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Gewinn vor Sonderbelastung: Alcoa erfreut zu Bilanzsaison-Auftakt

Die Zahlen des Aluminiumriesen Alcoa läuten traditionell die US-Bilanzsaison ein. Diesmal verliert Alcoa zwar, kann Anleger aber dennoch zufriedenstellen. In Nordamerika drückt der ungewöhnlich strenge Winter in vielen Branchen auf das Geschäft.

Der Aluminiumriesen Alcoa sorgt für einen freundlichen Beginn der US-Bilanzsaison. Zwar wies der US-Konzern unter der Führung des ehemaligen Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld einen Ergebnisrückgang aus. Doch fiel dieser nicht so stark aus wie von Branchenbeobachtern erwartet. Im nachbörslichen Handel an der Wall Street legten die Alcoa-Aktien gar um 2,4 Prozent zu.

Traditionell legt Alcoa als erstes großes Unternehmen in den USA die Zahlen seiner Geschäftsentwicklung des vergangenen Quartals vor. Der weltweit zweitgrößte Aluminiumproduzent hat Kunden in der Auto-, Flugzeug- und Bauindustrie und wird daher von vielen als wichtiger Konjunkturindikator betrachtet.

Aluminumpreis und Umbau drücken Ergebnis

Der ehemalige Siemens-Chef Klaus Kleinfeld leitet als CEO seit 2008 die Geschicke von Alcoa.
Der ehemalige Siemens-Chef Klaus Kleinfeld leitet als CEO seit 2008 die Geschicke von Alcoa.(Foto: picture alliance / dpa)

Im ersten Vierteljahr bekam Alcoa die gesunkenen Aluminiumpreise zu spüren. Der Umsatz sank um 6,5 Prozent auf 5,45 Milliarden Dollar und fiel damit niedriger aus als von Analysten prognostiziert. Auf das Ergebnis drückten auch Restrukturierungskosten im Zuge der Schließung von Aluminiumhütten. Unterm Strich rutschte das Unternehmen daher in die Verlustzone. Um Sonderposten bereinigt, ergab sich jedoch ein Gewinn von 98 Millionen Dollar. Dieser lag zwar um fast ein Fünftel unter dem Vorjahresniveau - aber höher als am Markt erwartet.

Viele US-Unternehmen haben sich zuletzt über den strengen Winter in Amerika beklagt. Investoren rechnen daher mit weniger überzeugenden Zahlen für das erste Quartal, allerdings auch mit einer schnellen Erholung im Frühjahr, worauf zuletzt bereits Daten vom Auto- und Häusermarkt hindeuteten.

Experten gehen bei den wichtigsten Firmen nur noch von einem Gewinnwachstum von durchschnittlich 1,2 Prozent aus. Vor einigen Monaten hatten sich die Schätzungen noch auf 6,5 Prozent belaufen. Alle Branchen sind davon betroffen - mit Ausnahme der Energieversorger. Für das zweite Quartal wird dann wieder mit einem Plus von 8,5 Prozent gerechnet.

Quelle: n-tv.de

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