Wirtschaft
Aixtron-Aktien haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 50 Prozent ihres Werts eingebüßt.
Aixtron-Aktien haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 50 Prozent ihres Werts eingebüßt.

Leben Totgesagte doch länger?: Aixtron-Aktie steigt an die Spitze des TecDax

Ein paar Euro ist die Aktie des deutschen Tech-Unternehmens Aixtron zuletzt wert - nach einem herben Kursrutsch im Vorjahr. Doch nun gibt es einen Lichtblick: Trotz eines stornierten Großauftrags fallen die Verluste geringer aus als gedacht. Die Anleger fassen neue Hoffnung.

Der Chipanlagenbauer Aixtron hat die Anleger mit überraschend positiven Zahlen für das vierte Quartal zu Käufen ermuntert. Die Anleger sind entzückt, die Aktien des seit Jahren defizitären Unternehmens stiegen zeitweise um knapp sechs Prozent auf 3,67 Euro und waren damit so teuer wie seit fast sieben Wochen nicht mehr. Im TecDax waren sie der stärkste Wert.

Allerdings sind die Papiere damit weit entfernt von den Hochzeiten im Jahr 2011, als sie kurzzeitig mehr als 30 Euro pro Stück kosteten. Aixtron-Aktien haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 50 Prozent ihres Werts eingebüßt, der TecDax kommt im selben Zeitraum auf ein Plus von knapp fünf Prozent.

Die Zahlen zum vierten Quartal seien - abgesehen vom Auftragseingang - besser als die Erwartungen ausgefallen, schreibt Bernd Laux, Analyst bei Kepler Cheuvreux, in einem Kommentar. Zudem mache die Reduzierung der Abhängigkeit vom LED-Geschäft Fortschritte, konstatiert Laux. Aus Sicht von DZ-Bank-Analyst Harald Schnitzer dürfte 2016 ein weiteres Übergangsjahr für Aixtron werden. Der Ausblick sei zurückhaltend, aber leicht verbessert, urteilte er.

Erst 2017 wieder schwarze Zahlen?

Der Chipanlagenbauer konnte seine Verluste dank der Einsparungen im vergangenen Jahr deutlich reduzieren: Im vierten Quartal hat Aixtron unterm Strich zwar immer noch rote Zahlen geschrieben. Trotz der Stornierung eines Großauftrag aus China hat das Unternehmen aber deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichte 1,3 Millionen Euro nach einem Minus von 13,9 Millionen im Vorjahr. Der Nettoverlust verringerte sich auf 1,9 Millionen von 19,1 Millionen Euro vor einem Jahr.

Für 2016 ist nach Angaben des Managements erneut mit Fehlbeträgen zu rechnen. Der Aixtron-Vorstand rechnet für 2017 auf Ebitda-Basis mit schwarzen Zahlen.

Quelle: n-tv.de

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