Wirtschaft
Nun sieht sich auch Renault Vorwürfen ausgesetzt.
Nun sieht sich auch Renault Vorwürfen ausgesetzt.(Foto: dpa)

Abgas-Manipulation: Auch Renault gerät in Verdacht

Nach Volkswagen gerät hinsichtlich des Abgas-Skandals auch Renault in den Blickpunkt. Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) gibt es bei einem Espace-Diesel höhere Stickoxid-Emissionen als erlaubt.

Im Zuge des Abgas-Skandals um Volkswagen gerät nun auch Renault in den Fokus. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft dem französischen Autobauer ebenfalls erhöhte Werte vor.

Testergebnisse der Berner Fachhochschule hätten bei einem Espace-Diesel 13 bis 25 Mal höhere Stickoxid-Emissionen ergeben als nach geltendem EU-Standard Euro 6 erlaubt, teilte die DUH mit.

Der DUH zufolge waren bei Abgasmessungen des Renault-Espace bei fünf Tests mit warmem Motor deutlich erhöht. Dabei habe sich ein bestimmtes Muster ergeben. "Nur wenn er in einer ganz bestimmten Form auf die am Folgetag stattfindende Prüfung vorbereitet wurde, bestand er diese mit Bravour. Alle Abweichungen in der Vorkonditionierung beziehungsweise Tests mit warmem statt kaltem Motor führten zu Dieselabgaswerten, die wir in dieser Höhe noch nie gemessen haben", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Die DUH forderte das Bundesverkehrsministerium zu behördlichen Nachprüfungen zu diesen Ergebnissen sowie zu einem bereits vor einem Monat übermittelten Bericht über einen Opel-Zafira-Diesel auf. Zudem gab sie weitere Tests an deutschen und ausländischen Diesel-Pkw in Auftrag.

Renault äußerte sich zunächst nicht dazu. Die General-Motors-Tochter Opel hatte im Oktober die DUH-Vorwürfe über gravierende Abweichungen bei Stickoxidwerten zurückgewiesen.

Quelle: n-tv.de

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