Wirtschaft
Der Rechtsstreit kommt Apple teuer zu stehen.
Der Rechtsstreit kommt Apple teuer zu stehen.(Foto: REUTERS)

Streit über E-Book-Preise: Apple muss Millionen-Strafe zahlen

Der jahrelange Rechtsstreit um illegale Preisabsprachen für E-Books ist beigelegt. Apple scheitert am Obersten Gericht der USA und muss nun Entschädigungen zahlen.

Im Streit über Preisabsprachen bei elektronischen Büchern muss Apple 450 Millionen Dollar zahlen. Das Oberste Gericht der USA lehnte einen Antrag des iPhone- und iPad-Herstellers ab, das Urteil eines Bundesberufungsgerichts vom Juni 2015 zu überprüfen. Die Richter sahen es damals als erwiesen an, dass der kalifornische Technologiekonzern eine Schlüsselrolle bei heimlichen Verabredungen mit insgesamt fünf Verlagen – darunter Töchter von Bertelsmann und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck - zur Anhebung von E-Book-Preisen hatte. Apple war gegen die Entscheidung vor den Supreme Court gezogen und hatte argumentiert, dass das Urteil "Innovation und Risikofreude lähme".

Das US-Justizministerium begrüßte die Entscheidung und bezeichnete die Preisabsprachen als ein "zynisches Fehlverhalten". Mit dem Votum des Obersten Gerichts sei der Streit aber ein für alle Mal beigelegt. Der Fall beschäftigt die Gerichte seit Jahren. Zuerst hatte das Ministerium im April 2012 Apple und fünf Verlage verklagt. Ihm folgten mehrere Bundesstaaten vor Gericht und eine Sammelklage von Verbrauchern.

Im Juni 2015 erklärte das Gericht, Apple habe mit den illegalen Absprachen einen einfachen Weg gefunden, um seinen iBookstore im Markt zu etablieren. An diesem Montag gab es zunächst keine Stellungnahme von Apple.

Bei den Verlagen handelt es sich um bekannte Töchter großer Medienkonzerne: Macmillan der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Penguin Group von dem Bertelsmann – und Pearson-Verlag Penguin Random House, Hachette von Lagardere, HarperCollins von News Corp, Simon & Schuster von CBS.

Quelle: n-tv.de

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