Lukratives GeschäftAmex krallt sich Payback
Der Kreditkartenanbieter American Express kauft das deutsche Unternehmen Loyalty Partner. Damit verleibt sich das US-Unternehmen auch das Bonusprogramm Payback mit ein. In der Bundesrepublik hat Payback rund 18 Millionen Mitglieder.
Das bekannte Bonusprogramm Payback geht in amerikanische Hände über. Der Kreditkartenanbieter American Express übernimmt für rund eine halbe Milliarde Euro das hinter Payback stehende Münchener Unternehmen Loyalty Partner. "Für die Kunden bleibt alles wie es ist", sagte eine Loyalty-Sprecherin.
Bei Payback können Verbraucher in teilnehmenden Geschäften und Onlineshops Punkte für jeden Einkauf sammeln und diese dann in Prämien eintauschen. Zu den Partnern zählen unter anderem die Kaufhof-Warenhäuser, Real-Supermärkte, Aral-Tankstellen, dm- Drogeriemärkte oder Europcar-Autovermietungen. In Deutschland hat Payback 18 Millionen Mitglieder.
"Kundenbindungsprogramme erleben in vielen Teilen der Welt ein rasantes Wachstum", begründete American-Express-Manager Ed Gilligan den Kauf. Loyalty Partner gehöre in diesem Markt zu den besten Anbietern. Das Unternehmen hat insgesamt mehr als 34 Millionen Kunden, neben Deutschland auch in Polen und Indien.
Drängen ins Onlinegeschäft
Loyalty Partner gehört nach eigenen Angaben mehrheitlich dem britischen Finanzinvestor Palamon Capital Partners. Knapp zehn Prozent hatte sich der Handelsriese Metro gesichert, acht Prozent der Unternehmensberater Roland Berger. 16 Prozent liegen beim Gründer und Firmenchef Alexander Rittweger. Er bleibt im Amt und wird zusammen mit dem weiteren Management auch noch eine Beteiligung halten.
American Express stellt sich wie die beiden großen Rivalen Visa und Mastercard breiter auf. Die Kreditkartenanbieter drängen vor allem in das boomende Onlinegeschäft. Auch bei Payback sind ein großer Teil der Partner Webshops.