Wirtschaft
Bei Apple Pay wird iPhone an das Lesegerät gehalten und die Zahlung per Fingerabdruck auf dem iPhone-Sensor bestätigt.
Bei Apple Pay wird iPhone an das Lesegerät gehalten und die Zahlung per Fingerabdruck auf dem iPhone-Sensor bestätigt.(Foto: dpa)

"Scharmützel" mit US-Einzelhandel: Apple und Alibaba planen Partnerschaft

Die Zahl klingt verlockend: Etwa 300 Millionen Nutzer hat der Bezahldienst von Alibaba bereits. Für Apple ein Grund, den Online-Händler als Partner für das eigene System Apple Pay zu gewinnen. Dabei bekommt der Dienst in den USA gerade Gegenwind.

Apple hat einen starken Partner für einen Start seines neuen iPhone-Bezahldiensts in China in Aussicht. Der Chef der chinesischen Handelsplattform Alibaba, Jack Ma, zeigte bei einem Konferenz-Auftritt Interesse an einer Zusammenarbeit. Zu seinem Konzern gehört der Bezahldienst Alipay mit 300 Millionen aktiven Nutzern.

"Ich hoffe, wir können etwas zusammen machen", sagte der Alibaba-Gründer auf einer Konferenz. Der ebenfalls anwesende Apple-Chef Tim Cook kündigte wenig später an, er wolle mit Ma diese Woche über verschiedene mögliche Partnerschaften sprechen.

Fingerabdruck statt Pin-Eingabe

Bei dem vor gut einer Woche zunächst in den USA gestarteten iPhone-Bezahldienst Apple Pay sei in den ersten drei Tagen mehr als eine Million Kreditkarten aktiviert worden, sagte Cook. Bei dem System kann man an der Kasse ein iPhone der neuen Generation an ein Lesegerät mit NFC-Funk halten und die Zahlung mit dem Fingerabdruck auf dem eingebauten Sensor des Geräts statt Pin-Eingabe bestätigen.

Mehrere große US-Einzelhändler arbeiten an einem eigenen System, am Wochenende sperrten die Drogerieketten CVS und Rite Aid in ihren Geschäften Apple Pay aus. Cook sprach von einem "Scharmützel" und zeigte sich überzeugt, der iPhone-Bezahldienst werde sich am Ende durchsetzen, weil er sicher und bequem sei.

Quelle: n-tv.de

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