Donnerstag, 11. März 2010
Erholung geht schneller: Airlines im Aufwind
Nach Monaten der Zurückhaltung in der Krise wird seit dem Jahreswechsel wieder mehr geflogen. Die Fluggesellschaften verzeichnen eine steigende Nachfrage, wie die Internationale Luftfahrtorganisation (IATA) in Genf mitteilte.
Deshalb fielen die Verluste im internationalen Luftverkehr in diesem Jahr auch geringer aus als bisher angenommen. Sie sollen sich im laufenden Jahr auf 2,8 Milliarden US-Dollar belaufen; im vergangenen Dezember war man noch von 5,6 Milliarden Dollar ausgegangen. Für das Gesamtjahr 2009 wurden die Verluste von erwarteten elf auf 9,4 Milliarden Dollar herabgestuft.
Hintergrund der neuen Schätzung sei die stärkere Nachfrage zum Jahresende 2009. Dies habe sich auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres fortgesetzt, berichtete die IATA, der derzeit rund 230 Fluggesellschaften angehören. Bessere Auslastung bei geringeren Kapazitäten hätten die Einnahmen verbessert.
Vorkrisenstand erst 2014 erreicht
Insgesamt geht man aber davon aus, dass es bis zu vier Jahre dauern kann, bis die internationalen Fluggesellschaften wieder Auslastungszahlen wie vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreichen. Immerhin haben 34 Fluglinien seit 2008 Konkurs angemeldet.
Alle Fluggeschäfte - Personenverkehr und Cargo - befinden sich im Aufwind, teilte die IATA mit. "Wir sind immer noch in den roten Zahlen, machen Verluste", aber es gebe auch positive Signale aus der Industrie, erklärte IATA-Chef Giovanni Bisignani. Dabei erholten sich die Märkte in Asien und Lateinamerika schneller. In Nordamerika und Europa gehe die Erholung langsamer voran.
wne/dpa
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