Wirtschaft
Vor allem die Bankenkurse brechen ein.
Vor allem die Bankenkurse brechen ein.(Foto: AP)

Weiter im freien Fall: Athener Börse erlebt "Krach"

Die Griechen benutzen für Kurseinbrüche das Wort "Krach". Und dieser findet in diesen Tagen an der Athener Börse statt. Der Athex stürzt auf ein Allzeittief.

Gemeinsam mit anderen europäischen Börsen hat auch der griechische Aktienmarkt seine Talfahrt fortgesetzt. Der Leitindex Athex lag am Donnerstag zwischenzeitlich bei 421 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit mehr als 25 Jahren. Für Kurseinbrüche benutzen die Griechen ein Fremdwort, nämlich das deutsche Wort "Krach".

Von einem "Krach" am griechischen Aktienmarkt ist in der griechischen Finanzpresse auch nun wieder die Rede. Vor allem die größten griechischen Banken, die sich gerade erst erfolgreich refinanziert hatten, wurden in den letzten Tagen von den Anlegern abgestoßen.

Die Alpha Bank verlor zwischenzeitlich knapp 14 Prozent, die Eurobank büßte sogar 22,7 Prozent ein. Den Medienberichten zufolge schreckt die Investoren vor allem die unsichere Finanzlage des Landes ab.

Ringen um Reformen

Die griechische Links-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras ist derzeit bemüht, ein Paket zur Renten- und Steuerreform zu schnüren. Ohne diese Reformen wollen die Gläubiger des Landes keiner weiteren Finanzhilfen zur Unterstützung bereitstellen - Griechenland wäre dann innerhalb kurzer Zeit erneut von der Zahlungsunfähigkeit bedroht.

Griechenland verzeichnet mit 24,6 Prozent nach wie vor die höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone. Besonders hoch ist weiterhin die Jugendarbeitslosigkeit mit 49,5 Prozent (Septemberwert). Die Quote für Menschen unter 25 Jahren lässt sich aber nicht unmittelbar mit jener der Erwerbsbevölkerung insgesamt vergleichen, weil Studenten ohne Job ausgeklammert werden. Dies verkleinert die Bezugsgruppe und jeder einzelne Arbeitslose fällt stärker ins Gewicht.

Quelle: n-tv.de

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