Wirtschaft
Audi wartet mit neuen Modellen auf.
Audi wartet mit neuen Modellen auf.(Foto: obs)

Modelloffensive: Audi zündet die zweite Stufe

Audi will an die Spitze der deutschen Premium-Autobauer. Allein in diesem Jahr will die VW-Tochter 17 neue Modelle und Derivate auf den Markt bringen. Die Ziele für das laufende Jahr werden von Audi beibehalten.

Audi peilt trotz eines scharfen Wettbewerbs und weltweit wachsender Risiken ein weiteres Rekordjahr an. Konzernchef Rupert Stadler bekräftigte auf der Hauptversammlung der Volkswagen-Tochter in Ingolstadt das Ziel, bis 2020 an die Spitze der drei deutschen Oberklassehersteller zu fahren.

Ein Selbstläufer sei das trotz großer Fortschritte nicht. "Unterm Strich hält 2014 Herausforderungen bereit, wir werden die Marktentwicklung sehr genau im Auge behalten", sagte Stadler weiter. Die Hauptversammlung ist nur eine Formalie. VW ist mit einem Anteil von 99,55 Prozent der beherrschende Eigentümer.

Audi bekräftigte die Ziele für das laufende Jahr. Der Premium-Autobauer will in diesem Jahr einen neuen Absatzrekord erzielen und den eigenen Umsatz nach 49,9 Milliarden Euro im Vorjahr auf mehr als 50 Milliarden Euro hochschrauben. Um die hohe Nachfrage nach den Fahrzeugen zu bedienen, fährt Audi Sonderschichten.

Allein in diesem Jahr will der Autohersteller 17 neue Modelle und Derivate auf den Markt bringen. "Wir zünden dieses Jahr die zweite Stufe unserer Modelloffensive", sagte Stadler. Audi will bis 2018 rund 22 Milliarden Euro in neue Modelle und Technologien sowie in den Ausbau der internationalen Fertigungsstrukturen investieren. Das Unternehmen baut derzeit neue Werke in Brasilien und Mexiko.

Einbußen bei der Marge

Audis Gewinnspanne wird im laufenden Jahr nach der Schätzung des Konzerns leicht schrumpfen: Angesichts der hohen Investitionen hatte der Autobauer bereits Anfang Mai eine operative Rendite "im Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent" in Aussicht gestellt. Finanzvorstand Axel Strotbek bekräftigte diese Schätzung. Schon 2013 hatte Audi bei der Marge Einbußen hinnehmen müssen. Mit 10,1 Prozent lag die Rendite damals gleichwohl noch leicht oberhalb der Zielspanne.

Der Ausbau des Produktionsnetzes und etwa "zunehmende Vorleistungen für neue Produkte und Technologien" wirkten im laufenden Geschäftsjahr zunächst ergebnisbelastend", so Audi. Zugleich aber dürften Produktivitätsverbesserungen und die geplante Absatzsteigerung "positive Impulse" setzen. Audi hatte schon im Jahr 2013 mit gut 1,57 Millionen verkauften Autos vor allem wegen großer Zuwächse in China und den USA so viele Fahrzeuge wie noch nie verkauft.

Die VW-Tochter verschafft sich damit im Kampf mit den deutschen Rivalen BMW und Mercedes-Benz eine solide Ausgangsposition. Auch Mercedes-Benz strebt an, bis zu dem Jahr Marktführer in der Oberklasse zu werden.

Quelle: n-tv.de

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