Glencore und XstrataArbeit an Mega-Fusion

Gibt es einen riesigen Zusammenschluss im Rohstoff- und Bergbaubereich? Die Unternehmen Glencore und Xstrata nehmen entsprechende Gespräche auf. Unklar ist noch, wie die etwaige Fusion vonstatten geht. Möglich ist, dass Glencore für Xstrata bietet. Kommt es zur Fusion, dann entstünde ein Konzern, der rund 60 Milliarden Euro schwer ist.
Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore und das Bergbauunternehmen Xstrata loten den Zusammenschluss zu einem rund 60 Milliarden Euro schweren Konzern aus. Xstrata bestätigte Gespräche mit Glencore über eine Fusion. "Diese könnten oder könnten auch nicht zu einem Angebot von Glencore für Xstrata führen", hieß es in der Erklärung. Die Nachricht beflügelte die Aktienkurse beider Konzerne.
Glencore, das seinen Unternehmenssitz in der Schweiz hat, hält bereits einen kontrollierenden Anteil an Xstrata von 34 Prozent. Spekulationen über einen Zusammenschluss der beiden Konzerne gibt es schon länger, vor allem nach dem Börsengang von Glencore im vergangenen Mai.
Das Unternehmen, damals seit fast vier Jahrzehnten in Privatbesitz, hatte den Schritt mit besseren Zukaufsmöglichkeiten begründet. "Wir haben erwartet, dass diese beiden Konzerne fusionieren, aber es passiert jetzt ein bisschen schneller als gedacht", erläuterte Tim Dudley, Analyst bei Collins Stewart. "Aber es macht Sinn, wenn man sich die Marktpositionen der Unternehmen und ihre Entwicklung anschaut."
Die Möglichkeit einer Fusion hatten auch schon die Chefs der beiden Konzern ins Gespräch gebracht: Ein Zusammenschluss würde Mehrwert schaffen, so Glencore-Chef Ivan Glasenberg. Sein Xstrata-Kollege Mick Davis hatte die Aussicht, dass beide Konzerne unabhängig bleiben würden, als "unhaltbar" bezeichnet.
Noch ist der Deal nicht zu Ende verhandelt und die Gesprächen können auch noch scheitern. Das klang auch in der Stellungnahme von Glencore durch: "Es ist nicht sicher, ob es ein Angebot geben wird."
Wenn Glencore alle restlichen Xstrata-Aktien zum aktuellen Marktpreis kaufen würde, müsste der Konzern mehr als 25 Milliarden Euro hinlegen - es wäre damit die größte Transaktion in der Branche, seit Rio Tinto den Aluminiumproduzenten Alcan im Jahr 2007 kaufte.