Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Kapitalabzug im großen Stil: Anleger flüchten aus Russland

Damit hat auch die Zentralbank in Moskau nicht gerechnet. Angesichts der Sanktionen infolge der Ukraine-Krise ziehen Investoren massenhaft Geld aus Russland ab. Innerhalb eines Jahres hat sich die Summe mehr als verdoppelt.

Die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und der Ölpreisverfall haben eine Rekord-Kapitalflucht aus Russland ausgelöst. Im vergangenen Jahr zogen Investoren netto 151,5 Milliarden Dollar aus dem Schwellenland ab, wie die russische Zentralbank mitteilte.

Damit kehrten mehr Anleger Russland den Rücken als die Notenbank erwartet hatte. In ihrer jüngsten Prognose war sie von 134 Milliarden Dollar ausgegangen. 2013 waren lediglich 61 Milliarden Dollar aus Russland abgeflossen. Während der Finanzkrise 2008 belief sich die Kapitalflucht auf 133,6 Milliarden Dollar.

Neben den westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt ist der Staat vor allem wegen des massiv gesunkenen Ölpreises in Zugzwang geraten, da Milliarden-Einnahmen aus dem Rohstoffgeschäft wegbrechen. Viele Geldhäuser und Unternehmen sind zudem de facto von den internationalen Kreditmärkten abgeschnitten. Nach Einschätzung der Weltbank droht dem Land eine schwere Rezession.

Quelle: n-tv.de

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