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Neue Kredite zu besseren Konditionen oder ein direkter Schuldenerlass: Der IWF fordert weitere Maßnahmen von Seiten der EU.
Neue Kredite zu besseren Konditionen oder ein direkter Schuldenerlass: Der IWF fordert weitere Maßnahmen von Seiten der EU.(Foto: picture alliance / dpa)

IWF mahnt zu weiteren Hilfen: Athen nicht aus dem Schneider

Erst am Mittwoch flossen von den internationalen Geldgebern frische Milliardenhilfen Richtung Athen. Dennoch drängt der IWF zu weiteren unterstützenden Maßnahmen seitens der EU, etwa neue Kredite zu besseren Konditionen oder ein direkter Schuldenerlass.

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Griechenland braucht nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitere Hilfen seiner europäischen Partner, um seine Schuldenlast auf ein erträgliches Maß senken zu können. Nötig seien entweder neue Kredite zu besseren Konditionen oder ein direkter Schuldenerlass, erklärte der Währungsfonds in seiner jüngsten Studie zum Kreditprogramm für Griechenland. Die bereits erfolgten Maßnahmen seien nicht ausreichend gewesen, um die Schuldentragfähigkeit des Landes auf eine stabile Basis zu stellen.

Sollte sich die Lage in Griechenland verschlimmern, könnten weitere Hilfen von rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr nötig werden. Die zusätzlichen Finanztransfers würden sich auf jährlich rund 6 Mrd. Euro zwischen 2013 und 2020 belaufen.

Schuldenlast drücken

Der IWF verwies auf die Möglichkeit, dass die Zinsen für die Hilfskredite auf nahezu null gesenkt werden könnten. Alternativ sei ein Schuldenschnitt von rund 25 Prozent möglich auf die EFSF-Kredite sowie auf Staatsanleihen, die von anderen Regierung und der Europäischen Zentralbank (EZB) gehalten werden.

Die jüngsten Maßnahmen werden nach den Berechnungen des IWF die Schuldenlast Griechenlands bis 2020 auf 128 Prozent drücken, was über einem Niveau liegt, dass der IWF als nachhaltig ansieht. Die Eurozone hat zugesagt, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um die Schuldenlast bis 2020 auf 124 Prozent zu senken. Bis 2022 soll die Staatsverschuldung dann unter 110 Prozent des BIP gebracht werden.

IWF drängt

Der IWF-Verwaltungsrat hatte eine weitere Kredittranche von 3,2 Mrd. Euro freigegeben. Die Zahlung war mehrere Monate eingefroren gewesen, weil der IWF an der Wirksamkeit der Maßnahmen zweifelte, die die griechische Regierung zum Abbau der enormen Staatsverschuldung ergriffen hatte.

Nach Angaben des IWF hätten die europäischen Partner nun zugesagt, das Geld zur Verfügung zu stellen, welches Griechenland künftig braucht. Der IWF drängt die Europäische Union seit längerem, mehr zu tun, um die griechische Schuldenkrise zu lösen.

Quelle: n-tv.de

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