauen, zog diesen Plan wegen des Widerstandes der Piloten aber inzwischen zurück. Die Lufthansa, der ebenfalls die Konkurrenz von Billigfliegern wie Ryanair, Easyjet oder Norwegian Air Shuttle zusetzt, verfolgt mit den Töchtern Germanwings und Eurowings ein ähnliches Modell.

Quelle: n-tv.de

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