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Geht noch nicht in die Luft: der Verkauffschlager A320neo.
Geht noch nicht in die Luft: der Verkauffschlager A320neo.(Foto: picture alliance / dpa)

Verkaufsschlager mit Problemen: Airbus kann A320neo erst 2016 liefern

In letzter Minute verschiebt Airbus die Auslieferung des Mittelstreckenjets A320neo an die Lufthansa aufgrund der "größeren technischen Komplexität". Der Erfolg des neuen Modells steht zunehmend auf der Kippe - denn es ist nicht der erste Rückschlag.

Nach erneuten Problemen mit dem Mittelstreckenjet A320neo muss der europäische Flugzeugbauer Airbus die ursprünglich bis Jahresende geplante erste Auslieferung seines Verkaufsschlagers wieder verschieben. Airbus und die Lufthansa einigten sich auf eine spätere Übergabe, wie der Hersteller in Toulouse mitteilte. Die Auslieferung war im Airbus-Werk in Hamburg geplant gewesen. Einen Grund für die Verzögerung nannte Airbus nicht.

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Laut Lufthansa bezogen sich die Probleme bei der Abnahme insbesondere auf die technische Dokumentation des Flugzeugs. Hier seien einige formale Anforderungen noch nicht erfüllt worden, sagte eine Sprecherin in Frankfurt am Main. Zuvor hatte bereits Qatar Airways als zunächst geplanter Erstkunde die Abnahme des Fliegers abgelehnt. Grund waren Probleme mit der Kühlung der neuen Triebwerke von US-Hersteller Pratt & Whitney.

Auch die indische Fluglinie IndiGo, die 430 Exemplare aus der neo-Modellfamilie geordert hat, erhielt den ersten Flieger nicht wie geplant bis Ende Dezember. Die Lufthansa, die 116 A320neo-Maschinen bestellt hat, rechnet nun Anfang 2016 mit dem neuen Jet. Einen genauen Termin nannte eine Sprecherin allerdings nicht. Laut Airbus wollen der Hersteller, Lufthansa und Pratt & Whitney "in den nächsten Wochen" auf die Auslieferung hinarbeiten.

Vom Erfolgsmodell zum Problemflieger?

Die Neuauflage des seit den 1980er Jahren gebauten Mittelstreckenjets hat sich für Airbus eigentlich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Ein Grund dafür sind Versprechungen von Airbus und Pratt & Whitney, den Kerosinverbrauch um 15 bis 20 Prozent zu senken. Dies könnte mit den Kühlproblemen nun infrage stehen.

Seit der Ankündigung einer A320neo-Familie vor fünf Jahren hat der Flugzeugbauer nach eigenen Angaben mehr als 4400 Bestellungen erhalten. Der weitaus größte Teil davon entfällt mit 3327 Maschinen auf die A320neo, die laut Listenpreis gut 97 Millionen Euro kostet. Die etwas größere A321neo wurde bisher 1067 Mal geordert, von der kleinen A319neo sind 49 Exemplare bestellt worden.

Quelle: n-tv.de

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