Wirtschaft
Dank fallenden Energiepreisen mehr Geld in der Tasche: US-Verbraucher bescheren J.C. Penney starke Kursgewinne.
Dank fallenden Energiepreisen mehr Geld in der Tasche: US-Verbraucher bescheren J.C. Penney starke Kursgewinne.(Foto: REUTERS)

Starke Zahlen von J.C. Penney: Anleger feiern den US-Konsum

Darauf haben Analysten gewartet: Ein ansonsten eher unscheinbares Unternehmen löst an der Wall Street einen 20-prozentigen Kurssprung aus. Der Grund: Die Zahlen von J.C. Penney gelten als Signal für den gesamten US-Einzelhandel.

Ermutigende Zahlen des US-Einzelhändlers J.C. Penney deuten auf ein starkes Weihnachtsgeschäft der gesamten Branche hin. Der Konzern gab am Dienstagabend nach US-Börsenschluss für die Monate November und Dezember ein Umsatzplus auf Grundlage vergleichbarer Verkaufsfläche von 3,7 Prozent bekannt.

Unter Profi-Investoren löste die vergleichsweise geringe Steigerung umgehend wahre Begeisterungsstürme aus: Der Aktienkurs des Unternehmens schoss im nachbörslichen Handel um fast 20 Prozent in die Höhe.

J.C. Penney legte als erster großer US-Einzelhändler Zahlen zum Weihnachtsgeschäft vor. Schwergewichte wie Target, Home Depot, Macy's oder Wal-Mart werden in den kommenden Wochen folgen. Manche Analysten haben vorausgesagt, dass die Erwartungen in der Branche übertroffen werden könnten.

Billiges Öl kurbelt den Konsum an

Die Experten verweisen dabei auf die deutliche Konjunkturerholung und den Rückgang des Benzinpreises, der die Verbraucher entlastet. Der Einzelhandelsverband hat für November und Dezember einen Umsatzanstieg um 4,1 Prozent prognostiziert. Das wäre das größte Plus seit 2011.

Der US-Ölpreis war zuletzt unter die Marke von 48 Dollar gefallen. Damit sind weitere Preisrückgänge für Verbraucher im Bereich des Möglichen. Im New Yorker Geschäft war der Preis für ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zuletzt bei 47,93 Dollar aus dem Handel gegangen. Rohöl ist damit in den USA so billig wie seit April 2009 nicht mehr.

US-Konsumklima hellt sich auf

Bereits kurz vor dem Jahreswechsel war bei der Veröffentlichung viel beachteter Konjunkturdaten bekannt geworden, dass sich die Stimmung der US-Verbraucher vor Weihnachten deutlich aufgehellt hatte. Der Konsumklimaindex des Conference Board kletterte im Dezember von 91,0 auf 92,6 Punkte, wie das Institut mitteilte. Experten hatten mit einem noch stärkeren Anstieg auf 93,0 Zähler gerechnet.

Der private Konsum macht in den USA rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Im dritten Quartal war die weltweit größte Volkswirtschaft so stark gewachsen wie seit elf Jahren nicht mehr - auch dank der zunehmenden Kauflaune der Amerikaner.

Quelle: n-tv.de

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