Klatten hat's fast geschafftAltana vor Börsenabgang
Der Rückzug des Chemieunternehmens Altana von der Börse ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Zwangausschluss der Minderheitsaktionäre wird zur Eintragung in das Handelsregister beantragt.
Nach 33 Jahren an der Börse verschwindet die Aktie von Altana voraussichtlich bald von den Kurszetteln. Das Chemieunternehmen meldete den Zwangsausschluss der Minderheitsaktionäre zur Eintragung in das Handelsregister an.
Mit dem Eintrag gehen alle Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Investmentgesellschaft Skion der Quandt-Erbin Susanne Klatten über. Altana erwartet, dass der Eintrag in wenigen Tagen erfolgt. Dann endet die Börsennotiz des Unternehmens, das 1977 als Abspaltung von der Quandt-Holding Varta entstanden war.
Klatten, die auch maßgeblich am Autobauer BMW und am Grafitkonzern SGL Carbon beteiligt ist, hatte die vorübergehend im Dax notierte Altana 2006 zerschlagen. Das Pharmageschäft wurde an den Arzneimittelhersteller Nycomed verkauft.
Altana hatte sich danach auf die Spezialchemie konzentriert. Der Firmensitz wurde von Bad Homburg bei Frankfurt nach Wesel am Niederrhein verlegt.