Wirtschaft
Um Druck auf Hachette auszuüben, hatten Amazon Produkte des Konzerns blockiert.
Um Druck auf Hachette auszuüben, hatten Amazon Produkte des Konzerns blockiert.(Foto: dpa)

Machtkampf auf dem US-Buchmarkt: Amazon und Hachette einigen sich

Der Streit erzürnte nicht nur die Buchbranche, sondern auch bekannte Autoren: Um die Preise von E-Books zu drücken, setzte Amazon die Verlagsgruppe Hachette unter Druck. Nun ist der Konflikt beigelegt.

Der Online-Händler Amazon und die französische Verlagsgruppe Hachette haben ihren erbittert geführten Streit um Nachlässe bei E-Books beigelegt. Sie gaben zudem eine langfristige Vereinbarung bekannt. Der "New York Times" zufolge bekommt Hachette dabei das Recht, selbst den Preis seiner E-Books festzulegen. Das war ein zentraler Streitpunkt in dem monatelangen Konflikt.

Amazon dringt in den USA auf niedrigere Preise für digitale Bücher und wollte laut Medienberichten auch einen höheren Anteil der Erlöse. Beides hatte Hachette verweigert. Der Streit hatte für Aufsehen gesorgt, nachdem Bücher von Hachette bei Amazon zeitweise nicht verfügbar waren oder ungewöhnlich lange Lieferzeiten hatten. Zudem konnten sie nicht mehr vorbestellt werden. Eine Reihe bekannter Schriftsteller, darunter Stephen King und John Grisham, kritisierte den Online-Händler daraufhin scharf.

In Deutschland war Amazon in einen ähnlichen Konflikt mit der Verlagsgruppe Bonnier verwickelt, zu der unter anderem die Verlage Ullstein, Carlsen und List gehören. Dabei ging es vor allem um die Verteilung der Einnahmen aus den E-Book-Verkäufen. Auch dieser Streit wurde vor kurzem beigelegt.

Quelle: n-tv.de

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