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Trotz übertroffener Markterwartungen: Apple-Rekorde enttäuschen Anleger

Umsatz gesteigert, so viele iPhones wie noch nie in einem vierten Quartal verkauft - und dennoch missfällt den Anlegern der Zwischenbericht des Konzerns. Selbst der ehrgeizige Ausblick ändert daran zunächst nichts.

Analysten befriedigt, Aktionäre enttäuscht: Der Hightech-Konzern Apple kann mit seinen Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal des Geschäftsjahres nicht vollends überzeugen. Zwar übertraf der Konzern die Marktprognosen klar und lag auch beim Ausblick auf das wichtige erste Geschäftsquartal - in das das Weihnachtsgeschäft fällt - im Rahmen der Erwartungen. "Wir hatten einen starken Endspurt in einem bemerkenswerten Jahr", sagte Konzernchef Tim Cook. Die meisten Unternehmen wären stolz, nur eines der Apple-Produkte im Programm zu haben, erklärte er.

Allerdings sank bereits das dritte Quartal in Folge der Gewinn. Das Nettoergebnis fiel den Angaben zufolge auf 7,5 Milliarden US-Dollar nach 8,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Je Aktie waren das 8,26 Dollar - deutlich besser als die Analystenprognose von zuletzt 7,96 Dollar. Der Umsatz kletterte von knapp 36 Milliarden Dollar auf 37,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 36,9 Milliarden Dollar gerechnet.

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Apple selbst war beim Umsatz zuletzt vom Erreichen des oberen Endes der Bandbreite von 34 Milliarden bis 37 Milliarden Dollar ausgegangen, bei der Bruttomarge von 36 bis 37 Prozent. Die Marge erreichte im vierten Quartal 37 Prozent.

iPhone-Verkäufe mit Quartalsrekord

Im abgelaufenen Vierteljahr hat Apple 33,8 Millionen iPhones verkauft, nach 26,9 Millionen im Vorjahr, ein Rekord für das vierte Quartal. Apple hatte das mit einem Fingerabdruck-Scanner und einer verbesserten Kamera ausgestattete iPhone 5S und das etwas günstigere iPhone 5C im September vorgestellt. Der Konzern war am ersten Verkaufswochenende gleich 9 Millionen Stück losgeworden - auch das war neuer Rekord.

Zudem setzte der Konzern 14,1 Millionen iPads ab. Das waren nur wenig mehr als im Vorjahreszeitraum. Vermutlich hatten viele Kunden auf die neuen Tabletcomputer gewartet, die der Konzern aber erst vor einer Woche präsentierte: Das große iPad wurde dünner und leistungsstärker, das kleinere Modell bekam einen schärferen Bildschirm. Die Anzahl der verkauften Macs sank von 4,9 Millionen auf 4,6 Millionen Stück.

Dank der jüngsten Neuvorstellungen wie den iPhones mit den Bezeichnungen 5S und 5C sowie den neuen iPads traut sich Apple für das laufende erste Quartal des neuen Geschäftsjahres beim Umsatz deutlich mehr zu. Die Erlöse sollen zwischen 55 Milliarden und 58 Milliarden Dollar betragen, die Bruttomarge eine Bandbreite zwischen 36,5 und 37,5 Prozent erreichen.

An der Börse kamen die Zahlen nicht so gut an: Zwar hatte die Apple-Aktie vor Bekanntgabe des Zwischenberichts mit einem Gewinn von 0,7 Prozent den Handel beendet. Nachbörslich ging es aber in einer ersten Reaktion 4,7 Prozent nach unten, ehe sich das Minus bei um 3 Prozent einpendelte.

Quelle: n-tv.de

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