Wirtschaft

Schmelzende Margen im AutobauAudi umkurvt die Schwäche

29.10.2012, 11:32 Uhr
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Weniger Gewinn je Fahrzeug. Audi schlägt sich bei der operativen Rendite deutlich besser als Daimler. (Foto: dapd)

Die Absatzkrise in den europäischen Automärkten nagt auch an der Erfolgsgeschichte der Ingolstädter VW-Tochter Audi: Der Oberklasse-Hersteller verdient im abgelaufenen Quartal etwas weniger als vor Jahresfrist - sieht sich aber trotzdem auf gutem Weg.

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"Nach drei Quartalen fahren wir weiter entschlossen auf unser Jahresziel zu": Axel Strotbek. (Foto: REUTERS)

Die Krise fordert auch bei Audi ihren Tribut: Im dritten

Quartal blieb bei dem bayerischen Autobauer unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns pro verkauftem Fahrzeug weniger

Gewinn hängen. Die operative Rendite sank auf 10,5 Prozent, wie Audi mitteilte.

Vor einem Jahr hatte der Konzern noch eine Marge von 13,1 Prozent eingefahren.

Hohe Ausgaben für den Ausbau der Produktion zehren am Ergebnis: Der Umsatz wuchs im abgelaufenen Quartal zwar von 10,9 auf 12,6 Mrd. Euro. Der operative Gewinn

der VW-Tochter sank jedoch von 1,4 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf aktuell 1,3 Mrd. Euro. Nach neun Monaten liegt das operative Ergebnis der Ingolstädter weiter

über dem Vorjahr. Bis September verdiente Audi 4,2 Mrd. Euro, vor einem Jahr waren

es knapp 4 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Finanzchef Axel Strotbek die Prognose, wonach Audi

mehr als 1,4 Millionen Autos ausliefern, den Umsatz steigern und beim operativen

Ergebnis das Niveau des Vorjahres halten will. "Nach drei Quartalen fahren

wir weiter entschlossen auf unser Jahresziel zu", sagte er.

Die operative Rendite

betrug in den ersten neun Monaten 11,2 (12,2) Prozent. Damit lag Audi weit vor Konkurrent MW mit 7,8 Prozent. Der Münchner Rivalen will seine Zahlen in der nächsten

Woche vorlegen. Renditekönig is00 mit 18,5 Prozent.

Deutlich mehr als 1 Million Pkw

Audi

sei auf gutem Weg, ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres zu erreichen, sagte Strotbek. Im dritten Quartal verkaufte Audi eigenen Angaben zufolge weltweit gut 364.000 Fahrzeuge,

das sind knapp 14 Prozent mehr. Von Januar bis Ende September summierte sich der

Absatz auf rund 1,1 Millionen Autos, was einem Plus von fast 13 Prozent entspricht.

Den teilweise deutlichen Markteinbrüchen in den schuldengeplagten Ländern Italien

und Spanien habe sich Audi nicht komplett entziehen können, hieß es. Dafür seien

in Großbritannien, Frankreich und Deutschland mehr Fahrzeuge mit den vier Ringen

verkauft worden.

Wie viele Oberklasse-Autobauer profitiert Audi von guten Geschäften in den beiden

weltgrößten Pkw-Märkten China und USA, wo teure Limousinen und Geländewagen nach

wie vor gefragt sind. Rückgänge in Europa können so wettgemacht werden, während

auf die Heimatregion konzentrierte Massenhersteller wie ,

odeft die Krise voll zu spüren bekommen.

Quelle: ntv.de, dpa/rts