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Auftakt zur Berichtssaison: Alcoa steigert Gewinn, aber verfehlt Prognose

Traditionell ist es der Aluminiumhersteller Alcoa, der in den USA zuerst seine Quartalsergebnisse vorlegt. Der Zulieferer für viele Branchen gibt damit einen ersten Hinweis auf die Konjunkturaussichten. Diesmal fällt er nicht eindeutig aus.

Der US-Aluriese Alcoa hat seine Ergebnisse im zweiten Quartal trotz fallender Rohstoffpreise verbessern können. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf unter dem Strich 140 Millionen Dollar (127 Mio Euro), wie der vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Konzern mitteilte.

Aluminum-Barren von Alcoa. Die Preise für das Leichtmetall sind im Keller.
Aluminum-Barren von Alcoa. Die Preise für das Leichtmetall sind im Keller.(Foto: picture alliance / dpa)

Auch wenn der vor allem durch steigende Exporte Chinas gesunkene Aluminiumpreis und der starke Dollar dem Unternehmen zu schaffen machten, profitierte Alcoa weiter von starker Nachfrage der Auto- und Flugzeugindustrie. Der Umsatz kletterte um etwa ein Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Die Zahlen konnten die Erwartungen der Wall Street-Analysten nicht ganz erfüllen, die Prognosen waren von einem höheren Gewinn ausgegangen, dennoch bewegte sich die Aktie nachbörslich leicht im Plus.

Seit 2007 hat der Konzern die Schmelzkapazität insgesamt um ein Drittel eingedampft. Doch das Überangebot an Aluminium, vor allem aus China, bleibt bestehen. Der Preis für das Leichtmetall liegt dementsprechend auf dem niedrigsten Stand seit 2009. An der Londoner Metallbörse werden für Aluminiumlegierung rund 1.644 US-Dollar je Tonne gezahlt, 11 Prozent weniger als zu Beginn des Jahres. Die Prämien, die Käufer für die sofortige Lieferung zahlen, sind von ihren Rekordhochs deutlich zurückgekommen.

Quelle: n-tv.de

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